Entertainer Linus hat die Eröffnung der Schmitzebud in Rath-Heumar gefeiert. Zahlreiche Kollegen aus der Kölner Musik- und Karnevalsszene kamen vorbei und hatten Überraschungen vorbereitet.
Schmitzebud zum Start mit Mega-AndrangKölsche Legenden texten Klassiker für Linus um
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Als er um 22 Uhr die Türen schließen musste, schnaufte Michael Büttgen, allen besser als Linus bekannt, erst einmal durch. „Was für ein wilder Auftakt, was für ein Andrang. Die Gäste haben alle Vorräte leer getrunken“, sagte er begeistert.
In der Schmitzebud am Rande des Königsforstes in Rath-Heumar ging es am Donnerstag (14. Mai 2026) hoch her. Das stetig besser werdende Wetter im Laufe des Feiertags lockte immer mehr Menschen zu Kölns ältestem Kiosk an.
Schmitzebud: Kölsch war schon gegen Mittag erstmals ausverkauft
Kurz nach der Öffnung schaute am Morgen ein 25-köpfiger Trupp vorbei, der sich zum Start der Vatertagstour mit reichlich Bier eingedeckt hatte. „Das war ein guter Einstieg“, freute sich Linus im EXPRESS.de-Gespräch. „Wir haben mehr Zulauf, als wir gedacht und erhofft hatten.“
Gegen Mittag musste der neue Hausherr erstmals Kölsch nachordern, denn der Absatz war beachtlich. Natürlich schauten auch besonders viele Kollegen aus der Musikszene vorbei. Mike Siegmund von den Klüngelköpp, Ex-Paveier-Musiker „Bubi“ Brühl und Bläck-Fööss-Legende „Bömmel“ Lückerath waren vor Ort.
Die Domstürmer kamen in voller Stärke und sangen zur Eröffnung „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“. Für Frontmann Micky Nauber ist Linus ein Bruder im Geiste. „Wir sind aus ähnlichem Holz. 20 Jahre hat er die Domstürmer immer begleitet. Er hat nie einen Unterschied gemacht, ob man Newcomer ist oder schon eine etablierte Band. Für die Schmitzebud wünsche ich ihm viel Spaß. Gerade in einer Zeit, in der die Welt durchdreht, ist das eine schöne Begegnungsstätte.“

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Die Domstürmer um Frontmann Micki Nauber (2.v.l.) brachten Linus zur Eröffnung ein Ständchen.
Eine besondere Überraschung hatten Ex-Fooss Erry Stoklosa und Ex-Paveier-Frontmann Micky Brühl parat. Sie hatten den Klassiker „Kaffeebud“ mit neuem Text versehen. „Jo su stonn se ahn dr Schmitzebud, die hätt noah all dä Johre widder op. Et es widder wie et fröher wor, an die Hundert sinn mem Rädche do. Die andre sitzen en dr Sonn, jett les un dann spaziere jonn. All hann se widder Spaß und Freud, Hurra“, heißt es darin.
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„Das ist eine Institution, die nun von einer Legende betrieben wird“, freute sich Brühl. Sein Freund Erry ergänzte: „Wir werden öfter auftauchen.“ Linus verspricht, auch oft selbst vor Ort im Radsport-Hotspot für Stimmung zu sorgen. „Ich bin jetzt Dienstleister, habe aber trotzdem immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Sowohl auf der Bühne als auch hier in der Schmitzebud möchte ich die Leute unterhalten.“

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Micky Brühl (l.) und Erry Stoklosa (r.) schenkten Linus den Song „Schmitzebud“. Der Bilderrahmen mit dem Text bekommt natürlich einen Ehrenplatz.
Hinter dem Entertainer, der am 11. September im Tanzbrunnen auch wieder Linus’ Talentprobe auf die Bühne bringt, liegen harte Wochen. „Die Vorbereitungen waren extrem schwierig. Ich würde allen wünschen, die vorhaben, ein Geschäft zu eröffnen, dass ihnen nicht so viele Bürokratiehürden in den Weg gestellt werden.“

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Linus (Michael Büttgen) und seine Lebensgefährtin Nadine Kamphausen sind stolz auf die Neueröffnung der Schmitzebud.
Doch dafür entschädigte der enorme Andrang am Eröffnungstag. Thorsten „Totti“ Schmidt machte mit einer 30-köpfigen Abordnung vom Corps à la suite der Prinzen-Garde eine Planwagenfahrt am Vatertag. Der Schlenker zur Schmitzebud musste da sein.
„Hier kommt für mich vieles zusammen. Ich bin Ur-Rather, hier habe ich schon mein erstes Eis bekommen und hab Kaugummis gekauft. In seiner Südstadt-Kneipe Linus habe ich mein erstes Kölsch getrunken. Seitdem verbindet uns eine ganz große Freundschaft“, sagte er zu EXPRESS.de. „Ich freue mich wahnsinnig, dass er die Schmitzebud wieder zum Leben erweckt. Das macht Köln, Tradition und Fastelovend aus.“
