Test in Köln Rewe mit Revolution? Neues System kann Einkaufen für immer verändern

Rewe_PickGo1_NEU

Wer das neue System nutzt, kann den Rewe-Markt verlassen, ohne zu bezahlen. Allerdings läuft aktuell noch die erste Testphase.

Köln – Alle Waren aufs Band, in der Schlange stehen, Einkauf wieder einpacken, Kleingeld zählen: Der Einkauf im Supermarkt kann zeitaufwendig und nervig sein. Da will Supermarkt-Riese Rewe nun Abhilfe schaffen. Wie das Unternehmen am Donnerstag (6. Mai) bekanntgab, soll in Köln, quasi in der Heimat des Milliarden-Konzerns, ein möglicherweise revolutionäres Konzept erprobt werden.

  • Rewe erprobt Einkaufen ohne Bezahlen in Köln
  • „Pick and go" soll in Köln getestet werden
  • Kunden können Filiale einfach verlassen

Das neue System – „Pick and go", wie Rewe es selbst nennt – soll bis Spätsommer 2021 in einer Kölner Filiale erprobt und dann möglicherweise ausgebaut werden. Der Rewe-Markt an der Zeppelinstraße (Nähe Neumarkt) wurde dafür technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Rewe in Köln testet neues System „Pick and go"

Die Idee: Kundinnen und Kunden sollen die Möglichkeit haben, ihre Einkäufe auszuwählen, den Laden wieder zu verlassen und später bequem zu Hause zu bezahlen.

Dafür nutzen sie eine spezielle Rewe-App, mit der sie sich an der neuartigen Eingangsschranke anmelden. Die Rechnung wird später auf der App angezeigt und kann bezahlt werden. Auch Reklamationen können über die App abgewickelt werden.

Rewe in Köln: Kameras erfassen Produkte beim Einkauf

Wie das funktionieren soll? „Intelligente Kameras und Sensoren in den Regalböden sowie weitere Hightech-Bausteine wie Server, Switches und rund sechs Kilometer Highspeed-Netzwerk-Kabel sind das Herzstück des Systems", heißt es von Rewe. Sie erfassen die Bewegungen der Kundinnen und Kunden und erkennen, welche Produkte eingekauft wurden.

Rewe_PickGo2_NEU

Hightech für mehr Komfort: Das Rewe-System soll selbstständig erkennen, welche Produkte die Kundinnen und Kunden einkaufen.

Die Kundinnen und Kunden sollen dabei auf den Aufnahmen nicht zu identifizieren sein. Das gäbe ein Problem in Sachen Datenschutz.

Mehrere Jahre habe Rewe geforscht und das System entwickelt, heißt es. Jetzt steht der erste Check bevor, im engen Kreis der Kölner Filiale. „Wir werden einige Wochen lang das System auf Herz und Nieren testen, bevor unsere Kundinnen und Kunden zum hybriden Einkaufen eingeladen sind. Es ist für uns wichtig, dass alle erdenklichen Einkaufsvorgänge unter echten Bedingungen auf den Prüfstein kommen", sagt Projektleterin Anika Vooes.

Testphase in Kölner Rewe läuft: Tag X für Spätsommer geplant

Sollte alles klappen, ist der Tag X für den Spätsommer 2021 geplant. Dann sollen auch Kunden die Möglichkeit haben, das System zu nutzen. Wenn sie denn wollen.

Denn: Der „normale" Einkaufsvorgang samt Gang zur Kasse soll auch weiter erhalten bleiben, auch weniger Mitarbeiter, die Fragen helfen können, soll es nicht geben. (tw)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.