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Polizei sucht Zeugen und FluchtwagenMehrere Schüsse auf türkische Bar in Köln

Aktualisiert:

In Köln-Ostheim ist am frühen Morgen mehrfach auf eine türkische Bar geschossen worden.

Mehrere Schüsse haben am frühen Samstagmorgen (5. September) eine Bar im rechtsrheinischen Stadtteil Köln-Ostheim getroffen.

Wie die Polizei mitteilt, beobachteten Anwohner gegen 7 Uhr einen Mann, der mehrere Schüsse auf die Bar auf der Frankfurter Straße abgegeben haben soll.

Köln-Ostheim: Mehrere Schüsse auf türkische Bar

Anschließend stieg er als Beifahrer in einen wartenden Fluchtwagen. Mutmaßlich sollen beide Männer in einem dunklen Kleinwagen in Richtung Vingst geflüchtet sein.

Zum Tatzeitpunkt befand sich eine Person in der Bar – verletzt wurde jedoch niemand.

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig für die Spurensicherung ab. Vor dem Objekt wurden mehrere Projektilhülsen gefunden, eine kriminaltechnische Untersuchung steht noch aus.

Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen und prüft nach Angaben der Polizei intensiv Zusammenhänge zu zurückliegenden Schussabgaben.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Parallelen zu anderen Fällen in Köln?

Ob es Parallelen zum Einsatz auf der Bonner Straße gibt, ist noch unklar. Hier prüft die Polizei einen Zusammenhang mit einer neuen Form der Erpresserkriminalität. Ein konkreter Hinweis darauf liegt bislang aber nicht vor.

Die Schüsse krachten am Montagmorgen (31. August) in die Scheibe des zu diesem Zeitpunkt noch geschlossenen Lokals. Verletzt wurde niemand. Der Täter flüchtete, auf dem Bürgersteig lagen Patronenhülsen im Kaliber neun Millimeter. Ein Zeuge beschrieb einen dunkel gekleideten, glatzköpfigen Mann mit Kapuzenpullover. Die Polizei sperrte die Straße ab und setzte Spürhunde ein.

Bereits im August waren ein Juweliergeschäft auf der Keupstraße und ein Uhrengeschäft in der Kölner Innenstadt beschossen worden. In Erftstadt schossen zwei Vermummte auf Haus und Auto eines türkischen Geschäftsmanns.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen spricht laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ von einem „neuen Kriminalitätsphänomen“. In der Öffentlichkeit wird es „türkische Gen-Z-Mafia“ genannt. Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden handelt es sich nicht um eine einzige Organisation. (mt/red)