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Neuer FeierabendmarktKölner prognostiziert: „Das einzige, das sich dort halten wird, ist Saufen“

Menschen drängen sich auf einem Platz vor mehreren Marktständen.

Copyright: Deutsche Marktgilde eG

Beim „MarktTreff Rudolfplatz“ verwandelt sich der Rudolfplatz jeden Donnerstag von 16 bis 21 Uhr in einen Abendmarkt (Archivfoto).

Zehn Jahre lang war der Feierabendmarkt „Meet & Eat“ am Rudolfplatz ein Renner. Der nachfolgende „MarktTreff Rudolfplatz“ soll laut einem Kölner Beobachter bereits mit Abgängen kämpfen. Der Veranstalter bestreitet das. 

Ein ausgewogenes Angebot an frischen Wochenmarktprodukten, Leckereien von Foodständen und gutem Wein –  so die vollmundige Vorankündigung für den neuen „MarktTreff Rudolfplatz“. Und die Realität?

Als der Feierabendmarkt, der Ende April den beliebten „Meet & Eat-Markt“ abgelöst hat, das dritte Mal stattfand, sei „in der Mitte des Platzes eine relativ große Lücke aufgefallen“, schildert ein Kölner. Er war langjähriger „Meet & Eat-Markt“-Besucher und ist mit Beschickern des Nachfolge-Marktes im Austausch.

Neuer Feierabendmarkt in Köln: Nur noch zwei Frischehändler übrig?

„Das einzige, was sich dort halten wird, ist salopp gesagt ‚Saufen‘ – aber das ist nicht das, was die Stadt wollte“, prognostizierte er am Donnerstag (28. Mai) gegenüber EXPRESS.de. Alles andere sei Schönrederei. 

Es habe ja zwei wesentliche Punkte gegeben, „warum „Meet & Eat“ abgesägt worden sei, erklärt er: zuviel Alkohol, der noch dazu nicht von Erzeugern ausgeschenkt wurde, und zu wenig klassische Markthändler, die nicht schon verarbeitete Produkte anbieten, wie Obst, Gemüse, Käse, Eier, Brot, Fisch, Metzgerwaren, Blumen. „Und nun?“, fragt der Kölner und behauptet, dass von den Frischehändlern inwischen nur noch ganze zwei übrig geblieben seien – ein Obsthändler und ein Anbieter von Salat und Gemüse. 

Damit nicht genug. Der engagierte Kölner behauptet weiter: „Seit der Eröffnung haben somit bereits ein Bäcker, ein Brezelanbieter, ein Spargel-Anbieter, ein Anbieter von französischem Käse, ein Imker und eine Fleischerei wieder die Segel gestrichen.“ Auch ein Foodtruck soll gekündigt haben.

„So war es auch schon bei ‚Meet & Eat‘ in den zehn Jahren nach allen Versuchen immer wieder der Fall“, stellt er klar. Immer wieder sei vergeblich versucht worden, klassische Marktstände zu etablieren. Die Menschen hätten den vorherigen Feierabendmarkt aber geliebt, um sich in entspannter Atmosphäre zu einem Glas Wein oder Aperol Spritz zu treffen.

Das gleiche Bild habe sich auch beim nachfolgenden „MarktTreff Rudolfplatz“ ergeben. „Es brummte wieder ausschließlich bei den vier Weinanbietern der Bär“, so der Kölner. Nach Informationen von EXPRESS.de soll einer der anderen Händler hingegen an einem Markttag nicht mal 100 Euro Umsatz gemacht haben. 

Sprecher der Deutschen Marktgilde: „Haben sehr viel positives Feedback erhalten“

EXPRESS.de hakte bei der Deutschen Marktgilde nach, wollte wissen: 1. Sind nur noch zwei Frischehändler übrig? 2. Haben Bäcker, Brezelanbieter, Spargelverkäufer, ein Anbieter von französischem Käse, ein Imker und ein Fleischer bereits das Handtuch geworfen. 3. Hat ein Foodtruck gekündigt?

„Der MarktTreff hat bislang dreimal stattgefunden. An allen drei Markttagen war die Marktfläche fast vollständig belegt. Zudem konnten wir zahlreiche Anbieter von Frischewaren begrüßen, darunter Händler für Obst und Gemüse, Eier, Käse, Feinkost, Trockenfrüchte und Backwaren“, so Martin Rosmiarek, Leiter der Kölner Niederlassung. Dass nur zwei Frischehändler anwesend waren, sei nicht korrekt. Am Donnerstag (28. Mai) freue man sich zusätzlich auf einen neuen Frischehändler, der ausgewählte Kräutertees und Olivenöle anbiete. 

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Auch die beiden anderen Fragen von EXPRESS.de geht er nicht konkret ein, erklärt lediglich: „Sollte sich ein Beschicker dazu entscheiden, künftig nicht mehr am Markt teilzunehmen, ist es unsere Aufgabe, möglichst zeitnah einen passenden neuen Anbieter zu finden und die entstandene Lücke wieder zu schließen.“ Deshalb seien sie als Veranstalter „fortlaufend auf der Suche nach neuen, interessanten Beschickern mit besonderen Warenangeboten.“ Auch werde der MarktTreff und insbesondere die Frischehändler sehr intensiv beworden. 

Martin Rosmiarek: „Nach den ersten drei Markttagen haben wir sehr viel positives Feedback erhalten. Besonders gefreut hat uns, dass bereits so viele Besucherinnen und Besucher den MarktTreff angenommen haben.“ 

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