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Neuer FeierabendmarktHändlerin wundert sich über kurzfristiges „Schnupperangebot“

Menschen sitzen auf Bänken unter Sonnenschirmen, essen und trinken.

Copyright: Alexander Schwaiger

Am 26. März 2026 gab es den Feierabendmarkt „meet & eat“ zum letzten Mal. Wie immer war er gut besucht. 

Nach dem Aus des Feierabendmarktes „meet & eat“ hat der neue „MarktTreff Rudolfplatz“ am Donnerstag Premiere. Jetzt wurde bekannt, dass der Betreiber des neuen Marktes Händler und Händlerinnen offenbar mit einem Schnupperangebot gelockt hat. 

Das Ende des beliebten Feierabendmarktes „meet & eat“ am Rudolfplatz kam wie ein Paukenschlag. Jetzt muss sich der Nachfolger bewähren. Am Donnerstag (30. April) geht der „MarktTreff Rudolfplatz“ des neuen Betreibers, der Deutschen Marktgilde, an den Start. 

Seltsam: Erst vor wenigen Tagen ist Händlerinnen und Händlern ein „Schnupperangebot“ der Marktgilde ins Postfach geflattert – mit einer zweimonatigen Testphase inklusive eines Rabatts von 15 Prozent aufs Standgeld. Angeblich erfolgte dies auf Wunsch einzelner Beschicker. 

Kölner Abendmarkt – „den Zirkus machen wir nicht mit“

„Wir wurden darin aufgefordert, bis zum nächsten Tag, den 22. April, eine verbindliche Rückmeldung zu geben“, erklärt eine betroffene Händlerin, die jahrelang auf dem „meet & eat“-Markt Essen und Trinken anbot, gegenüber EXPRESS.de. Die E-Mail mit dem Schnupperangebot liegt EXPRESS.de vor.

Die Händlerin wundert sich darüber, so kurz vor Start des neuen Marktes. „Ich gehe davon aus, dass der Betreiber Angst hatte, nicht genug Stände, vor allem Foodtrucks, zu bekommen“, sagt sie. 

Sie steht in Kontakt mit alten Beschickern vom „meet & eat“-Markt. Als die das Anmeldeformular für den neuen „MarktTreff Rudolfplatz“ bekamen, seien diese zurückgerudert, behauptet sie. Erst das kurzfristige Schnupperangebot habe einige zum Umdenken gebracht. 

„Fünf, sechs wollen wohl weitermachen und das ausprobieren“, meint sie. „Wir haben uns aber ausgeklinkt, den Zirkus machen wir nicht mit.“ 

Auf EXPRESS.de-Nachfrage erklärte Martin Rosmiarek, Leiter der Niederlassung Köln der Deutschen Marktgilde: „Wir haben nicht nur ‚ehemaligen meet & eat-Markt-Beschickern‘, sondern auch allen anderen Beschickern ein ‚Schnupperangebot‘ für einen begrenzten Zeitraum unterbreitet, was alle dankend angenommen haben. Solche Angebote sind weit verbreitet in der Akquise von Marktbeschickern und in anderen Branchen.“

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Der „meet & eat“-Markt war eine geliebte Tradition und hatte in mehr als zehn Jahren unzählige Fans gewonnen. Sie wollten das Aus am 26. März nicht kampflos hinnehmen, starteten eine Petition und ließen den Feierabendmarkt zuletzt symbolisch wieder aufleben, indem sie sich dennoch am Rudolfplatz trafen – mit Bügelbrettern als Stehtische und mitgebrachten Getränken.

Der neue „MarktTreff Rudolfplatz“ wirbt nun mit einem „ausgewogenen Sortiment an frischen Wochenmarktprodukten, Leckereien von den Foodständen und gutem Wein“. „Wir sehen dem Starttermin positiv entgegen und können den Kölnerinnen und Kölnern ein tolles Angebot mit neuen Ständen sowie altbekannten präsentieren“, so Leiter Martin Rosmiarek. 

Dazu zählen unter anderem Biofleisch, regionale Bauernhofprodukte, Käse, Backwaren, Imkereiprodukte und Essen zum Mitnehmen. Bekannte Gesichter sind laut Rosmiarek der Stand von Pizza Prinzip (Steinofenpizza), Tapioquinha (brasilianische Spezialitäten), Antica Sicilia (italienische Spezialitäten) und Delobón (süße Crepes). 

Aufgrund der Regularien zum Alkoholausschank habe man leider nicht alle Händlerinnen und Händler des „meet & eat“ für das neue Konzept gewinnen können, heißt es seitens der Deutschen Markgilde. Laut der Stadt Köln hatte der ehemalige Markt die Gewerbeordnung nicht vollständig eingehalten, wonach auf einem Wochenmarkt nur dann alkoholische Getränke verkauft werden dürfen, wenn sie aus selbst erzeugten Produkten stammen.

Auch deshalb hatte die Stadt die Genehmigung überraschend auslaufen lassen. Beim „MarktTreff Rudolfplatz“ sind jetzt hingegen drei Weingüter am Start.

Mit Maßband, Kamera und Notizblock zogen Christof Preiß und Andreas Benez am 12. April 2026 – einen Tag vor dem angekündigten Rückbau – durch die betroffenen Straßen im Griechenmarktveedel.

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