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„Kölner Treff“ Frau von Eko Fresh komplett entstellt – das ist Sarahs krasse Botschaft

Sarah Bora (32) mit Ehemann und Rapper Eko Fresh am Freitagabend (22. Oktober 2021) im „Kölner Treff“.

Sarah Bora (32) mit Ehemann und Rapper Eko Fresh am Freitagabend (22. Oktober 2021) im „Kölner Treff“.

Am Freitagabend (23. Oktober 2021) hat sich Sarah Bora, die Frau des Rappers Eko Fresh, im „Kölner Treff“ zu einem Tabu-Thema geäußert. Die 32-Jährige will auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam machen.

Köln. Am Freitagabend (23. Oktober 2021) wurde es im „Kölner Treff“ plötzlich ziemlich emotional. Zu Gast waren unter anderem der Kölner Rapper Eko Fresh (38) und seine Ehefrau Sarah Bora (32).

Nach einem Liebesgeständnis von Eko Fresh an seine Frau , die viel mehr für ihn tue, als er für sie, kommt WDR-Moderatorin Bettina Böttinger (65) auf ein emotionales Tabuthema zu sprechen.

„Kölner Treff“: Frau von Eko Fresh – Sarah Bora (32) zeigt sich in Video entstellt

„Wir haben hier ein Musikvideo, das ich so krass finde! Denn welche Frau in Deutschland traut sich das? Gerade, wenn sie sich einen Namen gemacht hat und in einer bestimmten Szene beheimatet ist“, kündigt Böttinger an. Danach ist ein Musikvideo zu sehen, dass Sarah Bora komplett entstellt zeigt.

Ein blutverschmiertes Gesicht, riesige Wunden und viele blaue Flecken: Das sind schockierende Bilder von Eko Freshs Frau, die sie besonders verwundbar zeigen – aus gutem Grund. 

Sarah Bora will auf ein immer noch sehr großes Tabuthema in der Gesellschaft aufmerksam machen. Häusliche Gewalt. Denn sie selbst sei als junge Frau betroffen gewesen.

„Kölner Treff“: Sarah Bora über häusliche Gewalt in früherer Beziehung

„Du hast Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Und Du bist eine der wenigen Frauen, die sich trauen, das öffentlich zu sagen. Warum sprechen so wenige Frauen darüber?“ fragt Bettina Böttinger.

„Es hat auch bei mir mehr als zehn Jahre gedauert, bis ich darüber sprechen konnte“, sagt Bora.

„Viele stellen dir die Frage, warum du nicht gegangen bist oder jemandem davon erzählt hast. Doch wer sich in einer solchen Situation befindet – in einer Beziehung mit physischer Gewalt, aber auch physischer Gewalt – der traut sich das nicht. Du besitzt eine Art von Scham in dir und fragst dich, ob die Menschen dir überhaupt glauben würden“, so Bora.

Sarah Bora im „Kölner Treff“: „Dann fing es an, komisch zu werden“

Und dann schildert sie ihre schlimme Lage von damals.

„Bei mir waren die ersten zwei Jahre in der Beziehung ganz normal. Ich war sehr jung und für mich war alles sehr neu. Und erst dann fing es an, komisch zu werden. Es war ein systematisches Zurückhalten von meiner Person aus der Gesellschaft. Ich sollte keine Freunde mehr haben und alle andere waren plötzlich schlecht. Ich hatte in dieser Zeit auch keinen Kontakt zu meiner Familie“, so Bora. Acht Jahre habe die Beziehung angedauert. Durch ein Studium und eine Arbeit habe sie sich letztendlich aus der Gewalt befreien können.

„Kölner Treff“ – Sarah Bora: „Will Frauen meine Stimme geben“ 

Erst heute sei ihr bewusst geworden, was damals eigentlich mit ihr passiert sei. „Deswegen versuche ich heute, die Stimme, die ich damals noch nicht hatte, zu nutzen. Ich will den Frauen, die sich nicht trauen, darüber zu sprechen, meine Stimme geben“ sagt Bora.

Unter Applaus weist sie auf den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ hin – den 25. November. Zusammen mit Eko Fresh dreht sie anlässlich dieses Tages aktuell Videos, um erneut auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen und auf Stellen, an die sich Betroffene wenden können. (mj)

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