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„Wäre mein Traum“ Eko Fresh mit Wort-Erfindung: Wird Platz in Köln bald umbenannt?

Eko Fresh und weitere Schauspieler der neuen Serie „Das Streben nach Glück“ sitzen bei Dreharbeiten zusammen auf einer Bank.

Der Kölner Rapper Eko Fresh (37) spielt in der neuen ARD-Serie „Das Streben nach Glück“ mit.

Köln. Hat der Kölner Eko Fresh (37) nicht schon alles erreicht? Noch lange nicht, wie der Kult-Rapper im EXPRESS-Interview verrät. Gerade hat er die Dreharbeiten zur neuen ARD-Serie „Das Streben nach Glück“ beendet. Denn genau dieses Thema liegt ihm grundsätzlich am Herzen. Der Rapper wünscht sich, dass es seine Wort-Erfindung „German Dream“ in den Duden schafft oder mindestens auf ein Kölner Straßenschild!

Kölner Rapper Eko Fresh im EXPRESS-Interview

Redaktion: Ein Rapper in einer Familienserie – das sind erst einmal nicht unbedingt zwei Dinge, die man sofort in einen Zusammenhang bringen würde. Wie kam das?

Eko Fresh: Das ist für mich etwas, was ich immer schon einmal machen wollte! Auch meine Schauspiel-Kollegen bei dieser Serie, die wir unter dem Arbeitstitel „Das Streben nach Glück“ gedreht haben, sind absolute Königsklasse. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich unter anderem an der Seite von Katharina Schüttler und Manuel Rubey als Teil dieses Gespanns spielen durfte, gerade auch, weil ich diesmal nichts mit Rap gemacht habe und nicht „nur den coolen Typ an der Straßenecke“ gespielt habe, sondern einen türkischstämmigen Geschäftsmann – der ich ja auch eigentlich im richtigen Leben bin.

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Wer ist dieser türkische Kleinunternehmer, den Sie in „Das Streben nach Glück“ spielen?

Das ist ein sympathischer Kerl, der eine Firma für Straßenreinigung führt, eine kleine, süße Familie hat und seinen eigenen Weg geht. Es ist ja oft so, dass gerade junge Menschen mit Migrationshintergrund die Gelegenheit beim Schopfe packen und einfach mal etwas ausprobieren und vielleicht auch mal ein Unternehmen eröffnen, auf das viele andere wenig Lust hätten.

Doch die jungen Leute ziehen das dann durch, haben dann oft auch Erfolg damit und vor so etwas habe ich immer Respekt! Das ist ja quasi wie mein Motto: „German Dream“ – insofern konnte ich mich stark mit der Rolle identifizieren.

Sie haben den Begriff „German Dream“ erfunden und auch durch den Namen Ihres Musiklabels geprägt – wie kam das?

Sie haben völlig Recht und es soll sich jemand melden, wenn es nicht so ist – aber ich habe das Gefühl, dass ich den Begriff aus Zufall erfunden habe! Und dann habe ich damals mein Label so genannt. Heute ist „German Dream“ ein Begriff, der für Empowerment steht und für Menschen mit Migrationshintergrund, die ihren Traum in Deutschland verfolgen.

Und ich hoffe, dass ich dafür ein gutes Beispiel bin. Ich versuche es zumindest zu sein. Denn ich selbst bin auch durch viele Höhen und Tiefen in meiner Karriere gegangen, aber ich habe die Kurve bekommen und kann jetzt davon berichten und hoffentlich anderen damit helfen.

Inwiefern können Sie ein Vorbild für andere sein, was hat Sie als junger Kölner Rapper beeindruckt?

Mich hat damals schwer beeindruckt, wie die amerikanischen Rapper das gemacht haben. „From Zero to Hero“ sozusagen und deswegen habe ich das Musiklabel so genannt. Ich hatte damals noch nicht ganz den Weitblick zu dem Thema, den ich heute habe. Ich war ein Jugendlicher. Aber heute sehe ich, dass ich den unterbewusst doch immer hatte.

Es müssen immer noch mehr Bildungsmöglichkeiten und Chancengleichheit geschaffen werden, damit alle, die erst einmal einen anderen Background haben, schaffen können, was sie wollen. Ich weiß, dass das schwer ist und auch nicht jeder schaffen kann, aber ich würde gerne helfen, diese Schwierigkeiten zu verringern. Deswegen versuche ich mich immer wieder, mich zu engagieren, ob zum Beispiel bei Migrationskampagnen oder gegen Gewalt an Frauen.

Sich von unten nach oben hocharbeiten, so wie in den USA: Ist das auch in Deutschland so möglich?

Ich glaube, dass es möglich ist. Denn ich bin das Beispiel dafür! Aber ich weiß, dass es nicht leicht ist, aber was ist schon leicht im Leben? Doch genau dafür steht für mich der „German Dream“.

Es gibt die Überlegung, den Ausdruck „German Dream“ in den Duden aufzunehmen, warum ist Ihnen das wichtig?

Das wäre einfach eine große Motivation für viele Menschen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das, was ich gemacht habe, in einem anderen Land so hätte machen können. Und wenn der „German Dream“ in den Duden kommt – das fände ich einfach toll, das ist mein großer Traum: einer der Träume, die noch nicht wahr geworden sind!

Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass zum Beispiel eine Straße oder ein Platz in Köln-Kalk irgendwann so heißt. Wenn es schon eine Istanbulstraße in Kalk gibt, warum nicht auch einen „German-Dream-Platz“? So ein Straßenname könnte ein motivierendes Manifest sein.

Das Thema Träume und Selbstverwirklichung spielt ja auch in der Serie eine große Rolle – lebt „Firat“ den „German Dream“?

Schon, wobei man nicht vergessen darf, dass das eine Komödie ist und das jetzt nicht 1:1 mein Leben ist (lacht). Firat passieren auch viele witzige und tragische Dinge, sowas liebe ich selbst auch bei Filmen.

Ich habe sehr viele Vorbilder aus Amerika, bei denen man das auch schon sehen kann. Wie auch Will Smith: Das vergessen immer viele, der war früher Rapper! Und das ist schon wieder eine Parallele dazu. Will Smiths Leben ist der „American Dream“ und jetzt gibt es hier auch quasi die deutsche Version.

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