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Kölner ProblemortHotspot der Bettelmafia: So sieht es dauernd aus

Müll auf öffentlicher Treppe

Copyright: Ayhan Demirci

Seit Monaten geht das so: ein mittlerweile gewohntes Bild von der Treppe an der Komödienstraße.

Der Anblick ist immer wieder aufs Neue beschämend und es ist nicht weit vom Dom. Ein krasses Beispiel von Verwahrlosung in der Kölner Innenstadt, dem Kampf dagegen  - und einer Prise Hoffnung.

Schon seit mehreren Monaten plagen sich Geschäftsleute an der Komödienstraße mit Bettlergruppen und deren Hinterlassenschaften.

Zu einem Hotspot der Gruppierung ist die pittoreske Treppe zwischen Komödienstraße und der Straße Burgmauer geworden. Hier kommen die zahlreichen Männer und Frauen fast regelmäßig zusammen - am Morgen, bevor es in die Einkaufsstraßen geht und am frühen Abend, bevor die Bettler ihr Nachtquartier vor einem leerstehenden Gebäude an der Zeughausstraße beziehen.

Müll wird achtlos zurückgelassen

Fotos, die die Anlieger gemacht haben, dokumentieren, dass die Gruppe Flaschen, Becher und Verpackungsmüll konsequent und achtlos auf den Stufen hinterlässt.

Die AWB würden ihr Bestes tun, sagt der Chef vom Restaurant „Great Wall“ - aber auf Dauer sei das kein Zustand. Auch würden Gäste auf den Restaurantterassen oder Passanten ungehörig angegangen. Das Ordnungsamt sei mehrfach kontaktiert worden. 

Geändert hat sich an der Situation eigentlich nichts. Auch der Pater der benachbarten Kirche St. Andreas hatte vor einigen Wochen eine unhaltbare Situation moniert. Die Bettler versammeln sich öfter auch am Verwaltungstrakt der Kirche, gleich gegenüber der Treppe.

Angesicht der verfahrenen Lage war es umso bemerkenswerter, was am Montagmorgen um acht Uhr zu beobachten war.

Typisches Bild: Die Treppe wird zum Treffpunkt der Gruppierung.

Copyright: privat

Typisches Bild: Die Treppe wird zum Treffpunkt der Gruppierung.

Eine offenbar der Bettlergruppe angehörende Frau sammelte in zwei Durchgängen Stück für Stück alles auf, was sich auf der Treppe an Müll befand und entsorgte den Abfall in einer Mülltonne auf der Straße. Geht doch!

Ob eine behördliche Androhung von Sanktionen (über die üblicherweise gelacht wird) oder Ermahnungen von Geschäftsleuten (werden sonst auch nicht ernst genommen) möglicherweise zu einem Sinneswandel bei den Müll-Ferkeln geführt hat, ist nicht bekannt – und ob er von Dauer ist, auch nicht. 

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