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Deutliche AnsageKölner Kult-Brauhaus kontert AfD-Aussagen

Brauhaus Reissdorf am Hahnentor (Archivbild).

Copyright: Alexander Roll

Das Brauhaus Reissdorf am Hahnentor (Archivbild).

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Deutliche Ansage im Veedel: Eine bekannte Kölner Kneipe wehrt sich gegen das Gerede der AfD und stellt sich schützend vor unsere Stadt.

Direkt im Herzen der City lässt ein traditionsreiches Lokal kein böses Wort auf die kölsche Heimat kommen!

Das Team vom Reissdorf-Team am Hahnentor teilte im Netz kräftig gegen rechte Stimmungsmache aus. Anlass boten die Aussagen der AfD über das Stadtbild in Köln. 

„Wir müssen mal etwas loswerden“

„Wir müssen mal etwas loswerden …“, so beginnt der Post auf Instagram. „Seit knapp sieben Jahren sind wir hier im Herzen der Stadt, genau da, wo viele betonen, dass das Leben immer unerträglicher wird.“

Die Stellungnahme folgte auf die Äußerungen durch Ulrich Siegmund, der für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September als Spitzenkandidat der AfD antritt. Im Podcast „Ungeskriptet“ zog er im Gespräch mit Benjamin Berndt über Köln her. Der AfD-Mann schwafelte darüber, sich in vielen Stadtteilen „nicht unbedingt sicher“ gefühlt zu haben. Das habe auch mit „Fremdsprachigen“ und „Symboliken“ zu tun.

Das Reissdorf-Team erklärte, dass man Schwierigkeiten rund um Drogenabhängige oder zunehmende Obdachlosigkeit keineswegs ausblende. „Nicht schön und oftmals einfach traurig, vor allem täglich zu sehen, wie viele Menschen abgehängt sind“, heißt es weiter. Doch solche Zustände beträfen nicht Köln allein, sondern viele Großstädte.

Dennoch kämen „täglich zwischen 250 und 350 Gäste zwischen 18 und 95 Jahren zu uns“, heißt es weiter. „Diese Menschen leben und arbeiten zum allergrößten Teil gerne hier im Veedel, oder kommen aus anderen Gegenden zu uns.“ Es gebe auch viele Touristen, die begeistert sind von „unserer geliebten Heimatstadt und unserer Art zu leben“.

Deutliche Worte: „Bunte, fröhliche und liebenswerte Stadt“

Auch hinter dem Tresen zeigt die Belegschaft täglich, wie Gemeinschaft funktioniert: „Bei uns arbeiten Mädels und Jungs aus sechs Ländern und drei Kontinenten, es gibt sogar zwei Fans von Bayer Leverkusen. Und das klappt ganz hervorragend, mit Respekt, Menschlichkeit und Miteinander.“ Genauso verhielten sich Bettelnde vor Ort fast ausnahmslos friedlich und respektvoll, „und stören weder uns, noch unsere Gäste“.

Das Team schließt mit den Worten: „In einer bunten, fröhlichen und liebenswerten Stadt, die bei all ihren Problemen jeden Tag einzigartig und ,dat Hätz vun dr Welt' ist.“

Mit ihrer klaren Haltung beweist die Kneipe  am Rudolfplatz eindrucksvoll, was Zusammenhalt in Köln bedeutet – und erteilt Vorurteilen eine deutliche Abfuhr. (mg)

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