Kölner Koch Er war schon in Abschiebehaft – jetzt die Wende im Fall Habib Khan

Der Koch der „Bagatelle“ Habib Khan (hier ein Foto von 2015) darf vorerst in Köln bleiben.

Der Koch der Südstadt-„Bagatelle“ Habib Khan (hier ein Foto vom 17. Oktober 2015) darf vorerst in Köln bleiben.

Wende im Fall Habib Khan: Der Koch der Kölner Südstadt-Gastronomie „Bagatelle“ sollte abgeschoben werden – nun darf er doch in Deutschland bleiben.

Habib Khan, der 27-jährige Koch des Kölner Restaurants „Bagatelle“, darf bleiben. Sein Abschiebeflug wurde gecancelt! Das verkündete das Ausländeramt des Rhein-Sieg-Kreises am Freitagnachmittag (25. März 2022).

Khan befand sich zuletzt in Abschiebehaft in Büren bei Paderborn und sollte in sein Geburtsland Bangladesch abgeschoben werden. Nun wurde der Fall aber noch einmal intensiv geprüft. Habib Khan wird aus der Abschiebehaft entlassen. Er erhält eine Aufenthaltserlaubnis zur Probe gemäß § 25 b Aufenthaltsgesetz NRW.

Köln: Habib Khan wird aus der Abschiebehaft entlassen

Habib K. darf während der nächsten sechs Monate einer Beschäftigung nachgehen, wenn er einen Arbeitsvertrag vorlegt. Außerdem verpflichtet er sich, im nächsten halben Jahr einen Pass zu beschaffen und die fehlenden Integrationsvoraussetzungen nachzuholen. Dabei handelt es sich um Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie ein Sprachzertifikat des Levels A2.

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„Meine Ausländerbehörde hat hier stets nach Recht und Gesetz gearbeitet – wir geben Habib Khan aber jetzt nochmal letztmalig die Chance, seinen Mitwirkungspflichten nachzukommen“, so Landrat Sebastian Schuster.

§ 25b AufenthG NRW eröffnet die Möglichkeit, einem geduldeten Ausländer eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn er sich nachhaltig in die Lebensverhältnisse der Bundesrepublik Deutschland integriert hat.

Der Fall Habib Khan hatte am Donnerstag (24. März 2022) nach einem Facebook-Post der „Bagatelle“ für jede Menge Wirbel gesorgt. Es wurde sogar eine Petition gestartet. Nun also das vorläufige Happy End.

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