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Neue Bahnen für Köln KVB plant Millionenprojekt – das können die neuen Modelle

Ein Einzelzug der KVB Straßenbahn Linie 3 fährt über die Severinsbrücke.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), hier eine Straßenbahn am 7. Januar 2021, wollen mehr als 500 Millionen Euro in neue Bahnen investieren.

Die Stadt Köln und die KVB wollen die Erneuerung der Stadtbahn-Flotte vorantreiben – das hat allerdings auch seinen Preis und wird seine Zeit dauern.

Köln. Im Rahmen der Erneuerung plant die KVB zunächst den Kauf von insgesamt 66 neuen modernen Hochflurbahnen. Die Gesamtkosten hierfür liegen bei rund 580 Millionen Euro, könnten sich aber noch erhöhen. Bis die neuen Modelle auf den Schienen in der Stadt zu sehen sind, müssen sich Kölner aber noch gedulden.

Köln: KVB will mehr Fahrgäste in den Bahnen der Linien 4, 13 und 18 ermöglichen

Insgesamt sollen 132 Hochflur-Stadtbahnwagen mit einer Länge von rund 30 Metern gekauft werden, von denen jeweils zwei Wagen über eine Schnelltrennstelle zu einem Zug mit einer Länge von etwa 60 Metern miteinander verbunden werden. Im Gegensatz zu den aktuell eingesetzten Stadtbahnen werden diese durchgängig begehbar sein.

Zudem sei es möglich die Fahrzeuge mit einem Zwischenmodul auf eine Länge von 70 Meter zu erweitern. Dann könnte eine Stadtbahn laut KVB insgesamt 440 Fahrgäste gleichzeit beförden. Dank dieser Zwischenmodule sollen so die Fahrgastkapazitäten auf den Stadtbahnlinien 4, 13 und 18 vergrößert werden.

Wie bei den 62 neuen Niederflurfahrzeugen, die im Juni 2018 vom Rat der Stadt Köln beschlossen wurden, soll auch bei den neuen Hochflurbahnen das Innenkonzept optimiert werden, um die Standzeiten an Haltestellen zu verkürzen.

Köln: KVB plant Erneuerung der Stadtbahnflotte für 580 Millionen Euro

Mit Blick auf alle Optionen, wie den möglichen Kauf von weiteren 60 Stadtbahnwagen und 23 Zwischenmodulen, könne das Gesamtvolumen von rund 580 Millionen Euro auf maximal 838 Millionen Euro steigen. Bis 2031 stehen zum Kauf von Stadtbahnen Landesmittel in Höhe von jährlich 8,5 Millionen Euro zur Verfügung, die jedoch bereits durch andere Projekte gebunden seien. Daher sollen die von der KVB zu übernehmenden Investitionen über ein Gesellschaftsdarlehen der Stadt finanziert werden.

„Ein leistungsfähiger und attraktiver Nahverkehr ist entscheidend, um unser Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Um den ÖPNV in Köln zu stärken, treiben wir die Erneuerung der Stadtbahnflotte mit erheblichen Investitionen voran“, erklärt Oberbürgermeisterin Henriette Reker dazu. „Wir werden die Leistungsfähigkeit des ÖPNV damit verbessern. Die modernen Fahrzeuge werden es für die Kölnerinnen und Kölner noch attraktiver machen, auf den ÖPNV umzusteigen“, hofft Reker.

Laut Zeitplan soll Anfang 2022 eine Ausschreibung für das Projekt veröffentlicht werden. Zwei Jahre später, im Jahr 2024, soll der Auftrag vergeben werden und im Jahr 2027 sollen dann fünf Langzüge inklusive Zwischenmodul getestet werden. Die Auslieferung der Serienfahrzeuge ist dann ab dem Jahr 2028 geplant. Am 9. November soll der Stadtrat die Flottenerneuerung in einer Sitzung beschließen. (cho)

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