Aufatmen in Köln! Nach erbittertem Zoff um die Lizenz steht fest: Die beliebte Deutzer Kirmes kehrt zurück.
Nach jahrelangem ZoffEntscheidung um Deutzer Kirmes endgültig gefallen

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Die Kölner Herbstkirmes an der Deutzer Werft im Abendlicht.
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Aufatmen in Köln! Nach einer langen Zwangspause und erbittertem Zoff ist die Zukunft der Deutzer Kirmes endlich gesichert.
Was viele gehofft hatten, ist jetzt offiziell bestätigt: Wilfried Hoffmann, ein Schausteller aus Leverkusen, wird die kommende Herbst-Kirmes in Deutz organisieren. Die Stadt Köln erteilte ihm am Montag (6. Juli) die entsprechende Genehmigung. Das bedeutet, dass das populäre Event auf der Deutzer Werft mit über 100.000 Gästen nach einer zweijährigen Unterbrechung wieder seine Tore öffnet.
Herbstkirmes in Köln-Deutz findet 2026 statt
Laut Angaben aus dem Rathaus wurde Hoffmann eine Lizenz zugesprochen, die bis Ende 2029 gültig ist. Dies berechtigt ihn zur Ausrichtung von insgesamt sieben Volksfesten, die traditionell zu Ostern und im Herbst stattfinden. Durch diesen städtischen Beschluss findet ein langwieriger und heftig ausgetragener Rechtskonflikt zwischen Hoffmann und der Gemeinschaft Kölner Schausteller e. G. (GKS) sein Ende.
Jahrzehntelang war die GKS für die Organisation der Deutzer Kirmes zuständig, doch im Jahr 2024 musste sie das Geschäft erstmalig an einen Wettbewerber abgeben. Hoffmann hatte sich damals die Erlaubnis für die Oster- und Herbstveranstaltungen gesichert, nachdem eine Vergabe scheiterte, eine Neuausschreibung nötig wurde und das Los letztlich für ihn entschied.
Als die Lizenz für den Zeitraum von 2025 bis 2029 ausgeschrieben wurde, sah es zunächst so aus, als ob die GKS im städtischen Verfahren die Oberhand behalten würde. Dagegen ging Hoffmann jedoch gerichtlich vor. Zunächst wandte er sich an die Vergabekammer Rheinland, welche die städtische Vergabe nicht kritisierte. In der zweiten Instanz vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) war sein Einspruch jedoch erfolgreich. In der Zeit des schwelenden Konflikts musste das Volksfest dreimal abgesagt werden: zu Ostern 2025, im Herbst 2025 und erneut an Ostern 2026.
Das OLG stellte in seiner Entscheidung vom Juni erhebliche Mängel im Vergabeprozess der Stadt Köln fest und untersagte die Lizenzvergabe an die GKS. Die Begründung lautete auf Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht. Konkret geht es um den Vorwurf, dass GKS-Vorstandsmitglied Otto Weber mit drei weiteren Personen aus dem GKS-Umfeld am 23. Februar 2024 auf der Mülheimer Kirmes am Wiener Platz Hoffmann verbal bedrängt und körperlich attackiert haben soll. Das Ziel sei gewesen, ihn zur Rücknahme seiner Bewerbung zu bewegen. Das Amtsgericht Köln stellte ein entsprechendes Verfahren im Februar 2026 gegen Geldzahlungen ein. Zusätzlich wird eine Sprachnachricht von Weber aus dem Januar 2024 als möglicher Aufruf zum Boykott gewertet.
Vorbereitungen für Herbst-Kirmes laufen an
Hugo Winkels, der Sprecher von Hoffmann, äußerte sich positiv zur Entscheidung der Stadtverwaltung. Er sagte: „Wir freuen uns auf eine familienfreundliche Kirmes am bewährten Ort und blicken nach vorn und nicht zurück.“ Die konkreten Vorbereitungen für die Herbst-Kirmes würden nun anlaufen, man sei zeitlich „alles im grünen Bereich“.
Winkels hob hervor: „Wir sind offen für eine Zusammenarbeit mit allen Schaustellern, die Interesse an der Deutzer Kirmes haben“, betonte er. „Alle sind herzlich willkommen.“ Man wolle zudem die gute Beziehung zu den Anwohnern, die 2024 aufgebaut wurde, weiterentwickeln und lege größten Wert auf die Aspekte Sicherheit und Sauberkeit. (red)
