Bombe in Köln Schon wieder an Krankenhaus: Weltkriegs-Blindgänger erfolgreich entschärft

Köln: Bombenentschärfung Köln-Lindenthal

Freitagmorgen, 24. September, an der Kitschburger Straße: Die Einsatzkräfte bereiten sich auf den Einsatz vor.

In Köln ist erneut eine Bombe gefunden worden. Jetzt ist klar: Die Entschärfung war erfolgreich!

Köln. Schon wieder Lindenthal! In dem Kölner Stadtteil ist am Donnerstagmittag (23. September) eine Fliegerbombe in der Werthmannstraße gefunden worden. Wie die Stadt Köln mitteilt, handelte es sich um eine englische Zehn-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. 2600 Menschen sind betroffen, der Gefahrenbereich beträgt 500 Meter.

Erneut betroffen ist das Krankenhaus Hohenlind, das wie schon bei zwei Bomben-Funden der Vorwochen komplett evakuiert werden muss. EXPRESS.de ist vor Ort und berichtet vom Einsatz.

Köln-Lindenthal: Bombe entschärft

  • Endlich ist es geschafft! Gegen 15.30 Uhr hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf die Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft.
  • Nach und nach sollen die Straßensperrungen aufgehoben werden. Für den Rücktransport der Patienten aus dem Krankenhaus Hohenlind sollen jedoch manche Straßen länger gesperrt bleiben. Die Kölnerinnen und Kölner können nun in ihre Häuser und Wohnungen zurück.

Köln: Bombenentschärfung verzögert sich

  • Die Bombe soll jetzt entschärft werden. Gegen 15.15 Uhr wurde die Freigabe erneut gegeben. Der Kampfmittelräumdienst hat mit den Arbeiten zur Entschärfung begonnenen.
  • Die Entschärfung der Bombe in Köln-Lindenthal verzögert sich, weil sich Personen im Gefahrenbereich befinden. Die Freigabe zur Entschärfung der Bombe wurde gegen 15 Uhr zurückgezogen.
  • Um 14 Uhr haben die Ordnungskräfte in Köln-Lindenthal ihren zweiten Klingeldurchgang beendet.

Bombe in Köln: Entschärfung soll ab 14.30 Uhr stattfinden

  • Auch aus dem Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind konnten mittlerweile alle Patienten in Sicherheit gebracht werden.
  • Ab 14.30 Uhr fährt die Linie 7 nicht mehr, der Bus 136 wird umgeleitet Der Luftraum ist während der Entschärfung gesperrt.

Bombe in Köln: Evakuierung der Bewohner noch nicht abgeschlossen

  • 13.30 Uhr: Die Evakuierungsmaßnamen im Stadtteil verzögern sich. „Die Evakuierungsmaßnahmen, die für die Entschärfung der englischen Zehn-Zentner-Bombe erforderlich sind, schreiten voran. Um 12.10 Uhr war der erste Klingeldurchgang beendet, alle Anwohner zeigten sich kooperativ und verließen ihre Wohnungen. Der zweite Klingeldurchgang läuft“, sagt Stadtsprecher Robert Baumanns.
  • Die Krankenhaus-Evakuierung verzögert sich. „Durch die extrem angespannte Verkehrssituation in der Stadt verzögert sich die Evakuierung der Patienten aus dem Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind. Die Krankentransporte kommen nur langsam durch den Verkehr zu den aufnehmenden Krankenhäusern durch“, so der Stadtsprecher weiter. Noch sei unklar, wann der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung der Bombe loslegen kann.

Bombe in Köln: Dritter Blindgänger in Lindenthal in kurzer Zeit

Am frühen Freitagmorgen ging es in der Kitschburgerstraße hektisch zu. Zahlreiche Ordnungskräfte, die Polizei, ASB, Johanniter und Mitarbeiter vom Roten Kreuz hatten sich versammelt, um nach dem dritten Bombenfund die Evakuierung anzugehen. „Wir sind mit 80 Mitarbeitern vor Ort und zehn Ordnungskräfte aus Düsseldorf sind zur Unterstützung dabei sowie die Polizei mit fünf Beamten“, sagte Ordnungsamtsprecher Horst Janke vor Ort gegenüber EXPRESS.de.

Die größte Herausforderung für die Einsatzkräfte sei die Evakuierung des Hohenlind-Krankenhauses. „Am Donnerstag wurden bereits 360 Patienten evakuiert. Seit 9.15 Uhr werden weitere 107 in Sicherheit gebracht“, so Janke. Niemand könne sicher sein, dass dies die dritte und letzte Bombe im Veedel sei. „Das kann niemand seriös beantworten“, so Janke. „Wenn heute keine weitere Bombe gefunden wird, sind wir hoffentlich nachmittags fertig“, sagte der Sprecher.

Nathalie und Evelyn, zwei Mitarbeiterinnen vom Ordnungsamt, schauen in die Kamera.

Nathalie und Evelyn sind zwei Mitarbeiterinnen vom Ordnungsamt, die am 24. September beim sogenannten Klingelrundgang eingesetzt wurden.

EXPRESS.de begleitete zwei Mitarbeiterinnen des Ordnungsamts beim ersten Klingelrundgang. „Wir kennen die Leute schon“, sagen Nathalie und Evelyn. Anwohner hatten eine Viertelstunde Zeit, um das Haus zu verlassen. Dass es nun schon das dritte Mal in kurzer Zeit ist, stößt nicht auf Gegenliebe. „Die Leute fahren schneller aus der Haut. Ich kann den Ärger verstehen“, sagt Evelyn.

Der Grund für die vielen Bomben in Lindenthal? Das riesige Baufeld mit vielen Altmetallen im Boden konnte bisher nicht komplett sondiert werden. Betroffen waren im bisher größten Evakuierungsbereich auch die Linie 7 und die Buslinie 136. Die Linie 7 fuhr bis zum Entschärfungsbereich durch und wurde dann umgeleitet, so auch Bus 136.

Blick auf das Baugrundstück

Das Baugrundstück an der Werthmannstraße am Freitag, 24. September. Hier wurde die Bombe gefunden. 

„Ab dem Zeitpunkt der Evakuierung gegen 9 Uhr am Freitag werden Militärring, Dürener Straße, Bachemer Straße und Decksteiner Straße für den Verkehr gesperrt“, hieß es bereits am Donnerstag von der Stadt Köln. Betroffen waren auch die Bahn der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK). Autofahrerinnen und Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren.

Bereits am 9. und am 16. August waren Bauarbeiter auf Blindgänger gestoßen, in beiden Fällen waren auch Patientinnen und Patienten des Krankenhauses St. Elisabeth von der Evakuierung betroffen. 

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