250-Kilo-Blindgänger Weltkriegs-Bombe in Köln: Entschärfung war erfolgreich

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Auf einer Baustelle an der Uniklinik ist am Dienstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Köln – Köln mal wieder in Aufruhr wegen einer Bombe: Bei Bauarbeiten wurde am Dienstagvormittag (20. Oktober) in Köln-Lindenthal ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Am Mittwoch um 13.31 Uhr dann die erlösende Nachricht: Entschärfung erfolgreich!

Die wichtigsten Daten zum Bombenfund am Dienstag, den 20.10.2020 in Köln-Lindenthal:

  • Fundort der Bombe:
  • Art der Bombe:
  • Zeitpunkt der Entschärfung:
  • Evakuierungsradius:
  • Menschen im Evakuierungsradius:

Es handelte sich hierbei um eine englische Fünf-Zentner-Bombe. Der genaue Fundort befindet sich an der Robert-Koch-Straße, etwa auf Höhe der Hausnummer 20.

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Bombe in Köln-Lindenthal: Evakuierung am Mittwoch erfolgreich 

Die Entschärfung sollte nach Angaben der Stadt Köln noch am Dienstag durchgeführt werden. Doch das war bereits im Laufe des Nachmittags kein Thema mehr. Neuer Termin: Mittwoch (21. Oktober), ab 9 Uhr sollte es losgehen.

Der Grund: Für die Entschärfung mussten auch Teile der Uniklinik evakuiert werden, darunter die Geburtsstation. Betroffen sind die Frauenklinik, die Zahnklinik, die Klinik für Orthopädie sowie das Krankenhaus Weyertal, teilte die Stadt mit.

Insgesamt etwa 30 Neugeborene mussten verlegt werden, allerdings nur innerhalb des Klinik-Campus.

Wie die Universität zu Köln am Dienstagnachmittag bestätigte, bleiben am Mittwoch insgesamt 32 Objekte der Uni geschlossen, darunter unter anderem die Mensa an der Robert-Koch-Straße sowie das Hörsaal- und Seminargebäude (Universitätsstraße 35 bzw. 37).

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Für die Entschärfung müssen auch Frühchen und Neugeborene verlegt werden, allerdings nur innerhalb des Klinik-Campus.

„Die Evakuierung der betroffenen Patienten bedarf eines zeitlichen Vorlaufs, der bei den Planungen berücksichtigt wurde”, teilte die Stadt mit.

Eine Evakuierung des Bereichs rund um den Fundort war natürlich dennoch nötig. Der Evakuierungsbereich wurde mit 300 Metern rund um den Standort der Bombe festgelegt.

Der Ablauf am Mittwoch: Das Ordnungsamt hatte gegen 10 Uhr den ersten Klingelrundgang beendet. Der zweite Durchgang war um 12.10 Uhr beendet. Die Freigabe zur Entschärfung wurde um 13.07 Uhr erteilt.

Nach erfolgreicher Entschärfung können die Anwohner nun zurück in ihre Häuser. Im Verkehr kann es wegen Krankentransporten rund um die Klinik noch zu Verzögerungen kommen. Die Sperrungen sind aber aufgehoben.

Evakuierung

Der Evakuierungsradius zur Bombe in Köln-Lindenthal.

Der letzte Bombenfund in Köln ist gerade einmal eine knappe Woche her: Am Mittwoch (14. Oktober) wurde am Hermeskeiler Platz, bei Bauarbeiten für das neue Gebäude der KVB, ein Blindgänger gefunden. Da aber frühzeitig klar war, dass wegen des fehlenden Zünders keine Gefahr von der Bombe ausging, konnte sie abtransportiert und auf eine Evakuierung verzichtet werden.

Bombe in Köln: Entschärfung in Klettenberg zog sich bis in die Nacht

Ganz anders sah es eine Woche zuvor bei der Bombe in Köln-Klettenberg aus, die nicht nur die Evakuierung von vielen Menschen erforderte, sondern bei der sich auch die Entschärfung bis weit in die Nacht zog.

Es handelte sich um eine Zehn-Zentner-Bombe mit einem Langzeitzünder. Der Fundort befand sich auf der Luxemburger Straße auf Höhe der Hausnummer 342 (zwischen Sülzgürtel und Militärringstraße).

Etwa 7200 Menschen mussten aus dem Evakuierungsbereich gebracht werden, der sich rund 500 Meter um den Fundort zog. Die Maßnahmen zogen sich bis in die Nacht hinein, die Bombe konnte letztlich erst gegen 1.10 Uhr kontrolliert gesprengt werden. (tw)

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