„Es reicht!“: In Köln demonstrieren Beschäftigte und Betroffene gegen Sparwahn und für bessere medizinische Versorgung.
Es herrscht NotstandBeschäftigte demonstrieren in Köln: „Es reicht!“

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Mit Transparenten und selbstgemalten Plakaten machten die Demonstrierenden bei der Kundgebung „Es reicht! Gesundheit statt Sparwahn“ auf die kritische Lage aufmerksam.
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„Es reicht! Gesundheit statt Sparwahn“: Unter diesem Motto haben sich in Köln Menschen aus dem Gesundheitswesen und Betroffene zu einer Kundgebung versammelt. Zum Start standen Dr. Bea Merscher und Dr. Carsten Stöber zusammen auf der Bühne, und zwar ganz pünktlich.
Merscher bedankte sich als Erstes bei allen, die gekommen waren. Die Kinderärztin hatte zuletzt mit ihrer Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz Aufsehen erregt. Auf der Kundgebung gab sie zu bedenken: Bei der Lage im Gesundheitswesen müssten hier eigentlich Hunderttausende stehen, wenn nicht sogar Millionen.
Kundgebung in Köln: „Es reicht! Gesundheit statt Sparwahn“
Statt daheim Netflix zu schauen, seien die Demonstrierenden gekommen. Sie zeigten Präsenz und bezögen Haltung, so Merscher. Ihr Kommentar dazu: „Das ist Demokratie.“ Außerdem warb sie dafür, sich ihrer Gemeinschaft anzuschließen.
Die Kinderärztin hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, als sie sich in der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz“ einen heftigen Schlagabtausch mit dem Bundeskanzler lieferte und von ihm wissen wollte, warum er seinen Amtseid breche und menschenverachtende und zerstörerische Gesetze wie das Sparpaket bei den Gesundheitsausgaben erlasse.
Unter welchem Druck Arztpraxen und medizinisches Personal stehen, erleben Merscher und Stöber jeden Tag im Job. Merscher setzt dabei auf ihre Reichweite in den sozialen Netzwerken und auf ihre Auftritte im Fernsehen. Ihr Thema: die Folgen von Sparmaßnahmen in der Kinderheilkunde.

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Auftakt auf der Bühne: Dr. Bea Merscher und Dr. Carsten Stöber sprachen zu Beginn der Kundgebung „Es reicht! Gesundheit statt Sparwahn“ vor den versammelten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Köln.
Stöber macht deutlich, wie schwer es für Hausärzte auf dem Land inzwischen ist, unter den aktuellen Bedingungen eine Praxis zu betreiben. Was die beiden fordern? Weniger Bürokratie und Geld, auf das sich die Arztpraxen verlassen können. So soll die ambulante Versorgung von Patientinnen und Patienten auch künftig gesichert bleiben.

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„Mehr Herz, weniger Merz!“ fordert eine Teilnehmende.
Danach traten nacheinander die angekündigten Rednerinnen und Redner auf. Unter ihnen waren Ärztinnen und Ärzte, Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen und Betroffene.
Ungewöhnlich für eine Demo war auch das Programm drumherum. Zu einer eigens komponierten „Punkt 12“-Hymne wurde auf der Bühne und davor gesungen und getanzt. Mit dabei waren nicht nur die Rednerinnen und Redner, sondern auch ihre Kinder, darunter Kinder mit Behinderungen und Beeinträchtigungen. Auch um deren Situation ging es in den Reden. (red)
