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Dahinter steckt eine klare BotschaftRote Funken verleihen Burmester Spitznamen

Torsten Burmester bei seiner Vereidigung bei den Roten Funken.

Oberbürgermeister Torsten Burmester (2.v.l.) wurde am Mittwochabend (7. Januar 2026) auf die Fahne der Roten Funken vereidigt.

Die Roten Funken haben beim Regimentsexerzieren Kölns neuen Oberbürgermeister Torsten Burmester vereidigt. Zudem wurde ein Mitglied ganz besonders gefeiert.

„Mer dun et för Kölle“. Das Sessionsmotto gilt im übertragenen Sinne auch für den neuen Oberbürgermeister Torsten Burmester. Der 62-Jährige steht vor großen Herausforderungen in der Stadt.

Dies berücksichtigten die Roten Funken bei ihrer Suche nach einem  Spitznamen für den OB. Beim Regimentsexerzieren im Maritim-Hotel wurde Burmester am Mittwochabend (7. Januar 2026) als Obrist vereidigt.

Rote Funken nehmen Kölns neuen OB Torsten Burmester als Mitglied auf

Damit reiht er sich in die Ära von Fritz Schramma („Schrom“), Jürgen Roters („Domstürmer“) oder zuletzt Henriette Reker („Agrippina Courage“), die als erste Frau in der Geschichte des Traditionskorps ernannt wurde, ein. Zusammen mit den Rekruten der Roten Funken zog der OB in großer Uniform auf die Bühne.

Bei der Vereidigung auf die Fahne erklärte Präsident Dirk Wissmann noch einmal, warum man die Satzung geändert habe. Bisher wurde Kölns Stadtoberhaupt traditionell zum Mitglied ernannt. Das Traditionskorps möchte aber möglichen politischen Veränderungen entgegenwirken. Bei Burmester hatte der Vorstand der Aufnahme aber klar zugestimmt.

„Die Änderung unserer Satzung erlaubt es uns, im Vorfeld darüber abzustimmen, ob wir ein neues Stadtoberhaupt ernennen oder nicht. Es bedeutet nicht, dass wir nicht jemanden automatisch ernennen würden, der seine Wurzeln in den Werten des freiheitlich demokratischen Grundgesetzes hat“, sagte Wissmann.

„Ich habe Torsten Burmester als einen sehr unkomplizierten Menschen kennengelernt, der nicht nur zuhört, sondern auch viel bewegen will. Er interessiert sich nicht nur für Kölns Probleme, sondern er will diese mit vollem Einsatz beheben. Ein Mensch, der viel bewegen will und der auch viel bewegt, nennt man in Köln einen ‚Packan‘. Da er ein solcher Mensch ist, trägt er ab heute den Spitznamen ‚Packan‘.“

Dirk Wissmann ernennt Torsten Burmester bei den Roten Funken.

Rote-Funken-Präsident Dirk Wissmann (l.) verpasste Oberbürgermeister Torsten Burmester den Spitznamen „Packan“.

Mit stehenden Ovationen und tosendem Applaus war zuvor Oskar Hamacher (92) von seiner Funken-Familie gefeiert worden. Seit 75 Jahren ist Hamacher, der den Spitznamen „Pief“ trägt, stolzes Mitglied. Für ihn gab es eine Premieren-Auszeichnung.

Er erhielt ein Originalabbild des „möden Funks“, der an der Ulrepforte steht. „Die in Bronze gegossene Statue wird in Zukunft nur für ganz besondere Leistungen verliehen“, sagte Wissmann.

Dirk Wissmann und Hans Willy Fahnenbruck ehren Oskar Hamacher.

Dirk Wissmann (l.) mit Oskar Hamacher (M.), der für 75 Jahre Mitgliedschaft bei den Roten Funken geehrt wurde. Vom Präsidenten und von Hans Willy Fahnenbruck gab es die Auszeichnung.

Mit viel Witz bedankte sich der Jubilar, der eigentlich schon fast 80 Jahre Mitglied ist. „Ich war zwar bereits mit 15 Jahren Jungfunk, aber Mitglied werden konnte ich erst mit 18 Jahren.“

Einen Dank richtete der 92-Jährige auch an Heinz-Günther Hunold, den Ehrenpräsidenten der Roten Funken, der selbst für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Der Erste, der Hamacher zum Jubiläum gratulierte, war Ludwig Sebus. Mit seinen 100 Jahren, ist er der älteste noch lebende Rote Funk.

Ludwig Sebus grüßt in seiner Uniform als Roter Funk.

Mit seinen 100 Jahren ist Ludwig Sebus der älteste noch lebende Rote Funk. Auch der Grandseigneur war zum Regimentsexerzieren ins Maritim-Hotel gekommen.

Auch Sängerin Marita Köllner (67) war Gast der Roten Funken. „Et fussich Julche“ wurde nicht nur passend zu ihrem 60. Bühnen-Jubiläum für ihr Engagement im Karneval zum Ehren-Obrist der Reserve ernannt, den höchsten Rang, den man als Ehrenmitglied erreichen kann.

Sie traf im Saal auch auf Chefarzt Prof. Dr. Jan-Malte Sinning. Der hat Köllners Mann Peter Anfang des Jahres im St. Vinzenz-Hospital einen Stent gesetzt. „Bei einer Herzkatheter-Untersuchung stellte man fest, dass die Ader an der Vorderwand des Herzens zu 80 Prozent zu war“, sagte die Sängerin zu EXPRESS.de. „Der Eingriff ist gut verlaufen und Peter ist schon wieder zu Hause.“

Marita Köllner mit Artz Jan-Malte Sinning.

Marita Köllner zusammen mit Prof. Dr. Jan-Malte Sinning. Der Chefarzt der Kardiologie des Vincenz-Krankenhauses, setzte bei ihrem Ehemann Peter einen Stent.

Thema beim Abend war auch die Kötterbüchs-Aktion, die erneut ein voller Erfolg war. Durch die grandiose Spendenbereitschaft konnten die Roten Funken dem Vorsitzenden der Freunde und Förderer des Kölnisches Brauchtums, Bernhard Conin, in der letzten Session einen Scheck in Höhe von 50.000 Euro für den Erhalt der Schull- un Veedelszöch überreichen.

Im Rahmen des Regimentsexerzierens übergab Conin symbolisch die „Kötterbüchs 2027“ an Pfarrer Franz Meurer, denn in dieser Session sammeln die Roten Funken für die Ferienaktion „Hövi-Land“, das Ferienprogramm für Kinder aus Höhenberg und Vingst.