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In Biografie verraten Der pure Zufall: Kölner Legende brachte Guido Cantz zum Karneval

Guido Cantz als Redner auf der Bühne bei der Proklamation des Porzer Dreigestirns. Foto von Martina Goyert, honorarfrei

Guido Cantz, hier bei der Proklamation des Porzer Dreigestirns im Januar 2021, hat seine Biografie auf den Markt gebracht.

Nach seinem angekündigten Aus bei „Verstehen Sie Spaß?” stehen im Leben von Guido Cantz die nächsten Kapitel an. Am 19. August wird er 50 Jahre alt, jetzt brachte er seine Biografie auf den Markt.

Köln. Nur noch wenige Tage, dann bricht ein neues Jahrzehnt an, zumindest für Guido Cantz. Der Kölner TV-Moderator und Karnevals-Star feiert am nächsten Donnerstag (19. August) seinen 50. Geburtstag. Zeit, Bilanz zu ziehen, ob im Kopf oder eben in gedruckter Form als Biografie. Guido Cantz hat sich für Letzteres entschieden, am Donnerstag (12. August) ist seine Autobiografie „Bauchgefühl und Gottvertrauen – Mein Leben von 1971 bis 20 Uhr 15” erschienen.

Auf 256 Seiten packt Cantz über sein Leben aus – angefangen in der Kindheit über große Vorbilder in der Jugend, den Schritt auf die Bühnen Deutschlands und schließlich den Job als Moderator von „Verstehen Sie Spaß”, den der (noch) 49-Jährige im Dezember nach zwölf Jahren an den Nagel hängen wird. Als Nachfolgerin steht Barbara Schöneberger bereit.

Guido Cantz: Biografie, Geburtstag, dann Abschied von „Verstehen Sie Spaß?”

In Kapitel 4 („Per Zufall im Karneval”) widmet sich Cantz seinen Anfängen, besser gesagt der Zeit, als er als Büttenredner im Kölner Karneval entdeckt wurde. Ein Polterabend im Jahr 1990 in Porz, bei dem der junge Guido als Redner auftrat, sollte eine schicksalhafte Entwicklung nehmen.

Das Cover der Biografie „Bauchgefühl und Gottvertrauen” von Guido Cantz. Foto wurde vom Verlag an Thomas Werner geschickt, honorarfrei

Das Cover der Biografie „Bauchgefühl und Gottvertrauen” von Guido Cantz.

„Der Abend lief richtig gut, die Festgesellschaft im Nebenzimmer lachte lauthals über meine Parodien und im Gastraum saß einer der bekanntesten Redner des Kölner Karnevals: Peter Raddatz“, schreibt Cantz.

Kölner TV-Star Guido Cantz bringt Biografie auf den Markt

Raddatz (79), als „Dä Mann met däm Hötche“ jedem Karnevals-Fan ein Begriff, hatte zu der Zeit ein gebrochenes Bein, konnte sich nicht problemlos in Richtung Nebenzimmer bewegen. Doch seine Neugierde war aufgrund so lautstarker Fröhlichkeit geweckt. Also fragte er eine Bedienung, wer da gerade die Menschen so zum Lachen brachte. „Das ist so ein Typ aus Porz, ein ganz lustiger Vogel”, soll sie geantwortet haben. 

Nach dem Auftritt wurden Raddatz und Cantz einander vorgestellt. Die Karnevals-Legende forderte ein Video des Auftritts, falls vorhanden, und die Telefonnummer von Cantz. Er werde sich melden, hieß es. „Ich habe nicht ernsthaft damit gerechnet, dass sich daraus etwas ergibt”, schreibt Cantz. „Typisches Kneipengespräch, dachte, ich, vielleicht wollte er ja auch nur nett sein.” Doch er sollte sich täuschen.

Peter Raddatz bringt Guido Cantz in den Kölner Karneval

Ein paar Wochen später erhielt Cantz, damals noch im Wehrdienst, einen Anruf von Raddatz. Er wolle ihn beim Stammtisch Kölner Karnevalisten vorstellen, dort werde immer Nachwuchs gesorgt. Im Casino des Reiterkorps Jan von Werth könne er vor den „Experten” auftreten.

Weiter ging es schon in der abgesagten Session von 1991. Cantz: „Als 1991 der Karneval aufgrund des Golfkriegs abgesagt wurde und damit ein Großteil der Sitzungen, der Straßenkarneval und die Züge ausfielen, beschloss der amtierende Karnevalsprinz von Porz (...), in seiner eigenen Kneipe ein Programm auf die Beine zu stellen.”

„Er war mein karnevalistischer Ziehvater, dem ich sehr dankbar bin“

Raddatz brachte Cantz ins Gespräch, verschaffte ihm den Auftritt. Damit war die Tür in den Karneval offen. „Seine Verlässlichkeit, die er als mein Fürsprecher an den Tag legte, ist der wichtigste Grund, warum ich diesen Weg einschlagen konnte. Er ist mein ‚karnevalistischer Ziehvater‘, dem ich sehr dankbar bin”, schreibt Cantz offen.

Im Frühjahr 1991 wurde Cantz als hospitierendes Mitglied in den Stammtisch Kölner Karnevalisten aufgenommen, bereits im Oktober stand er vor 1200 Menschen im Sartory-Saal auf der Bühne. Die Resonanz: beeindruckend. „‚Der Mann für alle Fälle‘ konnte auch in seiner Heimatstadt überzeugen”, so Cantz.

Karneval in Köln vor 30 Jahren: Guido Cantz wird zum Durchstarter

Die Kritiker waren sich einig: Hier wächst ein neuer Stern am Redner-Himmel heran, neben dem damaligen Durchstarter Tom Gerhardt galt Cantz schnell als neuer Shootingstar. Gut 30 Jahre später ist klar: nicht ganz zu Unrecht.

Die Biografie „Bauchgefühl & Gottvertrauen – Mein Leben von 1971 bis 20 Uhr 15” von Guido Cantz ist im Bonifatius Verlag (Paderborn) erschienen und für 22 Euro im Handel erhältlich. 

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