Die Karnevalsparty Stivvedanz von Jan von Werth erfreut sich großer Beliebtheit. Doch in diesem Jahr hagelt es Kritik.
„Ihr solltet euch schämen“Für beliebte Karnevalsparty hagelt es Kritik

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Nach einer Party des Reiterkorps Jan von Werth in den Sartory-Sälen (hier ist das Tanzpaar Lisa Quotschalla und Sascha Beslic bei einem Auftritt im Gürzenich zu sehen) hagelt es Kritik.
Fast 40 Euro gezahlt und dann wird’s eine Mega-Enttäuschung: Nach dem „Stivvedanz“ in den Sartory-Sälen am Samstag (14. Februar) machen viele Besucher und Besucherinnen ihrem Ärger Luft.
„Schlechteste Veranstaltung, die ich je besucht habe! Garderobe voll, der Hauptsaal geschlossen wegen Überfüllung! Nie wieder!“, schreibt eine Userin auf Instagram. Dort hagelt es nur so Kritik für die Karnevalsparty vom Reiter-Korps „Jan von Werth“.
Mega-Kritik an Stivveldanz: Gäste äußern sich auf Instagram
Auf dem Programm standen Top-Bands wie Höhner, Druckluft, Klüngelköpp und Räuber. Doch zahlreiche Gäste konnten sich für die Auftritte nur schwer begeistern: Während drinnen die Stimmung kochte, standen sie vor verschlossenen Saaltüren.
„Ihr solltet euch schämen!! Da geht man mal kurz auf Toilette, was an Karneval nun mal dazugehört, und kommt nicht mehr in den Saal zu seiner Gruppe, die alle Wertsachen, Handy etc. haben!“, schimpft ein Gast. „Man zahlt für ein Ticket, um eine Veranstaltung zu sehen, wie bei einem Konzert, und dann wird einem die Veranstaltung verweigert!“ Für die Planung hat er nur ein Wort: „beschissen“.
Eine Insta-Userin ärgert sich auch über die Organisation der Säle. Nach dem Toilettengang sei man nicht mehr reingkommen. Und die zwei Damen an der Garderobe seien am Rande des Nervenzusammenbruchs gewesen. „Taten mir total leid!“, schreibt sie. Das Thekenpersonal empfand sie als völlig überfordert und gereizt.
„Kann mich vielen der Kommentare hier nur anschließen… was eine beschissene Organisation“, so eine andere Userin. „Nachdem völlig überfordertes und genervtes Personal versucht hat, die Leute vor den geschlossenen Türen in Schach zu halten, wurde logischerweise die Geduld und die Stimmung der Besucher immer schlechter. Auch wenn die Bands abgeliefert und für Stimmung gesorgt haben, war es schwer, dieses Chaos auszublenden, zumal es später an der Garderobe genauso kacke weiterging. Da hätte ich echt mehr erwartet! Sehr, sehr schade!!!“
EXPRESS.de hakte bei den Sartory Sälen und bei Jan von Werth nach, bat um Stellungnahme. Trotz Rosenmontag reagierte die Karnevalsgesellschaft direkt. „Wir verstehen den Unmut und nehmen die Kritik natürlich sehr ernst. Derzeit prüfen wir die Vorgänge. Wir stehen zudem bereits im Austausch mit Betroffenen und allen Verantwortlichen, um Lösungen zu finden“, so Christopher Schmitz, Pressesprecher bei Jan von Werth.
Er bittet um Verständnis, dass sie derzeit zu genauen Vorkommnissen noch keine Stellung beziehen können.
Derweil sammeln sich auf Instagram weitere enttäuschte Kommentare. Eine Besucherin schildert, dass sie um 18 Uhr vor Ort gewesen, aber in keinen der beiden Säle reingekommen seien. „Da die Organisatoren die Türen geschlossen haben“, schreibt sie. „Nach zweieinhalb Stunden haben sie die Veranstaltung verlassen, da weiterhin kein Einlass in die Säle gewährt wurde.“
Anderen erging es ähnlich. Ein Gast berichtet ebenfalls, die Veranstaltung verlassen zu haben, ohne eine Band gesehen zu haben. Eine Besucherin nennt es eine absolute Fehlorganisation, schildert, dass sie von einem Security angebrüllt, beleidigt und sogar bedroht worden sei. „Und das als Frau“, schreibt sie noch immer fassungslos. „Ein solches Auftreten ist nicht nur vollkommen inakzeptabel, sondern zeugt von einem erschreckenden Mangel an Professionalität.“
Sie spricht wohl vielen aus der Seele, wenn sie ergänzt: „Es hätte eine schöne Veranstaltung sein können – stattdessen bleibt leider ein sehr bitterer Eindruck.“ (iri)

