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Jan Böhmermann teilt ausAttacke auf Olympia-Träume: „Köln will eure Scheiße nicht“

Jan Böhmermann, hier bei einem Auftritt in der Lanxess Arena 2025, hält die Olympia-Bewerbung Kölns für problematisch.

Copyright: Arton Krasniqi

Jan Böhmermann, hier bei einem Auftritt in der Lanxess Arena 2025, hält die Olympia-Bewerbung Kölns für problematisch.

Klare Ansage von Jan Böhmermann: In seinem Podcast „Fest und flauschig“ zerlegt er die Olympia-Bewerbung Kölns und nennt seine Gründe.

Die Kölnerinnen und Kölner sind gefragt: Aktuell läuft in der Domstadt und 16 weiteren Orten in NRW die Abstimmung über eine Olympia-Bewerbung. Der Stichtag für den Ratsbürgerentscheid ist der 19. April, im Anschluss werden die Stimmen gezählt.

Die entscheidende Frage lautet: „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Köln an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“

Olympische Spiele in der Region Rhein/Ruhr? Stadt Köln ist gespalten

Ein Ja aus der Domstadt ist wohl entscheidend, weil Köln als „Leading City“ die Bewerbung anführen soll. Doch die Stadt ist gespalten: Oberbürgermeister Torsten Burmester und die Parteien SPD, CDU, FDP sowie Volt raten zur Annahme. Dagegen formiert sich Widerstand: Die Linke lehnt die Bewerbung ab, bei den Grünen ist man sich uneins. Auch die Initiative „Nolympia“ warnt vor allem vor den unkalkulierbaren finanziellen Belastungen.

Und dann ist da noch Jan Böhmermann, der eine ganz eigene, scharfe Meinung zu der Sache hat. In der aktuellen Folge von „Fest und flauschig“ nimmt er sich das Thema gemeinsam mit Olli Schulz vor.

Böhmermann startet seine Tirade mit den Worten: „Aus irgendwelchen Gründen hat die Stadt Köln sich in den Kopf gesetzt, Olympiastadt zu werden“. Der in Köln lebende Satiriker legt nach und schimpft: „Nur weil wir jetzt einen f... Bürgermeister haben, der aus dem Olympiamilieu kommt“.

Böhmermanns Zorn entzündet sich hauptsächlich am Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Ein Grund ist die kürzliche Entscheidung des Komitees, wieder genetische Geschlechtstests für Sportlerinnen bei internationalen Frauen-Wettkämpfen vorschreiben zu wollen.

Damit würde Transfrauen der Start in der Frauenkategorie verwehrt. Für den 45-Jährigen ein No-Go: „Wer sich so politisch instrumentalisieren lässt, wer mit den Diktatoren dieser Welt zusammenhängt, hat in Köln nichts zu suchen. Köln will eure Scheiße nicht!“, macht er unmissverständlich klar.

Böhmermann schießt gegen „Olympia-Torsten“

Er habe seinen Stimmzettel persönlich mit einem „dicken Edding“ und einem unmissverständlichen „Nein“ ausgefüllt, erzählt der Satiriker. Dann knöpft er sich den Oberbürgermeister vor, der früher an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) stand: „Olympia-Torsten, Köln hat andere Probleme als Olympiastadt zu werden“, lautet Böhmermanns Botschaft. Er zählt das Verkehrschaos in der Innenstadt und die ewige Baustelle der Opernsanierung als Beispiele auf.

Die städtische Infrastruktur sei schon bei normalen Großveranstaltungen überfordert, argumentiert Böhmermann, bei Olympia wäre ein Kollaps vorprogrammiert. Podcast-Partner Olli Schulz stimmt ihm zu: „Die Stadt ist viel zu verbaut für Olympia“. Schulz sieht Köln ohnehin als eine „Musikstadt“ mit einem außergewöhnlichen Publikum, die sich lieber darauf besinnen sollte. Böhmermanns vernichtendes Urteil über das IOC: Eine „korrupte, politisch sich nach jedem autoritären Wind drehende Kackorganisation“ sei in Köln fehl am Platz.

„Nein zu Olympia“, lautet sein unmissverständliches Fazit. Mit viel Sarkasmus schlägt er vor, die Ruderwettkämpfe doch einfach in der Straße von Hormus auszutragen, komplett mit Geschlechtskontrollen und Donald Trump als Ehrengast. Seine Botschaft an die Kritiker der Kölner Vielfalt: „In Köln werden keine Geschlechter getestet!“. Podcast-Partner Schulz fügt hinzu, die Domstadt sei eben „ein einziger schillernder Regenbogen“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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