Das Weiße Haus veröffentlicht Trumps Gesundheitsbericht – der Präsident soll „voll dienstfähig“ sein. Doch im Vergleich zum Vorjahr fehlen mehrere Angaben. Dazu kommen neue Details zu Gewicht, Puls und „Schwellung“.
Wie geht es Donald Trump wirklich?Neuer Gesundheitsbericht lässt aufhorchen

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US-Präsident Donald Trump geht nach der Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten am Memorial Day über den Arlington National Cemetery.
Das Weiße Haus hat den Gesundheitsbericht von Donald Trump (79) spät am Freitagabend veröffentlicht – und zeichnet das Bild eines Präsidenten in „ausgezeichneter Gesundheit“. Er sei „voll dienstfähig“ als Oberbefehlshaber. So steht es in einem dreiseitigen Memo von Trumps Arzt, Navy-Kapitän Sean Barbabella.
Doch genau dieses Dokument sorgt sofort für neue Fragen: Im Vergleich zum Bericht aus dem April 2025 fehlen laut US-Medien mehrere zuvor genannte Details zur Krankengeschichte.
Arztbericht geht auch auf Hämatome ein
Laut dem veröffentlichten Bericht erzielte Trump bei einem kognitiven Test die Maximalpunktzahl (30 von 30). Auch die Cholesterinwerte werden als auffällig gut dargestellt. Besonders skurril: Eine „KI-gestützte“ Auswertung eines EKG schätzt Trumps „Herzalter“ auf rund 14 Jahre jünger als sein tatsächliches Alter.
Gleichzeitig listet der Bericht aber auch Veränderungen auf, die Kritiker aufhorchen lassen. Demnach wiegt Trump nun 238 Pfund (ca. 108 Kilogramm) – 14 Pfund (6,35 Kilogramm) mehr als ein Jahr zuvor. Trotzdem habe er Beratung zu „fortgesetztem Gewichtsverlust“ erhalten. Außerdem stieg sein Ruhepuls von 62 auf 73 Schläge pro Minute. Und die Triglyceride, ein Blutfettwert, erhöhten sich laut Bericht von 56 auf 104 (weiterhin im Normalbereich, aber mit deutlicher Veränderung).
Neu ist zudem der Hinweis auf eine „leichte Schwellung der Unterschenkel“, die sich verbessert habe. Das fällt auch deshalb auf, weil es im öffentlichen Bericht nach der Untersuchung 2025 noch hieß, es gebe „normalen Blutfluss und keine Schwellung“.
Der Arztbericht geht auch auf Hämatome auf dem Handrücken ein – als Erklärung wird erneut häufiges Händeschütteln in Kombination mit einer Aspirin-Einnahme genannt.
Mehrere Diagnosen fehlen
Der größte Aufreger steckt jedoch zwischen den Zeilen: Laut „Daily Beast“ fehlen im Vergleich zum Vorjahresbericht mehrere zuvor veröffentlichte Diagnosen und Eingriffe in der öffentlichen Darstellung. Genannt werden dort unter anderem Divertikulose, ein gutartiger Darmpolyp, eine Katarakt-Operation, eine Blinddarm-OP sowie Befunde aus einer Darmspiegelung (Koloskopie) aus dem Jahr 2024.
Unterm Strich bleibt damit ein widersprüchlicher Eindruck: ein Arztbericht, der Trump nahezu „biologische Perfektion“ attestiert – aber zugleich auffällige Veränderungen und Auslassungen enthält, die neue Spekulationen erst recht befeuern. (mg)
