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+++ EILMELDUNG +++ „Einsatzkräfte geben alles“ Kölner Rettungsdienst erreicht Belastungsgrenze

+++ EILMELDUNG +++ „Einsatzkräfte geben alles“ Kölner Rettungsdienst erreicht Belastungsgrenze

„Einsatzkräfte geben alles“Kölner Rettungsdienst erreicht Belastungsgrenze

Ein Rettungswagen der Kölner Feuerwehr. Die Hitzewelle sorgt für viele Einsätze. (Archivbild)

Copyright: picture alliance/dpa

Ein Rettungswagen der Kölner Feuerwehr. Die Hitzewelle sorgt für viele Einsätze. (Archivbild)

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Die Kölner Rettungsdienste sind im Dauereinsatz. Sieben Menschen seien bereits bewusstlos in ihren Wohnungen aufgefunden worden.

Der Rettungsdienst in Köln fährt wegen der anhaltenden Hitzewelle an der Auslastungsgrenze, das teilte die Kölner Feuerwehr am Samstagnachmittag mit.

Die Auslastung sei so groß, dass mittlerweile auch Löschfahrzeuge zur Unterstützung des Rettungsdienstes zum Einsatz kommen müssten, hieß es weiter. „Unsere Feuerwehrleute sind mindestens Rettungssanitäter, viele auch Notfallsanitäter“, erklärte die Feuerwehr.

„Auch Menschen ohne Vorerkrankungen in Lebensgefahr“

„Unsere Einsatzkräfte geben gerade alles. Helft uns, indem ihr auf euch und eure Mitmenschen achtet“, appelliert die Feuerwehr in einem Beitrag im sozialen Netzwerk Instagram zudem an alle Kölnerinnen und Kölner. „Nehmt das bitte ernst.“

In den vergangenen 24 Stunden seien vom Kölner Rettungsdienst sieben Menschen bewusstlos in ihren Wohnungen aufgefunden worden – meist im Dachgeschoss, teilte die Feuerwehr zudem mit. Die betroffenen Personen hätten an Hyperthermie, also der Überhitzung des Körpers, gelitten. Eine Person habe reanimiert werden müssen.

Die Hitze sei für alle Menschen gefährlich, betonte die Feuerwehr zudem. „Auch Menschen ohne Vorerkrankungen, fit und mitten im Leben, befanden sich mit 42 Grad Körpertemperatur in Lebensgefahr.“Nach zehn Tagen ohne Erholung seien viele Körper „am Limit“, warnt die Feuerwehr.

Um den Rettungsdienst zu entlasten, sollten Maßnahmen ergriffen werden, um eine Überhitzung des Körpers zu verhindern. Es sei wichtig, regelmäßig zu trinken, körperliche Anstrengungen zu meiden und möglichst schattige Plätze oder kühle Räume aufzusuchen. Auch nasse Tücher auf Kopf, Handgelenken und Schienbeinen können helfen, so die Feuerwehr.

Eindringlich warnt der Rettungsdienst weiterhin davor, Kinder oder Tiere in Autos zurückzulassen. „Auch nicht kurz, auch nicht im Schatten. Lebensbedrohliche Temperaturen entstehen in Minuten“, so die Warnung der Feuerwehr. 

Bei Symptomen eines Hitzschlags solle jedoch sofort ein Notruf abgesetzt werden. Sollte die Körpertemperatur über 40 Grad steigen, die Haut heiß und trocken sein, kein Schwitzen mehr auftreten sowie Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit eintreten, müsse sofort ein Notarzt alarmiert werden, dann zähle „jede Minute“, so die Feuerwehr.

Hitzewelle bringt Kölner Rettungsdienst an Belastungsgrenze

Ein Sonnenstich sei wiederum meist kein Notfall. Dieser sei an Kopfschmerzen, einem getöteten Kopf, Schwindel, Übelkeit und Nackensteifigkeit zu erkennen. Betroffene Personen sollten den Schatten aufsuchen, sich hinlegen, kühlen und viel trinken. Wasser, Saftschorlen und elektrolytreiche Getränke seien geeignet, hieß es weiter. „Wartet nicht auf den Durst – dann ist es oft schon zu spät.“

Bereits in den vergangenen Tagen waren die Kölner Rettungsdienste aufgrund der Hitzewelle stark ausgelastet. Die hohe Auslastung wurde im Vergleich sichtbar: Während am 18. Juni bei einer Höchsttemperatur von 31 Grad bis 15 Uhr am Nachmittag 356 Einsätze verzeichnet wurden, waren es am Donnerstag (25. Juni) bis 15 Uhr bereits 448. Die Differenz zwischen den beiden Werten sei nahezu ausschließlich hitzebedingten Einsätzen geschuldet, erklärte ein Feuerwehr-Sprecher. (das)

Klappt das mit dem Spiegelei in der Sonne? Wir haben es ausprobiert.
Geht das?
Frage, die sich alle Kölner bei DER Hitze stellen