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Nach schwerem Unwetter in KölnUmgekippte Bäume, blockierte Wege: Das wird noch dauern

Eine vom Sturm entwurzelte Linde liegt auf dem Fahrrad- und Fußweg am Molenkopf in Niehl.

Copyright: Martina Goyert

Eine vom Sturm entwurzelte Linde liegt auf dem Fahrrad- und Fußweg am Molenkopf in Niehl.

Aktualisiert:

Das heftige Unwetter in der vergangenen Woche sorgte dafür, dass in Köln Bäume umgestürzt und zahlreiche größere Äste abgebrochen sind. Die Beseitigung der Schäden wird noch Tage dauern.

Entwurzelte Bäume, abgebrochene Äste, blockierte Wege: Die Folgen des schweren Unwetters vom vergangenen Wochenende sind an vielen Stellen der Stadt noch unübersehbar, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Die Aufräumarbeiten werden die Stadt Köln und private Grundstückseigentümer noch tagelang beschäftigen, es entstand erheblicher Sachschaden. Am Freitagabend war ab 19 Uhr ein Gewittersturm mit Starkregen und Hagel über Köln hinweggezogen und hatte einige Zerstörungen angerichtet.

Feuerwehr wurde wegen des Unwetters zu 160 Einsätzen gerufen

Am Rheinufer in Niehl stürzte eine große Linde auf den Fuß- und Radweg. Am Barbara-von-Sell-Berufskolleg in Nippes begrub eine entwurzelte Pappel einen Zaun sowie einen Carport mit zwei Autos unter sich. Am Alpinumweiher im Botanischen Garten brach ein  stattlicher japanischer Schnurbaum auseinander, der zu den Naturdenkmälern der Stadt Köln gehört. An der Peter-Müller-Straße in Mülheim fiel ein Ahorn auf mehrere geparkte Autos. 

Größere Schäden gab es auch an den Linden in der Alfred-Schütte-Allee in Deutz. Die Alleebäume waren bereits von dem Tornado am 22. Dezember 2023 stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

m Barbara-von-Sell-Berufskolleg in Nippes ist bei dem Unwetter am vergangenen Freitag eine Pappel umgestürzt. Ein Zaun und ein Carport mit zwei Autos darin wurden beschädigt.

Copyright: Michael Fuchs

m Barbara-von-Sell-Berufskolleg in Nippes ist bei dem Unwetter am vergangenen Freitag eine Pappel umgestürzt. Ein Zaun und ein Carport mit zwei Autos darin wurden beschädigt.

Die Feuerwehr wurde wegen des Unwetters zu 160 Einsätzen gerufen und war mit rund 300 Kräften vor Ort. „Wir sind vor allem wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste ausgerückt und mussten einige vollgelaufene Keller leerpumpen“, sagte Feuerwehrsprecherin Susanne Hörle.

Schwerpunkt im Westen, Nordwesten und der Innenstadt

Es habe Einsätze im gesamten Stadtgebiet gegeben, mit einem Schwerpunkt im Westen, Nordwesten und der Innenstadt. Der spektakulärste Einsatz spielte sich in der Belvederestraße in Junkersdorf ab. Dort drohte ein 20 Meter hoher Ahornbaum auf ein Haus zu stürzen. Die Feuerwehr setzte ihre beiden großen Mobilkräne und zwei Rüstwagen ein, um die Gefahr zu beseitigen. Dieser Einsatz habe bis Mitternacht gedauert, sagte Hörle. Meldungen über verletzte Personen habe es im Zusammenhang mit dem Unwetter keine gegeben.

Bei der Stadt Köln sind nach Angaben einer Sprecherin bereits rund 60 Meldungen über Schäden eingegangen, die am öffentlichen Baumbestand entstanden sind oder durch umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste verursacht wurden. Die genauen Zahlen würden erst in einigen Tagen vorliegen. „Standardmäßig wird nach Unwetterereignissen eine Zusatzkontrolle auf offensichtliche Schäden des Baumbestandes durch Mitarbeitende des Grünflächenamtes durchgeführt. Hier fällt dann der überwiegende Anteil an Baumschäden auf“, so die Sprecherin.

Der Schwerpunkt der Schäden liege in Nippes, Mauenheim, Mülheim, Deutz und teilweise in Marienburg. Meist handele es sich um Kronenausbrüche, bei denen der Wind einzelne Äste aus den Kronen herausgebrochen hat. „Das Problem bei Gewitterstürmen ist, dass diese häufig in den Sommermonaten auftreten und hier durch die volle Belaubung der Blätter die Segelwirkung der Baumkronen voll zur Geltung kommt.“ (red)

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