15-Millionen-InvestitionNach Wut über Ferien-Chaos: Flughafen Köln/Bonn zieht Konsequenzen

Passagiere stehen in einer Schlange von mehreren hundert Metern für die Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln-Bonn an.

Solche Bilder soll es nicht mehr geben: Passagiere stehen am 24. Juni 2022 mehrere hundert Meter in einer Schlange am Flughafen Köln-Bonn für die Sicherheitskontrolle an.

Vielen ist das Chaos der vergangenen Jahre noch hängengeblieben, wenn sie sich auf den Weg zum Flughafen Köln/Bonn machen. Nun greifen die Flughafen-Bosse tief in die Tasche.

Von Köln/Bonn aus in den Urlaub fliegen? Das war gerade in den Ferienzeiten 2021 und 2022 teilweise alles andere als entspannt. An der Sicherheitskontrolle fluppte zeitweise nichts, sodass sich XXL-Schlangen bildeten. Bei vielen Reisenden lagen die Nerven blank, einige verpassten deswegen sogar ihren Flug. 

EXPRESS.de berichtete mehrfach über die chaotischen Zustände. Jetzt will der Flughafen Köln/Bonn die Kontrollen in Eigenregie übernehmen und durch den Einsatz von Scannern deutlich schneller machen!

Flughafen Köln/Bonn: 15-Millionen-Investition nach Passagier-Frust

„Wir werden die Steuerung und Organisation der Sicherheitskontrollen ab 2025 selbst durchführen“, sagte Airport-Chef Thilo Schmid dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Schuld an den Mega-Schlangen gerade in der Ferienzeit war, dass unter anderem Kontrollpersonal fehlte. Deswegen hatte die bisher zuständige Bundespolizei im Sommer letzten Jahres einen weiteren Sicherheitsdienst eingesetzt.

Trotzdem ziehen die Flughafen-Verantwortlichen nun die Reißleine. „Unser Ziel sind optimale Abläufe im gesamten Flughafenbetrieb. Das geht am besten, wenn man wichtige Kernprozesse selber steuert“, begründet Airport-Chef Schmid den Schritt. 

Flughafen Köln/Bonn schafft komplett neue Kontroll-Infrastruktur 

Für Köln/Bonn hat die Entscheidung auch technische Änderungen zur Folge. Thilo Schmid: „Das heißt auch, dass wir eine komplett neue Kontroll-Infrastruktur schaffen werden. Das soll dann ab Sommer 2025 erfolgen und bereits im darauffolgenden Winter abgeschlossen werden.“

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Die Investitionen liegen bei satten 15 Millionen Euro. Denn die jetzige Technik sei in die Jahre gekommen, so Schmid weiter. 

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„Wir kaufen neue Scanner und schaffen moderne, komplett neue Kontrollspuren, die alle dann über moderne CT-Technik verfügen. Das macht es möglich, dass Teile des Handgepäcks, etwa Flüssigkeiten oder technische Geräte wie Laptops, nicht mehr einzeln ausgepackt werden müssen“, erklärt der Flughafen-Boss. 

Statt drei oder vier Wannen füllten die Passagiere dann nur noch eine, die Schuhe blieben an und der Gürtel auch an der Hose. „Das macht die Kontrollen um ein Vielfaches schneller und ist besonders für Familien eine enorme Erleichterung“, meint Schmid. (dth)