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Wieder XXL-Schlangen und blanke Nerven?Flughafen Köln/Bonn: Dieser Deal macht Hoffnung

Eine Menschenmasse steht vor der Sicherheitskontrolle an.

Noch immer knubbelt es sich am Flughafen Köln/Bonn vor der Sicherheitskontrolle, zum Teil bilden sich lange Schlangen. Das Foto ist vom Montag (22. Mai 2023).

Die Schlangen am Flughafen Köln/Bonn, die bis außerhalb des Gebäudes reichten, haben viele noch vor Augen. Wird es jetzt besser?

von Iris Klingelhöfer (iri)

XXL-Schlangen vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn, verpasste Flüge, blank liegende Nerven: Alle Reisenden haben gehofft, dass das Chaos vom letzten Jahr Geschichte ist. 

Fehlanzeige. Aktuell bilden sich wieder zum Teil hunderte Meter lange Schlangen, müssen Fluggäste teilweise bis zu einer Stunde warten. Und die Sommerferien stehen noch bevor ... Jetzt hat die Bundespolizei reagiert und am Freitag (2. Juni 2023) neben der Firma Securitas zum ersten Mal einen weiteren Sicherheitsdienst eingesetzt. 

Flughafen Köln/Bonn: Zweite Firma für Sicherheitskontrolle

Denn am Vormittag hatte sich erneut eine lange Schlange vor der Sicherheitskontrolle gebildet. „Zwischen 10.30 und 12 Uhr gab es eine erhöhte Wartezeit“, bestätigt Bundespolizeisprecher Christian Tiemann gegenüber EXPRESS.de. Er spricht von rund 40 Minuten, die Reisende anstehen mussten. Für die Bundespolizei ganz offensichtlich zu lange – und Grund zum Handeln!

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Tiemann bestätigt, dass der zweite Sicherheitsdienst zum Einsatz gekommen sei. „So konnten wir die Wartezeit stabilisieren und anschließend auch abbauen“, erklärt er. Bei dem Sicherheitsdienst handelt es sich um die Firma I-Sec. Der Bundespolizeisprecher: „Sie wird bei Bedarf von uns angefordert, in welcher Stärke, ist von der Lage abhängig.“ 

Für Özay Tarim von der Gewerkschaft Verdi ist die Sache klar: „Die Bundespolizei ist zu dieser Maßnahme gezwungen, weil Securitas den Auftrag zur Durchführung der Luftsicherheitskontrolle nicht vollumfänglich erfüllt! Die Beschäftigten von Securitas sind wieder die Leidtragenden dieser Missstände.“

Verdi-Sprecher spricht von „Paukenschlag“ für Flughafen Köln/Bonn

Dass die Bundespolizei vorsorglich einen zweiten Sicherheitsdienst einsetzen will, war letzte Woche bekannt geworden. Verdi-Sprecher Tarim nannte es gegenüber EXPRESS.de einen „Paukenschlag“. „Die Bundespolizei plant erneut – wie schon 2022 geschehen – eine zweite Sicherheitsfirma in der Fluggastkontrolle einzusetzen“, erklärte er. 

Bereits in den Tagen davor hätten sich immer wieder zu Stoßzeiten lange Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle gebildet. „Die Personalprobleme bei der zuständigen Sicherheitsfirma Securitas sind auch in diesem Jahr sichtbar“, beklagte der Verdi-Sprecher.

Securitas führt die Kontrollen im Auftrag der Bundespolizei durch, rechtlicher Auftraggeber ist hingegen das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums. 

Zweiter Sicherheitsdienst für Flughafen Köln/Bonn

Bundespolizei-Sprecher Christian Tiemann bestätigte bereits in der letzten Woche gegenüber EXPRESS.de den Einsatz eines zweiten Sicherheitsdienstes. Man habe dafür die Billigung des Beschaffungsamtes eingeholt, sagte er. Bei der weiteren Sicherheitsfirma handelt es sich um die I-Sec, die bereits im letzten Jahr bei den Checks ausgeholfen hat. 

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„Die Securitas hat uns versichert, dass sie in der Lage ist, auch den anstehenden Sommerreiseverkehr vernünftig zu managen. Dennoch haben wir uns vorsorglich für einen zweiten Sicherheitsdienst entschieden“, erklärte Tiemann.

Auch sie als Bundespolizei hätten mit „Staubildungen“ vor der Sicherheitskontrolle ihre Erfahrungen gemacht. „Das war für uns am Ende auch der Auslöser, vorsorglich einen zweiten Sicherheitsdienst zu engagieren“, so der Bundespolizeisprecher.  

Securitas-Sprecher Ulf Tiedemann: „Wir können vollumfänglich leisten. Die Bundespolizei als unser Auftraggeber ist natürlich frei, zusätzliche Ressourcen zu schaffen.“