Köln gibt weiter (kein) Gas Vorzeige-Projekt Eigelstein: Nächste autofreie Abschnitte festgelegt

Blick von der Straße auf die Eigelsteintorburg in Köln.

Am Eigelstein, hier ein Foto aus dem August 2021, setzt die Stadt Köln die Pläne in Sachen Autofreiheit weiter um.

Am Eigelstein in Köln schreitet das Projekt Autofreiheit weiter voran. Die Stadt Köln hat nun über die aktuellen Maßnahmen informiert.

Köln. Der Eigelstein wird autofrei – und das ist nun auch mehr und mehr sichtbar. Wie die Stadt Köln am Dienstag (14. September) mitteilt, wurde die entsprechende Beschilderung am Ende der vergangenen Woche umgesetzt. 

„Zwischen der Eisenbahnunterführung und der Eigelsteintorburg wurden weitere autofreie Abschnitte eingerichtet, in denen morgens zwischen 6 und 11 Uhr lediglich Lieferverkehr gestattet ist. Für Bewohner*innen bleibt die Zufahrt zu ihren Höfen und Tiefgaragen frei, wenn sie dort einen Stellplatz haben“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Stadt Köln.

Eigelstein wird autofrei: Stadt Köln informiert über aktuelle Maßnahmen

Auch Henriette Reker kommt zu Wort und zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung am Eigelstein: „Ich freue mich, dass sowohl Fußgänger*innen als auch Radfahrer*innen am Eigelstein mehr Platz erhalten. Die Einrichtung der neuen autofreien Bereiche ist ein wichtiger Schritt für das neue Gesicht des Eigelstein. Hier wird sichtbar, in welche Richtung wir weitere Geschäftsstraßen in der Innenstadt in den nächsten Jahren entwickeln und damit die Verkehrswende aktiv gestalten wollen.“

Der Bereich Lübecker Straße/Ecke Gereonswall bis Eigelstein/Torburg gilt nun als komplett autofrei, andere Bereiche sind zumindest eingeschränkt. Folgende Bereiche sind zwar autofrei, für die Bewohner aber mit Auto erreichbar und von 6 Uhr bis 11 Uhr aber für den Lieferverkehr frei:

  • Greesbergstraße/Thürmchenswall bis Dagobertstraße
  • Unter Krahnenbäumen bis „Im Stavenhof“
  • Weidengasse/Eintrachtstraße bis Machabäerstraße

In folgenden Abschnitten ist der Autoverkehr weiterhin erlaubt:

  • Thürmchenswall bis Greesbergstraße
  • Greesbergstraße bis Turiner Straße
  • „Im Stavenhof“ bis Dagobertstraße
  • Querung des Eigelstein aus „Unter Krahnenbäumen“ in die Eintrachtstraße
  • Eisenbahnunterführung bis Machabäerstraße

Wie die Stadt Köln weiter mitteilt, ist der Eigelstein ab sofort „Fahrradstraße“,  für Fahrradfahrer also in beiden Richtungen befahrbar. Auch im Thürmchenswall und in der Greesbergstraße wurde eine Fahrradstraße eingerichtet. Hier bleibt die Durchfahrt für den Kfz-Verkehr frei.

Stadt Köln: Eigelstein gilt als Vorzeigeprojekt in Sachen Autofreiheit

Der Eigelstein gilt als Vorzeigeprojekt der Stadt in Sachen Autofreiheit. Dem Fuß- und Radverkehr soll mehr Platz und Qualität geboten werden, gleichzeitig der Kfz-Verkehr reduziert werden. Dennoch soll eine gute Erreichbarkeit für die Anwohner beibehalten werden. 

Grafik zur Autofreiheitszone am Eigelstein.

Fußgängerzonen und Fahrradstraßen: Die Grafik erklärt die neuen Regeln am Eigelstein.

Ein ambitioniertes Projekt, das auch von kritischen Stimmen begleitet wird, die eine Verdrängung der Autos aus der Stadt fürchten. Im Sommer 2020 hatte die Stadt eine Maßnahme des Projekts vorgezogen: Der Abschnitt des Eigelsteins zwischen Eigelsteintorburg und Dagobertstraße wurde zur Fußgängerzone. (tw)

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