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Zusammen und für den guten Zweck Kölner Sportler wollen spektakulären Rekord knacken

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Der kenianische Läufer Eliud Kipchoge rannte im Oktober 2019 als erster Mensch einen Marathon in weniger als zwei Stunden.

Köln – Am 21. Oktober 2019 gelang dem kenianischen Lauf-Superstar Eliud Kipchoge (35) Historisches. Als erster Mensch beendete er einen Marathon in weniger als zwei Stunden – 1:59,40 Stunden seine genaue Zeit, die allerdings aufgrund fehlender Wettkampfbedingungen nicht als offizieller Weltrekord anerkannt wird.

Zehn Kölner Top-Athleten haben sich jetzt vorgenommen, dieses Kunststück zu wiederholen. Dieses Mal jedoch nicht aus persönlichem Ehrgeiz, sondern für den guten Zweck.

„Beat Eliud”: Kölner Triathleten wollen Fabel-Rekord knacken

Mit der Aktion „Beat Eliud“ (deutsch: „Schlag' Eliud”) wollen die Initiatoren Spenden sammeln für die Kölner RheinFlanke – eine Organisation mit dem Ziel Jugendlichen mithilfe von sportpädagogischen Angeboten Perspektiven anzubieten.

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Deshalb ist es auch nur legitim, dass sich die Athleten zu diesem Zweck zusammen tun. Kipchoges Rekord soll nicht alleine geknackt werden, sondern als Staffel. „Ein Rekord für die Ewigkeit? Alleine vielleicht. Nicht im Team“, so die Message der Athleten.

Zehn Athleten, 105 Runden, 21 Km/h: Kölner Sportler vor Mega-Challenge

Doch auch zu zehnt ist die Sache „Sicher kein Kindergeburtstag und auch kein Spaziergang“, wie Tobias Drachler (29) betont. Für den Ironman-Profi ist das hohe Tempo eine besondere Herausforderung: „Als Ironman ist man eher so die Dieselstrecke und nicht so der Turbo-Benziner.“

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Der Kölner Triathlet Tobias Drachler glaubt, dass sein Team den Rekord von Eliud Kipchoge knacken kann.

Den Turbo werden die zehn Athleten aber definitiv zünden müssen. Um den Rekord zu knacken, müssen sie am 15. August auf der Rennbahn des ASV Köln direkt am RheinEnergieStadion 105,5 Runden à 400 Meter laufen – pro Runde haben sie dabei gerade mal 68 Sekunden.

Beat Eliud: Top-Athleten rennen für Schwimmunterricht in Köln

Jeder Teilnehmer muss also zehn oder elf Runden laufen. Oder rennen besser gesagt. Durchschnitts-Speed: 21 Kilometer pro Stunde. Ein Tempo, bei dem die meisten von uns schon auf dem Rad ordentlich ins Schwitzen geraten.

Von dem Geld will die RheinFlanke Schwimmkurse für Kinder anbieten und Mitarbeiter zu Rettungsschwimmern ausbilden lassen. „So können wir selbst Badeaufsicht übernehmen und einen Beitrag zu weniger Badeunfällen in Seen und Schwimmbädern leisten“, erklärt Jeanette Gronemeier, die bei der RheinFlanke für das Fundraising zuständig ist und die Zusammenarbeit mit den Triathleten organisiert.

Spenden für RheinFlanke: Jeder zweite Drittklässler kann nicht schwimmen

Das ist aktuell wichtiger denn je, denn dass Kinder schwimmen lernen, ist vielerorts längst keine Selbstverständlichkeit mehr. „Jeder zweite Drittklässler kann nicht richtig schwimmen“, sagt Jeanette Gronemeier: „Und wegen Corona ist viel Schwimmunterricht ausgefallen.“

Diese Tatsache war es auch, die die Initiatoren – die drei Kölner Triathlon-Vereine ASV, Kölner Triathlon Team01 und TriCologne – auf den Plan gerufen hat. Denn Schwimmen ist für sie eine Herzenssache. 

Marathon-Rekord: Kölner Athleten sammeln Geld für Schwimmunterricht

„Uns hat die Meldung bewegt, dass immer weniger Kinder in Deutschland schwimmen lernen“, erinnert sich Stefan Fischer vom ASV, der einer der Verantwortlichen für die Aktion ist: „Schwimmen ist ja die Start-Disziplin beim Triathlon.“ Mit ihrem ungewöhnlichen Staffellauf tragen die Vereine somit quasi dazu bei, sich den eigenen Nachwuchs zu sichern.

Und das mit Erfolg – das erste Spendenziel von 4000 Euro wurde über Partnerfirmen und Privatspender schon zwei Wochen vor dem Event erreicht. Dort wollen die Vereine mit Getränken, Grill und einer Tombola noch mehr Geld für die Projekte der RheinFlanke sammeln. 

Wetter in Köln: Jörg Kachelmann sagt Hitze-Wochen voraus

Beim Blick auf die aktuellen Temperaturen dürfen die Kölner Sportler allerdings nicht auf ähnlich gute Bedingungen hoffen wie ihr kenianisches Vorbild – der startete in Wien bei neun Grad. „Perfekt wären 17 Grad und Nieselregen”, sinniert der Ex-Profi Fischer – das dürften die Zuschauer sicher anders sehen.

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