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Orkan „Zeynep“ Schlimmes Bild: Baum fällt um und zerquetscht Taxi – Fahrer (56) stirbt

Ein zerstörtes Auto steht auf einem Transporter.

Bei Altenberge fiel Freitagabend (18. Februar 2022) ein Baum auf das Taxi eines 56-Jährigen. Der Mann starb. Das Foto zeigt das Fahrzeug auf einem Abschlepper.

Umgestürzte Bäume, Stromausfälle und Chaos bei der Deutschen Bahn: Nach Sturm „Ylenia“ und den Ausläufer von „Xandra“ hat „Zeynep“ in NRW für zahlreiche Sturmschäden gesorgt. Auch mindestens ein Todesopfer ist zu beklagen.

Am Freitag, 18. Februar, kam es laut Deutschen Wetterdienst durch „Zeynep“ zu orkanartigen Böen. Das Sturmfeld erfasste dann im Laufe des Tages auch NRW – vor allem den Norden des Landes. Am Abend beziehungsweise am Samstagmorgen haben viele Feuerwehren eine erste Bilanz gezogen.

Hier alle Neuigkeiten rund ums Wetter in unserem Sturm-Ticker:

  • „Zeynep“ hat in NRW mindestens ein Todesopfer im Münsterland gefordert. Freitagabend stürzte ein Baum auf die B54 nahe Altenberge und traf ein Taxi. Der Fahrer (56) wurde eingeklemmt und verstarb noch am Unfallort. Ebenfalls am Abend starb ein Mann (33), als er sich mit seinem Auto in Saerbeck überschlug. Sein Wagen soll von einer Windböe erfasst worden sein. Die genaue Unfallursache ist aber noch unklar.
  • Im Rhein-Sieg-Kreis war sturmbedingt in mehreren Kommunen der Strom ausgefallen. Samstagmorgen (Stand: 8 Uhr) sind Teile von Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid weiterhin ohne Strom.
  • Die A59 musste bei Duisburg zwischen Duissern und Zentrum komplett gesperrt werden, weil lose Teile eines Impfzeltes am Hauptbahnhof drohten auf die Autobahn zu wehen. In der Nacht zu Samstag konnte die Sperrung aufgehoben werden. In Dortmund stürzte ein großes Kreuz vom Turm der Kirche St. Gertrudis auf einen geparkten Pkw. Zum Glück saß niemand im Auto.
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Ein Metallkreuz ist auf ein Auto gefallen.

Durch den Sturm ist am Freitag (18. Februar 2022) in Dortmund ein Kreuz vom Turm der Kirche St. Gertrudis auf ein Auto gestürzt.

  • Mehr als 300 Einsätze musste die Kölner Feuerwehr wegen des Sturmtiefs „Zeynep“ am Freitagabend (Stand: 20.30 Uhr) abarbeiten. Wegen umgestürzter Bäume und abgedeckter Dächer musste die Feuerwehr ausrücken.
  • Mindestens eine Person wurde laut Feuerwehr verletzt. Auf dem Militärring in Köln-Klettenberg stürzte ein Baum auf das Fahrzeug eines Autofahrers. Der Fahrer wurde verletzt.
  • Gute Nachrichten gegen 18.30 Uhr vom Deutschen Wetterdienst – aber keine Entwarnung: Die Sturm-Warnung ist abgeschwächt worden. Galt zuvor noch die Unwetterwarnstufe 3, so werden nun keine orkanartigen Böen für Köln mehr angegeben. Allerdings ist auch bei Unwetterwarnstufe 2 Vorsicht geboten: Schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 104 Stundenkilometern sind nach wie vor zu erwarten. Weiterhin besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen oder herabfallenden Dachziegeln.
  • Es besteht weiterhin die Warnung vor schweren Sturmböen. Auch bei diesen Windgeschwindigkeiten können sich Bäume, Dachziegel oder Gegenstände lösen. Die Stadt Köln mahnt weiterhin zu Vorsicht, Kölnerinnen und Kölner sollen nach Möglichkeit in Gebäuden bleiben
  • Sie ist ohnehin schon eine der windigsten Stellen im Stadtgebiet: An der Domplatte, die sicherheitshalber gesperrt ist, sind die Windböen am Nachmittag so stark, dass sich Menschen nicht mehr halten können. Unter anderem auf der Treppe zur Kreuzblume stürzten im strömenden Regen gleich mehrere Passanten. Berichte über Verletzte liegen derzeit nicht vor.
  • Ein Sprecher der Kölner Feuerwehr sagt auf EXPRESS.de-Anfrage gegen 17 Uhr, dass es im Stadtgebiet bislang rund 60 Einsätze gebe. Es habe im Kölner Norden angefangen, aber längst sei das ganze Stadtgebiet betroffen.
  • Die Polizei Köln berichtet von einem Einsatz auf A1 zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und Burscheid in Fahrtrichtung Dortmund: Gegen 16.10 Uhr sind dort große Äste auf die rechte Fahrspur gefallen. Mehrere Autos haben diese wohl touchiert oder überfahren. Verletzte gab es nach ersten Informationen nicht. Die betroffene Spur war zeitweise gesperrt. Die Folge: ein langer Stau.
  • In vielen Bereichen in NRW ist der Strom ausgefallen. Unter anderem in Teilen des Rhein-Sieg-Kreises.
  • Die A44 ist wegen des Sturms zwischen Holz und Dreieck Jackerath in beiden Richtungen gesperrt.
  • Auch auf weiteren Autobahnen in NRW werden Staus und Störungen durch umgestürzte Bäume gemeldet, so zum Beispiel auf der A3 bei Lohmer in Richtung Frankfurt.
Passanten werden auf der Domplatte einfach umgeweht.

Sturm „Zeynep“ fegt über die Domplatte und reißt am Freitag, 18. Februar, zahlreiche Passanten mit.

  • Auch der Kölner Bahnverkehr ist betroffen: Es komme zu „Einschränkungen im Betriebsablauf“, heißt es. Um 15.45 Uhr stürzte zwischen dem Görlinger Zentrum und Bocklemünd ein Baum ins Gleisbett auf der KVB-Linie 3. Ein anderer Baum beschädigte eine Fahrleitung auf der Linie 3. Beide Störungen sollen inzwischen (Stand 17 Uhr) behoben sein.
Passanten werden einfach umgeweht.

Kein Halten mehr an der Domplatte: Auch diese Passanten wurden von einer Böe am Freitag, 18. Februar, mitgerissen.

  • Einer Kachelmannwetter-Berechnung zufolge werden um 18 Uhr fast im gesamten Landesbereich Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h erwartet.
  • Angesichts der Unwetterwarnung hat die Stadt Köln mit sofortiger Wirkung  die städtischen Friedhöfe bis einschließlich Montag, 21. Februar, geschlossen. Das Betreten ist untersagt, teilte die Kommune am Freitagnachmittag mit. Terminierte Bestattungen werden jedoch in Begleitung städtischer Beschäftigter durchgeführt.
  • „Wenn es bei Ihnen in Köln gerade angefangen hat zu regnen, dann geht es los!“ So äußert sich ein Meteorologe des Deutschen Wetterdiensts (DWD), als EXPRESS.de kurz vor 16 Uhr für einen aktuellen Lagebericht nachfragt. Dem Experten zufolge wurde in Geilenkirchen eine erste Orkanböe mit 122 km/h gemessen. In Wuppertal wurden 104 Kilometer pro Stunde verzeichnet. „Sollte es gleich aufhören zu regnen und der Wind flaut etwas ab, dann ist das keine Entwarnung“, so der Meteorologe. Bis etwa 22 bis 23 Uhr werde es kräftig stürmen. Inwiefern es die Kölner Bucht genau treffe, könne man derzeit nicht genau sagen.
  • In der zweiten Nachthälfte lasse der Wind etwas nach. Dann sei das Ärgste zunächst überstanden. Aber auch danach bleibe es stürmisch. „Samstagabend zieht dann von Westen der nächste Tiefausläufer auf“, sagte der Meteorologe. „Auch der Sonntag wird trüb und regnerisch, sehr ungemütlich.“
  • DieDeutsche Bahn stellt den Regionalverkehr in Teilen Norddeutschlands und Nordrhein-Westfalens wegen des angekündigten Sturms nach und nach ein. Das kündigte das Unternehmen am Freitag für den Tagesverlauf in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Teilen von NRW an.
  • Betroffen sind zahlreiche Linien, vor allem nördlich von Düsseldorf. So bleiben unter anderem die Regionalzüge rund um Dortmund, Bielefeld und Münster ab Mittag stehen.
  • Der Schutz der Reisenden und der Beschäftigten habe Vorrang, hieß es. Der Deutsche Wetterdienst warne insbesondere für die nördlichen Landesteile und für die Mitte Deutschlands ab dem Nachmittag vor Unwetter mit extremen Orkanböen und orkanartigen Böen.
  • „Wer immer kann, dem empfehlen wir Reisen mit der Bahn vom späten Nachmittag auf einen früheren Zeitpunkt vorzuziehen“, empfahl die Bahn. Fahrgäste können ihre für den Zeitraum von Donnerstag bis Sonntag gebuchten Fahrkarten bis zum 27. Februar flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren, wenn sie Reisen wegen des Sturms verschieben.

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