Der Anbieter Cotti Coffee will den Kölner Kaffeemarkt aufmischen. Doch die Angebote sind nicht von Dauer.
Mit KampfpreisenAnbieter wirbelt Köln auf – doch es gibt einen Haken

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Becher der Marke Cotti Coffee stehen auf einem Tresen. In Köln gibt es drei Filialen.
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Der neue Kaffee-Anbieter Cotti Coffee aus China greift auch in Köln an.
Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die Cotti-Coffee-Preise sind Lockangebote.
China-Anbieter verkauft in Köln Kaffee für 99 Cent
Der Espresso kostet derzeit 99 Cent, den Americano gibt es für 1,99 Euro und der Cappuccino liegt bei 2,97 Euro. Klingt verlockend.
Zum Vergleich: Bei Starbucks zahlt man für einen kleinen Cappuccino schon mal 5,20 Euro (die Preise können je nach Filiale leicht variieren).
Die Angebote bei Cotti gelten erstmal nur für eine Woche. Danach steigen die Preise. Dann wird der Espresso in Köln 2 Euro kosten und der Americano 2,70 Euro. Ganz so günstig sind die Cotti-Angebote dann nicht mehr.
„Aktionspreise wie der Espresso für 99 Cent sind natürlich werbewirksame Verkaufsmaßnahmen“, erklärt Carsten Schabosky von der WDR-Wirtschaftsredaktion. Es gehe erst mal darum, Marktanteile zu sichern.
In Köln gibt es aktuell drei Filialen. Auf der Hohe Straße und in der Opern Passage in der City sowie auf der Bonner Straße in der Südstadt.
Mitbewerber schauen da mit Skepsis auf die niedrigen Preise. „Für uns wär das nicht machbar“, sagt Dirk Barthelmeß, Mitinhaber der Kölner Rösterei und Kaffeebar Moxxa Caffè, dem WDR. Dafür seien die Kosten im Hintergrund zu hoch, etwa für Räumlichkeiten und Mitarbeiter. Auch der Kaffee sei zuletzt teurer geworden.
Das zeigt auch der Marktbericht der internationalen Kaffee-Organisation ICO. Demnach lag der durchschnittliche Preis für ein US-Pfund Rohkaffee (etwa 454 Gramm) im Dezember 2025 bei ungefähr 3 US-Dollar.
2023 waren es demnach noch zwischen 1,6 und 1,8 US-Dollar. Das Hamburger Handelsunternehmen Tchibo hatte kürzlich mit Verweis auf den angespannten Markt seine Kaffeepreise erhöht.


