Zehntausende haben die Karnevalszüge gesäumt, Tonnen an Kamelle wurden geworfen. Eine Kölner Wagenengel hat jedoch eine traurige Beobachtung gemacht.
„Unnormal viele Sachen liegengeblieben“Kölner trifft mit Beobachtung einen Nerv

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Auch FC-Star Said El Mala hat beim Rosenmontagszug 2026 fleißig Kamelle geworfen. Generell blieben leider massenweise Süßigkeiten auf dem Boden liegen.
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„Kamelle, Kamelle!“ Die Rufe nach Süßigkeiten gehören zum Rosenmontagszug natürlich dazu. Doch einem Kölner, der den Zoch in Ehrenfeld als Wagenengel begleitet hat, ist eine Sache bitter aufgestoßen.
Mit seinem Post in der Facebook-Gruppe „Nett-Werk Köln“ trifft er dann auch einen Nerv.
Kölner Wagenengel macht traurige Beobachtung
„Es blieb dieses Jahr massenweise Wurfmaterial auf der Straße liegen. Das Kuriose dabei: Die Leute am Rand haben trotzdem lautstark weiter nach Kamelle geschrien, aber selbst originalverpackte und wasserdichte Sachen wurden dann oft einfach ignoriert und nicht aufgehoben“, schildert er.
Dass aufgeweichte Sachen nicht aufgehoben werden, sei klar, aber der Kölner berichtet: „Hier wurde massenweise ‚gute‘ Ware einfach zertreten.“ Es seien unnormal viele Sachen dieses Jahr liegengeblieben. „Ich finde es extrem traurig, die Leute bezahlen einen Haufen Geld, investieren Zeit, um uns etwas Freude zu bringen, und dann muss man so etwas sehen“, erklärt er.
Unter seinem Beitrag äußern sich viele, die Ähnliches beobachtet haben. „Ist mir in Dellbrück auch aufgefallen, die Kinder neben uns haben alles liegengelassen“, schreibt einer. In Buchholz sei ihm ebenfalls aufgefallen, „dass teilweise noch alles vor den Kindern lag“.
In Nippes sei es auch so gewesen, berichtet eine Kölnerin: „Die Pänz neben uns standen in Mengen leckerem und sauberen Wurfmaterials, haben weiter gebrüllt, nichts aufgehoben und nur das mitgenommen, was direkt in ihren Beuteln gelandet ist.“ Sie habe nicht verstanden, warum ihnen trotzdem immer noch mehr zugeworfen wurde. „Hat mir in der Seele wehgetan, was da alles im Müll gelandet ist.“
Hau raus!
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„War in Porz am Sonntag auch so“, „In Höhenberg auch“, „Ging mir heute in Zollstock auch so“ oder „Beim Rosenmontagszug in der Severinstraße dasselbe Bild“, heißt es in weiteren Kommentaren.
Eine Mutter: „In Longerich ist mir das auch aufgefallen. Meine Tochter war eine der Einzigen, die alles aufgesammelt hat. (...) Aber dann sind die Leute so dreist und greifen in unseren Kinderwagen oder in die Tüte des Kindes.“
Eine Kölnerin, die ebenfalls Wagenengel war, berichtet, dass teilweise Eltern zu ihren Kindern gesagt hätten, warum sie sich nach dem Schei... bücken. „Ich dachte mir, wow, so bringt man seinem Kind Respekt vor anderen bei. Was viele nämlich nicht wissen, wie teuer so Wurfmaterial ist. Da kostet ein Beutel mit einem Kilo Wurfmaterial 20 bis 30 Euro. Teilweise werden die dann auch noch frech (...)“, erzählt sie.


