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Doppelte ÜberraschungOscar-Sieg: Schopps krönt sein Jubiläumsjahr

Die Sieger beim Kölner Karnevals-Wettstreit Närrischer Oscar stehen fest. In der Kategorie Rede setzte sich Martin Schopps durch. Er krönte damit sein Jubiläumsjahr.

Die Glückwünsche wollten nicht aufhören. Erst kam Wolfgang Bosbach, danach erschien Kollege Bernd Stelter. Immer wieder war zu hören: „Vollkommen verdient.“

Martin Schopps bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Der 51-Jährige hat den Närrischen Oscar 2026 als bester Redner gewonnen. Bei der großen EXPRESS.de-Wahl ließ er Vorjahressieger Volker Weininger hinter sich.

Närrischer Oscar: Martin Schopps bei Rote Funken überrascht

Bei der „Kostümsitzung non-stop“ der Roten Funken wurde Schopps am Mittwochabend (11. Februar 2026) am Ende seines Vortrags gleich zweimal überrascht. Zunächst gab es von Präsident Dirk Wissmann die Ehren-Knabüs der Funken. Doch damit nicht genug.

Mit 38 Prozent der Stimmen wählten die Jecken Schopps bei Kölns größtem Karnevalswettstreit auf Platz 1. Als EXPRESS.de-Reporter Marcel Schwamborn ihm auf der Maritim-Bühne den Oscar überreichte, schossen dem Redner die Tränen in die Augen.

Es war die perfekte Krönung eines besonderen Jahres. Der Sohn von Fritz Schopps, der im Kölner Karneval als „Et Rumpelstilzche“ bekannt wurde, feiert 25. Bühnenjubiläum. Er hat sich „mühsam nach vorn gearbeitet“, wie er selbst sagt. „Ich habe mitbekommen, wie mein Vater gearbeitet hat, und fand das auch immer perfekt. Eine Rede muss aktuell und bissig sein – und natürlich selbst gemacht –, das hat er stets gesagt und hat das 40 Jahre auf der Bühne so durchgezogen.“

Martin Schopps erhält den Närrischen Oscar von Marcel Schwamborn.

Copyright: Daniela Decker

EXPRESS.de-Reporter Marcel Schwamborn (r.) überreicht Martin Schopps den Närrischen Oscar im Maritim.

Mit einem Freund hatte sich Schopps beim „Treffpunkt Nachwuchs“ des Festkomitees vorgestellt. Mit einer Parodie auf die eigene Zunft räumten die beiden ab. „Die Rednerschule“ hieß die Nummer, bei der Schopps den „Weltenbummler“ Gerd Rück, Willibert Pauels, Hans Süper und seinen Vater mimte.

In den Anfangsjahren stellte sich der Erfolg nur im Umland ein. „Bei den großen Kölner Gesellschaften kam ich nicht gut an, die wollten ihre Topstars haben“, blickt Schopps zurück. „Und nur, wenn einer von denen mal ausgefallen war, konnte man als Newcomer einspringen.“

Martin Schopps stößt mit Markus Blum an.

Copyright: Daniela Decker

Ein Prost mit Fahrer Markus Blum (l.). Martin Schopps stößt auf den Sieg beim Närrischen Oscar an.

Doch der Lehrer blieb dran, etablierte sich in Köln und musste 2017, als die Auftrittszahlen immer mehr wurden, den Job in der Schule abgeben. In dieser Session ist Schopps mit 210 Auftritten Spitzenreiter seiner Zunft. Dennoch sieht man den Mann mit der Schiebermütze immer bestens gelaunt.

Närrischer Oscar 2026: Die besten Redner der Session

  1. Martin Schopps 38 Prozent
  2. Volker Weininger 23 Prozent
  3. Marc Metzger 12 Prozent
  4. Ingrid Kühne 8 Prozent
  5. Guido Cantz 5 Prozent

„Wenn ich in den Saal gehe, bin ich on fire. Dann will ich die Menschen unterhalten und nicht nur ein Programm abspulen“, sagt er zu EXPRESS.de. „Es ist wunderbar gelaufen, ich bin sehr zufrieden mit der Session. Wenn man so einen positiven Lauf hat, erklärt das mein Strahlen. Ich freue mich immer auf bestimmte Passagen in der Rede, wie die mit dem Südstadt-Vater, der sein Baby wie einen Burrito vor sich trägt, auch wenn ich sie zum 200. Mal erzähle.“

Martin Schopps und Dirk Wissmann bei der Ehrung.

Copyright: Daniela Decker

Von Rote-Funken-Präsident Dirk Wissmann (r.) erhielt Martin Schopps die Ehren-Knabüs des Traditionskorps.

Als Ausgleich zum Ritt durch die Säle dient dem 51-Jährigen der Ausdauersport. „Ich bin kein Langschläfer und bin selbst vor meiner Frau und den Kindern wach. Selbst, wenn ich erst tief in der Nacht nach Hause gekommen bin. Dann setze ich mich gerne auf das Rennrad und power mich etwas aus. Außerdem trinke ich in der Session überhaupt keinen Alkohol.“

An Rosenmontag fährt Schopps auf dem Wagen der Blauen Funken durch Köln. Danach geht es in den Urlaub – entweder nach Tirol oder nach Valencia, je nach Wettervorhersage. Ab dem 16. April startet dann das neue Solo-Programm „Elternabend“. Viele Shows sind bereits ausverkauft, die Vorschusslorbeeren sind groß.

Mike Kaledat vom Kölner Ordnungsamt

„Das ist das größte Problem“

Ordnungsamt Köln: So ist die aktuelle Lage