Vor drei Wochen ist im Sürther Bootshaus ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Jetzt gibt es neue Informationen.
Sürther BootshausDrei Wochen nach Horror-Brand – „schon ein seltsames Gefühl“

Copyright: Leserreporter Volker Grothuesmann
Am 4.August 2026 steht das Sürther Bootshaus in Flammen.

Aktualisiert:
Ein verheerendes Feuer, Flammen, die sich am 4. August 2026 durch das Sürther Bootshaus fraßen – direkt ins Herz vieler Kölner, die das Restaurantschiff liebten und schätzten.
Ausgebrannt, aber nicht vernichtet. Und es gibt ein hoffnungsvolles Lebenszeichen. „Die ersten Aufräumarbeiten in unserem Bootshaus haben begonnen“, meldete das Team zuletzt auf Facebook.
Sürther Bootshaus: Aufräumarbeiten nach dem Brand
Es sei schon ein seltsames Gefühl, durch die Räume zu gehen und zu sehen, was das Feuer hinterlassen habe, schreibt das Team. „Vieles, was für uns ganz selbstverständlich zu unserem Bootshaus gehört hat, ist beschädigt oder zerstört.“
Und weiter: „Aber zwischen all dem Chaos gibt es jetzt auch etwas, das uns unglaublich viel Hoffnung gibt: Wir können endlich anfangen.“ Im Gastraum des Schiffs wird tüchtig geschuftet. Verkohlte Bretter, Verkleidung und ähnliches stapeln sich bereits draußen. Ebenso Elektrogeräte, die offenbar Opfer der Flammen oder des Löschwassers wurden.
„Jeder Gegenstand, den wir wegräumen, jeder Bereich, den wir wieder freilegen, ist ein kleiner Schritt Richtung Neuanfang“, so das Team. Die obere Etage sei allerdings aufgrund der Schäden weiterhin nicht zu betreten.
„Ich bin mit verschiedenen Firmen im Dialog“, erklärt Bootshaus-Besitzer Achim Pesch am Montag (24. August) gegenüber EXPRESS.de. Dabei handele es sich unter anderem um Architekten und Fensterfirmen.
Pesch ergänzt: „Ich muss mir erstmal ein Bild machen, wenn die Aufräumarbeiten erledigt sind. Großteile der Fassade gehen flöten.“ Es gibt aber auch eine gute Nachricht. „Die Statik ist laut Gutachter zu 95 Prozent erhalten“, sagt er.
Nachdem Achim Pesch das Sürther Bootshaus übernommen hatte, hatte es sich zu einem der beliebtesten Ausflugslokale im Kölner Süden entwickelt. Als das Feuer ausbrach, war – Glück im Unglück – Ruhetag.
Bootshaus-Pächter: „Wir werden das transparent gestalten“
Jörg Blöck, Pächter des Bootshauses, und sein Team veröffentlichten auf Facebook bereits mehrfach Bilder, die das Ausmaß der Zerstörung zeigen. Wie die Polizei gegenüber EXPRESS.de bestätigte, wird von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen. Der Vorgang ist jetzt bei der Kölner Staatsanwaltschaft.

Copyright: Alexander Schwaiger
Am Tag nach dem Feuer ist das Ausmaß des Schadens zu sehen. Das Dach des Sürther Bootshauses ist ein Opfer der Flammen geworden.
Der Schaden ist immens. Auf der Spendenplattform „gofundme“ hat Blöck eine Spendenaktion gestartet, mit der 30.000 Euro gesammelt werden sollen. „Dank eurer Hilfe sind wir in der Lage, bereits jetzt die ersten Arbeiten durchzuführen, aufzuräumen und Schritt für Schritt den Weg für den Wiederaufbau freizumachen. Dass wir so früh damit beginnen können, ist alles andere als selbstverständlich“, schreibt er.
Gleichzeitig beginne aber der Papierkram. Die Versicherung benötige sehr genaue Informationen über die entstandenen Schäden. Dokumentieren, auflisten, nachweisen, Gespräche führen, listet Blöck auf.
Wozu hingegen das Spendengeld genutzt wird, sei noch unklar, erklärt er gegenüber EXPRESS.de. Der Bootshaus-Pächter stellt aber klar: „Wir werden das transparent gestalten.“

