Ein Schock für viele Kids in der Südstadt: Ihr heißgeliebter Bolzplatz, die „Kuhle“, ist auf einmal dicht. Und das, obwohl er erst vor nicht allzu langer Zeit teuer saniert wurde.
Schock in der SüdstadtBeliebter Poldi-Bolzplatz wie aus dem Nichts gesperrt

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Nichts los auf dem Bolzplatz– die „Kuhle“ ist aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Für unzählige Pänz und junge Leute in der Südstadt ist es der Ort, wo man sich trifft. Aber jetzt herrscht auf der „Kuhle“ zwischen Rhein und Römerpark absolute Stille. Der heißgeliebte Kick-Platz ist seit einer Weile geschlossen – Zutritt verboten!
Der Grund für die abrupte Schließung? Ein Sprecher der Stadt nennt „große Mängel, die sich als Wülste und Dellen auf dem Spielfeld zeigen“. Um niemanden zu gefährden, wurde das Areal kurzerhand abgeriegelt.
Erst 2019 für 600.000 Euro saniert – Poldi bei Einweihung
Um zu ergründen, wie die Unebenheiten zustande kamen und was im Untergrund im Argen liegt, hat man im Juni eine umfassende Analyse des Bodens eingeleitet. Ein Vertreter der Stadtverwaltung erläutert: „Diese Voruntersuchungen sind erforderlich, um die weiteren Baumaßnahmen im Detail planen zu können.“
Bevor die Resultate dieser Prüfung nicht auf dem Tisch liegen, tappt die Stadt im Dunkeln bezüglich der Dauer der Schließung, des Ausmaßes der Reparaturen und der anfallenden Kosten. Der Grund für die Mängel bleibt vorerst ein Mysterium.
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Was die ganze Sache besonders ärgerlich macht: Die „Kuhle“ feierte erst im Sommer 2019 nach einer kostspieligen Modernisierung ihre Wiedereröffnung. Über fünf Jahre lang hatten sich junge Leute vom nahegelegenen Jugendzentrum „Baui“ für die Instandsetzung des maroden Platzes starkgemacht.
Die Sanierung verschlang rund 600.000 Euro, eine Summe, die sich die Stadt Köln und die Lukas-Podolski-Stiftung teilten. Dafür gab es eine frische Oberfläche aus Teppichvlies, ein ausgeklügeltes Entwässerungssystem, eine Zuschauertribüne, einen Unterstand und sogar einen Basketballkorb. Auch eine Flutlichtanlage wurde eingebaut. Zur Einweihung schaute Lukas Podolski höchstpersönlich vorbei.

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Lukas Podolski kam zur Eröffnung des Bolzplatzes „Kuhle“ im Römerpark im Jahr 2019 (Archivbild).
Das Areal mit seinen etwa 1300 Quadratmetern ist eigentlich speziell für den Nachwuchs gedacht und steht immer offen. Dienstags leitet das „Baui“ dort ein Fußballtraining, während montags die Stiftung von Lukas Podolski zu einem freien Kick-Treff einlädt. Allerdings wird die Anlage auch von anderen Gruppen genutzt, für die sie ursprünglich nicht gedacht war.
Wann auf dem Platz wieder gekickt werden darf, steht in den Sternen. Der Sprecher der Stadt vertröstet auf die Zeit nach den großen Ferien. Dann, so die Hoffnung, könne man wohl präzisere Informationen zu den anstehenden Reparaturen geben. Und erst dann wird sich klären, wann die „Kuhle“ endlich wieder für die Pänz freigegeben wird. (red)

