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Große Dünnwalder KG feiert JubiläumFidele Jonge bringen eigenes Musical auf die Bühne

Hans-Jo Fichna, Katja Baum, Lutz Niedgen und Wolfgang Prinz präsentieren das Programm zum 100-Jährigen vor.

Copyright: Joachim Badura

Die Große Dünnwalder Karnevalsgesellschaft freut sich auf das Musical „In der Hölle der Sahara“ als Höhepunkt des Jubiläums. Hans-Jo Fichna, Katja Baum, Lutz Niedgen und Wolfgang Prinz (v.l.) stellten das Programm zum 100-Jährigen vor.

Die Große Dünnwalder Karnevalsgesellschaft feiert ihr 100‑jähriges Bestehen. Dazu hat sich der Verein einige besondere Veranstaltungen überlegt. Höhepunkt wird ein eigenes Musical zum Jubiläum.

„1927 fing alles ganz harmlos an“, sagt Hans-Jo Fichna, wenn er an die Anfänge der Großen Dünnwalder Karnevalsgesellschaft zurückblickt. Damals gab sich eine Theatergruppe der kirchlichen Marianischen Jünglingskongregation den karnevalistischen Namen Fidele Jonge.

„Vom Theater ist der Sprung zum Karneval nicht weit“, blickt der Präsident der KG zurück. 1935 gab sich die Gruppe den heutigen KG-Namen, wurde in den Festausschuss und 1966 schließlich ins Vereinsregister aufgenommen.

Große Dünnwalder KG: Verein hat im Jubiläumsjahr 188 Mitglieder

Im kommenden Jahr feiert die Gesellschaft von der Schäl Sick ihr 100-jähriges Bestehen. „Der Verein steht besser da als je zuvor. Die Fidele Jonge werden älter, aber erwachsen werden sie nie. Deshalb lieben wir sie“, sagt Fichna. 188 Mitglieder zählt der Verein inzwischen, 43 weibliche sind darunter, die seit Ende 2024 zugelassen sind.

„Wir sind keine Großgesellschaft wie die Roten oder Blauen Funken. Aber wir wagen uns an Projekte“, sagt Vorsitzender und Literat Lutz Niedgen. Die Fidele Jonge sind etwa die einzige rechtsrheinische Karnevalsgesellschaft, die einen eigenen Veedelszoch organisiert und das wirtschaftliche Risiko trägt – seit nunmehr 92 Jahren.

Das Jubiläum soll deshalb besonders groß gefeiert werden. Alle regulären Sitzungen sind 2027 bereits ausverkauft. Doch es kommt noch mehr. Aus Fastelovend und Jubiläum entstand der Begriff „Fasteläum“. Er prägt nun die nächsten zwölf Monate. In der Volksbühne am Rudolfplatz präsentierte die KG am Dienstag (9. Juni 2026) ihr Programm. Den Auftakt bildet ein Museumsfest am 10. Oktober mit zahlreichen Bands.

Am 8. November geben die Räuber und Philipp Godart ein Kinderkonzert in der Josef-Barten-Halle. Eine kölsche Messe samt Empfang steigt am 14. November. Die Fastelovendsparty „Jung & Jeck“ feiert am 21. November mit den Klüngelköpp, Karnevallica und Ben Randerath ihr Comeback. Der Eintritt beträgt passenderweise 20,27 Euro.

Hans-Jo Fichna, Lutz Niedgen, Wolfgang Prinz und Katja Baum zeigen das Jubiläumslogo.

Copyright: Joachim Badura

Der Hoppeditz ist das markante Symbol der Fidele Jonge. Das Vereinslogo weist jetzt auch auf das Jubiläumsjahr hin.

Das neue Jahr beginnt mit einer Vernissage ab dem 13. Januar im Café Mittendrin. Am 5. Februar 2027 findet das Dünnwalder Mettmahl in der Stadthalle statt. Druckluft, Räuber, Miljö, Domstürmer, Martin Schopps und viele andere stehen auf der Bühne, 5000 Mettbrötchen wandern auf die Tische.

Der krönende Höhepunkt der „Fasteläums“-Session ist das eigene Musical über 100 Jahre Fidele Jonge. Am 14. Mai steigt die Premiere in der Volksbühne. Bisher sind fünf Veranstaltungen im Vorverkauf. Bei großer Nachfrage kann noch ein sechster Termin angehängt werden. Das Ensemble „Kölsch es Trumpf“ wird das Stück auf die Bühne bringen.

„Wir werden die Dünnwalder-Geschichte mit einem Augenzwinkern erzählen“, sagt Katja Baum, die sich zusammen mit ihrer Kollegin Natascha Balzat bereits im Karnevalsmuseum der KG hat inspirieren lassen. Im Vorjahr präsentierte die Theatercrew die Liebesgeschichte von „Jan un Griet“ als Musical – damals zum 100-Jährigen vom Reiter-Korps Jan von Werth.

Musical „In der Hölle der Sahara“ in der Volksbühne: Ticketverkauf läuft

„Wir hatten die Idee schon vor Corona und damit vor Jan von Werth“, stellt Niedgen klar. „Drei Jahre habe ich für das Projekt gekämpft. Wir sind zuversichtlich, dass es funktioniert.“ Die Choreografin freut sich schon auf die Aufgabe. „Das wird vielleicht noch spannender. Die Handlung von ‚Jan un Griet‘ kennt jeder. Hier bietet sich die Chance, viele tolle Geschichten aus 100 Jahren einzubauen.“

Der Titel des Stücks lautet „In der Hölle der Sahara“. So sollte vor 100 Jahren ein Stück der Dünnwalder Theatergruppe heißen, das aber nie zur Aufführung gekommen ist. „Den Titel hätte Wally Bockmayer nicht besser aussuchen können“, sagt Baum. Und Präsident Fichna verspricht: „Das wird kein Laienspiel, wir haben uns schließlich mit Profis zusammengetan. Es wird laut, schön, derb und auch rührend.“

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