Was für ein Drama bei der Leichtathletik-EM: Hindernisläuferin Lea Meyer geht beim Sieg von Gesa Krause leer aus – und ist stinksauer.
Wut-Interview nach DLV-GoldTeamkollegin dampft ab und lästert über Krause

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Lea Meyer redete sich den Frust von der Seele.

Aktualisiert:
Zwei deutsche Läuferinnen im Medaillen-Glück – und die Dritte im Bunde völlig gefrustet! Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham zeigte sich über 3000 Meter Hindernis wieder einmal, wie nah Freud und Leid beieinanderliegen.
Denn während Gesa Krause (34) ihren dritten EM-Titel feiern durfte und Olivia Gürth (24) hinter Alice Finot (35, Frankreich) Bronze holte, kam Lea Meyer (28) kurz vor dem Ziel zu Fall und wurde am Ende nur Vierte.
Meyer lässt im ZDF-Interview alles raus
Der Frust saß tief. Meyer dampfte sofort ab, gratulierte den anderen beiden nicht einmal. Dafür stand sie sofort zum ZDF-Interview bereit. Und das hatte es in sich!
Völlig aufgelöst und voller Wut hatte sich Meyer in diesem Moment nicht unter Kontrolle und ließ sich zu einigen heftigen Aussagen hinreißen, aus denen mehr als deutlich wurde: Sie und Krause werden keine besten Freundinnen mehr!
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„Wie soll's mir gehen? Scheiße“, sagte Meyer zunächst. Eine mehr als verständliche Aussage, denn es war nicht ihr erstes Sturz-Drama in einem wichtigen Rennen. Schon bei der WM 2022 war sie am Wassergraben gestürzt. Doch dann legte sie nach: „Ich sag’ ganz ehrlich: Ich behaupte, ich bin trotzdem die beste Hindernisläuferin Europas mit Elise (Thorner, Anm. d. Red.). Definitiv, zu 100 Prozent. Ich finde, ich hätte die Medaille verdient. Nichtsdestotrotz, so ein Sturz darf nicht passieren. Das ist dämlich.“
Anschließend schoss sie direkt gegen Krause: „Das ist einem ja bewusst: Gesa will keinen Meter was machen. Die sitzt das aus und rennt da hinten raus. Finot dasselbe, die ist nicht super fit“, lästerte Meyer über die Erstplatzierte und Zweitplatzierte des Rennens.

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Gesa Krause und Olivia Gürth strahlten nach dem Lauf um die Wette.
Meyer ging sehr schnell an, Krause blieb ihr auf den Fersen, das Feld war früh weit auseinandergezogen. Auch Gürth blieb in der Spitzengruppe dabei. Nach gut zwei Kilometern wurde das Rennen vorne etwas langsamer, damit taktischer und schließlich auch dramatisch. Krause hatte aber den mit Abstand besten Spurt.
Sie habe zwar auf den Moment gewartet, in dem die Konkurrentinnen hinten raus den Angriff starten, sei dann aber trotzdem nicht ganz hingekommen, so Meyer: „Einfach doof. Trotzdem finde ich, heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen. Aber spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin da.“ In zwei Jahren finden dort die Olympischen Spiele statt.
Trotzig schloss sie: „Ich bin schon zig Mal hingefallen. Eine Medaille wäre schön gewesen. Aber die beiden da vorne sind deutlich älter als ich. Olivia hat es auch verdient. Von daher: Alles Gute, mehr habe ich nicht zu sagen.“ Rumms! Dieses Interview wird so schnell nicht vergessen werden.
Ganz anders der Ton bei Krause. „Ich bin unfassbar dankbar. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Es macht mir Spaß, es ist mein Leben“, sagte die Mutter einer Tochter, die ihr schieres Glück kaum fassen konnte – nach acht Jahren ist die schnellste Mama der Hindernis-Welt wieder die Königin Europas: „Dieses Gold nach acht Jahren ist wunderschön. Ich darf wieder die Hymne hören, vielleicht ist es das letzte Mal.“ (mit sid)


