„Als würde ich nichts tragen“Schlechte Outfit-Nachricht für Leichtathletik-Star

Keely Hodgkinson im schwarzen Rennanzug.

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Mit ihrem Catsuit sorgte Keely Hodgkinson für mächtig Wirbel. Bei Olympia ist ein solches Outfit aber undenkbar.

Ein Triumph im hautengen Einteiler, aber bei Olympia 2028 ist der Look tabu. Eine Sponsoren-Regel macht Keely Hodgkinson einen Strich durch die Rechnung.

Was für ein Auftritt von Keely Hodgkinson! Die Olympiasiegerin über 800 Meter feierte beim Athlos-Event in London einen Sieg in einem aufsehenerregenden, schwarzen Rennanzug. Sie überquerte die Ziellinie nach nur 1:56,40 Minuten.

Ihr Outfit bedeckte sie von den Händen bis zu den Füßen, ließ aber den Rücken beinahe komplett unbedeckt. Speziell für die 24-Jährige hatte Nike diesen Einteiler entwickelt.

Vertrags-Klausel: Adidas hat Vorrang vor Nike

Die Freude über das neue Outfit wird jedoch getrübt. Hodgkinson wird exakt diesen Catsuit bei Olympia 2028 in Los Angeles nicht anziehen können. Die Ursache dafür ist eine strikte Regel des Team GB, die auf einem Sponsoring-Vertrag basiert. Das berichtet „Daily Mail“.

Der Hintergrund des Verbots ist die dauerhafte Kooperation der britischen Olympia-Mannschaft mit dem deutschen Sportartikel-Giganten Adidas. Diese Zusammenarbeit existiert schon seit 42 Jahren, beginnend mit den Spielen in Los Angeles 1984. Die Bestimmung ist klar formuliert: Sämtliche Sportlerinnen und Sportler aus Großbritannien sind verpflichtet, bei den Spielen die von Adidas gestaltete Mannschaftsbekleidung zu nutzen. Lediglich für „technische“ Ausstattung, wie etwa Spikes, gelten Ausnahmeregelungen.

Für Hodgkinson könnte die Lage besonders unangenehm werden. Falls Nike den „Zero Distraction Speed Suit“ weiteren Sportlerinnen anbietet und World Athletics dessen Einsatz bei den Spielen genehmigt, droht ein skurriles Szenario: Hodgkinson müsste mitansehen, wie ihre Rivalinnen in dem Outfit starten, das sie populär gemacht hat, während sie selbst die Adidas-Kleidung trägt.

Dabei scheint sich die Athletin in dem Catsuit sichtlich wohlzufühlen. Als Vorbild diente ihr Cathy Freeman, die bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney einen vergleichbaren Anzug trug. „Ich wollte mich wohlfühlen, aber ich wollte mich auch ein bisschen sexy fühlen, der offene Rücken macht es richtig cool“, erläuterte Hodgkinson. „Ehrlich gesagt fühlt es sich an, als würde ich nichts tragen.“

Sie gestand, vor ihrem ersten Start im Speedsuit „ein wenig nervös“ gewesen zu sein. Aber das reine Frauen-Event Athlos, wo ihr Sieg ihr ein Preisgeld von 50.000 Pfund einbrachte, war die ideale Bühne für die Premiere. Der Anzug habe sich sogar bei einem Training im 37 Grad heißen Südafrika bewährt.

Ein Repräsentant von Team GB zeigte sich optimistisch bezüglich der künftigen Ausstattung: „Wir haben immer daran gearbeitet, athletenzentrierte und innovative Ausrüstung bereitzustellen, die unsere Teams dabei unterstützt, bei den Spielen ihre beste Leistung zu erbringen.“ Man blicke erwartungsvoll auf die Neuerungen für kommende Spiele, inklusive Los Angeles 2028. (red)