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Verrückter Laufbahn-LookGold-Gewinnerin überrascht alle mit Kapuzenanzug

Keely Hodgkinson hält die britische Fahne hoch und setzt sich eine Krone auf.

Copyright: IMAGO/Shutterstock

Keely Hodgkinson hat mit einem Kapuzenanzug bei einem Wettkampf überrascht.

Die Geschichte von Keely Hodgkinson ist der Wahnsinn: eine Goldmedaille, ein abgefahrener Rennanzug und ein medizinisches Rätsel in ihrem Körper.

Mit ihren 24 Jahren zählt Keely Hodgkinson zur absoluten Weltspitze über die 800-Meter-Distanz; Gold bei Olympia und der EM hat sie schon in der Tasche. Aber die Britin macht jetzt nicht nur sportlich von sich reden, sondern auch mit einem aufsehenerregenden Look, der für Gesprächsstoff sorgt.

Bei ihrem Saisonabschluss, dem Athlos-Meeting in London, beherrschte sie die Konkurrenz – und das in einem gewagten, rückenfreien Einteiler mit integrierter Kapuze.

Ein Jahr Arbeit für den Super-Anzug: „Geschwindigkeit trifft auf Stil“

Dieser stromlinienförmige Einteiler erinnert stark an die Australierin Cathy Freeman. Sie holte sich bei den Spielen 2000 in Sydney in einem vergleichbaren Outfit die Goldmedaille. Der Zeitpunkt für die Präsentation ihres neuen Stils hätte kaum besser sein können: Hodgkinson trug ihn während der laufenden London Fashion Week. Das berichtet „bild.de“.

Im Anschluss an ihren Triumph weihte die Sportlerin das jubelnde Publikum in die Entstehungsgeschichte des Outfits ein. „Ich weiß, der ist ziemlich krass“, sagte sie. „Daran habe ich schon lange gemeinsam mit Nike gearbeitet.“

Beinahe ein ganzes Jahr hat die Konzeption in Anspruch genommen, eine Kombination aus Fashion, Forschung und Tempo, wie sie erläuterte. Es sei für sie eine „echte Ehre“ gewesen, dieses besondere Kleidungsstück als Allererste vorführen zu dürfen.

Hinter dem glanzvollen Erfolg verbirgt sich jedoch eine Zeit voller Mühen. Die vergangenen beiden Monate waren für Hodgkinson von gesundheitlichen Problemen und Blessuren geprägt. Eine MRT-Untersuchung lieferte dann einen unerwarteten Befund: In ihrem Oberschenkel gibt es eine „Anomalie“. „Mein Körper ist buchstäblich anders aufgebaut“, verriet sie der BBC.

Die Athletin führte aus, dass an einer bestimmten Stelle ihre Sehne zweigeteilt ist, während dort normalerweise nur eine verläuft. Aktuell wird noch erforscht, ob dieser Umstand ein Vorteil oder ein Nachteil für sie ist.

Es fällt ihr nicht leicht, damit an die Öffentlichkeit zu gehen: „Ein Teil von mir möchte darüber sprechen, ein anderer aber nicht, weil ich das Gefühl habe, dass meine Worte verdreht werden oder die Leute dann sagen: ‚Ach, sie sucht nur nach Ausreden‘.“

Derzeit ist Hodgkinson dabei, einen Weg zu finden, mit dieser speziellen körperlichen Gegebenheit zurechtzukommen. Zwar ist es ihr möglich, selbst bei einem Riss der Sehne weiter zu rennen, jedoch könnte sie deswegen auch ein höheres Risiko für Blessuren haben. (red)

Konstanze Klosterhalfen gemeinsam mit Hanna Klein nach der EM 2023.
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