61 Mio. Schulden? So geht Boris mit der Lawine um

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Boris Becker mit seiner Frau Lilly  auf dem Oktoberfest 2017.

London – Boris Becker (49), Legende einer ganzen Generation. Als 17-jähriger erobert „Bobbele“ 1985 den Center Court von Wimbledon. Insgesamt gewinnt er drei Titel in seinem „Wohnzimmer“. Eine Weltkarriere – made in Leimen.

Mit allem was dazu gehört: 49 Einzelsiege, darunter sechs Grand-Slam-Titel, Affären, zwei Hochzeiten, vier Kinder mit drei Frauen. Und jede Menge Kohle. Becker verdient bis 1999 rund 36 Millionen Euro an Gagen und Preisgeldern. Hinzu kommen etliche Millionen Euro aus Werbeverträgen, späteren Jobs beim Deutschen Tennis Bund oder als Trainer von Novak Djokovic. Sein Gesamtvermögen wurde einst auf über 100 Millionen Euro geschätzt.

Doch seit einigen Monaten gibt es traurige Gerüchte um einen erheblichen finanziellen Absturz. Eine Londoner Richterin erklärte ihn für bankrott, weil er angeblich Millionen-Schulden bei einer englischen Privatbank habe. Becker stellte in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ klar: „Ich bin weder zahlungsunfähig noch pleite.“

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Becker wurde im Sommer am Sprunggelenk operiert.

Jetzt berichtete das Magazin „Stern“ von einem Insolvenzbericht, dem „initial report“. Dieser soll zeigen, wie schlimm es um den Tennis-Star steht: zahlreiche Gläubiger sollen insgesamt 61 Millionen Euro von Boris fordern.

Demgegenüber sollen bei Becker bisher Vermögenswerte von unter einer Millionen Euro ermittelt worden sein.

Spekulationen um Boris Becker

Verschiedene Vermögenswerte wie etwa sein Elternhaus in Leimen sind allerdings noch nicht erfasst. Es wurde sogar spekuliert, dass Becker seine Tennis-Trophäen veräußern müsse, um Geld zurückzahlen zu können.

Der größte Gläubiger ist laut Stern-Bericht Multimillionär Hans-Dieter Cleven (74). Die beiden gründeten in den 90er Jahren eine Stiftung und mehrere Firmen. Immer wieder soll sich Becker bei ihm Geld geliehen haben, doch es soll für andere Verpflichtungen wie Steuernachzahlungen oder die Scheidung von Ehefrau Barbara verwendet worden sein.

Nicht alle wollen Millionen von Becker – der Kölner PR-Manager Sascha Rinne soll laut Stern-Bericht einen niedrigen sechsstelligen Betrag fordern, der Düsseldorfer Immobilienentwickler Uwe Reppegather (Firma Centrum) einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag.

Statement von Becker-Anwalt Moser

Der Anwalt von Becker, Christian-Oliver Moser aus Berlin, weist zu der Berichterstattung in Stern und Bunte auf folgendes hin: „Die angebliche Höhe der Schulden unseres Mandanten beruht allein auf den gerichtlich nicht überprüften Angaben der Gläubiger. Diese werden von unserem Mandanten vehement bestritten und werden einer gerichtlichen Überprüfung größtenteils nicht standhalten. Es droht auch nicht die Zwangsversteigerung von Memorabilien (Pokale, etc.)“.

Die Frage ist, wie geht Boris Becker mit dieser Lawine um, die ihn gerade zu überrollen scheint? Er lebt weiter, als sei nichts – auch weil es viele Menschen gibt, die ihn unterstützen: Eurosport verlängerte seinen Moderatoren-Vertrag, auf der Wiesn feierte er mit Ehefrau Lilly, er machte Urlaub auf Ibiza, traf dort Tennis-Legende Björn Borg und er nahm auf Einladung an einem Poker-Turnier in Tschechien teil, wobei er mit einem Hubschrauber eingeflogen wurde. Der Deutsche Tennis Bund ernannte ihn zudem zum „Head of Tennis“ des Davis Cup Teams. Den Job macht er offiziell ehrenamtlich.

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