Experte glaubt an Haas-Aus Mick Schumacher: Ein Jahr Pause, dann zu Audi-Sauber

Mick Schumacher zwischen einer Spalier von Cheerleaderinnen.

Mick Schumachers Zukunft in der Formel 1 bleibt ungewiss. Das Foto zeigt ihn beim Grand Prix der USA am 23. Oktober 2022.

Die Zukunft von Nachwuchstalent Mick Schumacher bleibt weiterhin ungewiss. Jetzt meldet sich ein alter bekannter Experte mit keinen rosigen Aussichten zu Wort.

Für Mick Schumacher (23) wird die Luft in der Formel 1 immer dünner. Und das liegt nicht am 2285 Meter hoch gelegenen Autodromo Hermanos Rodriguez, in dem am Sonntag (30. Oktober 2022, 21 Uhr, Sky) der Mexiko-GP steigt.

Der seit acht Rennen punktlose Jungstar droht von Haas-Teamchef Günther Steiner (57) weggeekelt und durch Routinier Nico Hülkenberg (35) ersetzt zu werden. Experten raten ihm bereits zu einem Jahr Pause und einem Wechsel zu Audi-Sauber.

Mick Schumacher in Austin mit viel Pech

Öffentlich steckt Mick Schumacher auch die jüngste Enttäuschung in Austin weg, wo ihm ein beschädigtes Auto und eine schlechte Strategie die ersten Punkte seit Spielberg vermiesten und er nur 14. wurde. „Der einzige Weg ist da durch und wir kämpfen weiter. Unsere Zeit wird kommen“, sagt Mick.

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Bei seiner Mexiko-Premiere im Vorjahr musste er sich erst an die Höhenluft und neue Strecke gewöhnen und wurde nur 17.. Dennoch glaubt er, dass er vor dem mexikanischen Volksfest „Día de los Muertos“ (Tag der Toten) endlich seinen Punktlos-Fluch brechen kann: „Wir hatten im vergangenen Jahr keine Probleme mit der Standfestigkeit, deshalb hoffe ich, dass wir in der Lage sein werden, frische WM-Punkte einzufahren.“

Doch seine Fehler unter dem immensen Haas-Druck (Unfall im Suzuka-Training, Dreher im Austin-Qualifying) und das Ultimatum von Teambesitzer Gene Haas („Mick kostet uns ein Vermögen. Er muss uns zeigen, dass er Punkte einfahren kann“) lassen bei Experten die Alarmglocken schrillen.

„Wenn man die ganzen Zwischentöne analysiert, stellt man fest, dass er wohl nicht passt und man ihn loswerden will“, sagt Experte Christian Danner (64) bei Sport1.

Christian Danner glaubt an Haas-Aus von Schumacher

Dazu habe neben seiner von Steiner angeprangerten fehlenden Konstanz auch die öffentliche Sky-Kritik von Onkel Ralf Schumacher (47) beigetragen: „Im Umfeld von Mick ist schon viel Kritik an Haas geübt worden. Ob das schlau war, das wollen wir mal dahingestellt sein lassen. Speziell wenn man bedenkt, dass es für einen Insider die einzige Option war, die er hatte.“ Hier geht’s zu Umfrage zu Mick Schumacher:

Ralf Schumacher weiß um die Abneigung von Steiner, für ihn sollte aber die Leistung zählen: „Die jetzigen Haas-Fahrer machen einen guten Job. Und ich glaube, Haas täte gut daran, an beiden festzuhalten und – wenn man schon so kritisch gegenüber den Fahrern ist – vielleicht auch mal etwas Selbstkritik zu üben.“ Und er stichelt gegen Doku-Star Steiner („Drive to Survive“): „Das ist hier nicht Netflix, das ist die Formel 1.“

Für Danner ist das Kapital Haas-Mick aber zu Ende. Er rät Mick zum Abschied und einem Jahr Pause: „Ich bin der Meinung, dass für einen Burschen wie ihn ein Jahr Päuschen nicht so schlimm wäre. Er ist noch so jung und kann dann ohne Probleme wieder an seine Formel-1-Karriere anschließen.“

Nach der Trennung von der Ferrari-Akademie könnte Mick ohne Probleme zu Sauber wechseln, wo die Verträge von Valtteri Bottas (33) und Guanyu Zhou (23) auslaufen und Audi 2026 als Werksteam übernimmt.

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