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Verwirrung in der Formel 1 Verstappen gewinnt Chaos-Rennen – und ist am Ende Weltmeister

Max Verstappen steuert seinen Red Bull durch den Regen von Suzuka.

Max Verstappen führt im Regen von Suzuka am 9. Oktober 2022 im Red Bull vor Charles Leclerc im Ferrari.

Regen-Chaos, ein Seriensieger, zunächst eine vertagte WM-Entscheidung und dann doch Max Verstappen als Weltmeister: Der Große Preis von Japan in Suzuka hatte einiges zu bieten.

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat im Regenchaos von Suzuka den Großen Preis von Japan gewonnen.

Der Red-Bull-Star verpasste am Sonntag allerdings zum zweiten Mal nacheinander die frühzeitige Titelverteidigung, weil es in dem verkürzten Rennen nicht die volle WM-Punktzahl gab. Zumindest dachten das alle nach dem Sieg. Doch dann kam alles anders!

Vettel wird Sechster, Schumacher landet auf Platz 18

Doch nach dem Rennen herrschte Verwirrung, denn Verstappen wurde von der FIA überraschend doch zum Weltmeister gekürt. Journalisten und Experten an der Strecke reagierten gleichermaßen überrascht.

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Auch das siegreiche Red-Bull-Team samt Formel-1-Weltmeister Max Verstappen war nicht auf eine Siegesfeier vorbereitet. Der Red-Bull-Fahrer erhielt trotz des nur verkürzt gefahrenen Regenrennens in Japan die volle Punktzahl und kann damit nicht mehr von Platz eins der Gesamtwertung verdrängt werden, wie der Weltverband am Sonntag bestätigte.

Eine Erklärung gab es zunächst nicht, aber beim Red-Bull-Team floss der Champagner, Verstappen feierte seine erfolgreiche Titelverteidigung. Für den Niederländer ist es der zweite WM-Titel in der Formel 1.

„Ich habe nicht damit gerechnet, Weltmeister zu werden. Aber am Ende haben sie mir die vollen Punkte gegeben, denke ich“, sagte Verstappen. Auf die Frage, wie die Feier aussieht, sagte er nur: „Ich gehe jetzt nach Hause.“ Verstappens Lebensgefährtin Kelly Piquet sagte: „Wir haben das alle nicht verstanden, ich glaube, es war sehr verwirrend für Max.“

Auch Verstappens Team war nicht auf den Triumph vorbereitet. „Unser Strategiemann sagte: Uns fehlt ein Punkt, weil wir nicht die schnellste Runde haben. Es war für alle von uns eine Riesenüberraschung“, sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko.

Verstappen profitierte am Ende davon, dass Leclerc eine Kurve verpasste, deswegen eine Fünf-Sekunden-Strafe erhielt und so den zweiten Platz nachträglich an Perez abgeben musste. Obwohl nur 28 der 53 geplanten Runden gefahren wurden, vergab der Automobil-Weltverband FIA volle Punkte. In diesem Punkt herrschte auch nach Rennende lange Verwirrung.

Start in Suzuka war lange fraglich

In Suzuka regnete es am Sonntag ausdauernd. Der Restart erfolgte mehr als zwei Stunden nach der Unterbrechung. Zwischenzeitlich sah es danach aus, als könne gar nicht gefahren werden.

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim/Aston Martin) kam in seinem letzten Japan-Rennen dank einer gewagten Strategie als Sechster in die Punkte. Mick Schumachers Reifenpoker ging daneben, der Haas-Pilot verpasste die Punkteränge und wurde 18. und letzter Fahrer im Ziel. 

Erinnerungen an Horror-Unfall von Jules Bianchi

Eine Schrecksekunde erlebte der Franzose Pierre Gasly. Der AlphaTauri-Pilot rauschte in der zweiten Runde knapp an einem Bergungsfahrzeug vorbei – Erinnerungen an den schweren Unfall in Suzuka 2014, der seinen Freund Jules Bianchi das Leben gekostet hatte, wurden wach. Das Rennen war zu diesem Zeitpunkt bereits unterbrochen.

Gasly war allerdings noch auf der Strecke, weil er unter Safety Car zuvor in der Boxengasse Teile gewechselt hatte und dem Feld hinterherfuhr. „Das ist inakzeptabel“, schimpfte Gasly im Funk. Der Weltverband FIA teilte mit, Gasly sei mit „bis zu 250 km/h“ unterwegs gewesen, obwohl die Rote Flagge bereits gezeigt war. Die Rennkommissare befassen sich nach dem Rennen mit dem Vorfall. (can/sid/dpa)

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