Haas-Boss teilt weiter ausSteiner bricht mit den Schumachers: „Sie haben versucht, Druck auszuüben“

Günther Steiner spricht mit Mick Schumacher.

Günther Steiner und die Familie Schumacher – Freunde werden beide Parteien in diesem Leben wohl nicht mehr. Der Haas-Boss teilt nun weiter aus.

von Oliver Reuter (reu)

Er kann es nicht lassen. Nächste Rennwoche, nächste Verbalattacke von Haas-Teamchef Günther Steiner (58) auf Mick Schumacher (24) und dessen Familie.

Der Südtiroler keilt vor dem Aserbaidschan-GP (Sonntag, 13 Uhr, Sky) gegen Sky-Experte Ralf Schumacher (47) und tritt auch gegen Mercedes und Ford nach. Es scheint so, als müsse Steiner dringend sein Buch „Surviving to Drive“ bewerben.

Günther Steiner: „Mick ist Wasser unter der Brücke“

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... die Verheißung und Enttäuschung Mick Schumacher: „Das war alles schwierig, weil durch Micks Name ein Riesendruck entstand. Aber der Rennsport ist nicht einfach und der Aufstieg für junge Leute in der Formel 1 ist sehr hart. Niemand verdient es, in der Formel 1 zu sein, man muss Leistung bringen. Mick hat auch Punkte gebracht, aber dann kamen die großen Unfälle, was für uns zum Problem wurde, weil so viel kaputt ging.“

... seine jetzige Beziehung zu Mick: „Es ist jetzt Wasser unter der Brücke. Er ist in der Boxengasse jetzt am anderen Ende, deswegen sehen wir uns sehr selten. Wenn er mit mir sprechen will: Ok. Wenn er nicht mit mir sprechen will, ist es auch ok. Das muss ich respektieren und bin ok damit.“

... die Einflussnahme durch Micks Umfeld wie Managerin Sabine Kehm und Onkel Ralf Schumacher: „Ich denke, sie haben versucht, Druck auszuüben, um Mick zu halten und dem ganzen Team die Schuld zu geben, und ich glaube nicht, dass das gut für Mick war.“

Günther Steiner über Ralf Schumacher: „Suche meine Freunde selbst aus“

... seine Privatfehde mit Sky-Experte Ralf Schumacher, der ihm eine miese Personalführung vorwarf: „Ich habe kein Problem, ich bin Profi und muss meine Arbeit machen. Ich glaube, das Problem liegt eher bei jemandem anders, nicht bei mir. Deswegen mache ich mir darüber auch keine Sorgen und muss da auch nicht hingehen. Die Beziehung besteht nicht mehr und ich brauche auch keine neue. Ich suche mir meine Freunde selbst aus und mit wem ich sprechen will. Da war ich immer so und das wird auch so bleiben.“

Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

... Mercedes-Teamchef Toto Wolff (51), der sagte, Steiner hätte Mick anders behandelt, wenn Vater Michael Schumacher an dessen Seite gewesen wäre: „Was ich sagen muss, ist: Wenn mein Vater in der Nähe gewesen wäre, hätte Toto nicht gesagt, was er gesagt hat.“

... seine Zeit bei Fords Werksteam Jaguar unter Teamchef Niki Lauda (†70): „Der R3 war das größte Stück Scheiße, das jemals gebaut wurde. Es wurde entwickelt, bevor Niki und ich dazukamen. Damals war der Launch eines Formel-1-Autos immer sehr spektakulär, ganz egal wie beschissen es war. Kurz vor dem Launch hatte Niki eine Besprechung mit den Technikern, und als er herauskam, war er außer sich. ‚Du weißt, dass das letztjährige Auto scheiße war, ja?‘, sagte er. ‚Nun, anscheinend wird dieses Auto noch schlechter sein.‘ Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen so wütenden Mann gesehen. Niki wollte Blut. Er war kurz davor, vor hundert Presseleuten aufzutreten und ihnen zu erzählen, was für ein großartiges Auto es sei, obwohl es ein Scheißhaufen war.“