Menschliche Enttäuschung Mazepin will zurück in Formel 1 und gibt Mick Schumacher ordentlich einen mit

Nikita Mazepin steht im Rennanzug an der Strecke in Barcelona.

Nikita Mazepin (Russland) am 23. Februar 2022 bei Testfahrten der Formel 1 in Barcelona.

Für Mick Schumacher läuft es alles andere als rund in der Formel 1. Jetzt meldet sich auch noch sein ehemaliger Teamkollege Nikita Mazepin und findet keine netten Worte.

Er ist streitbar, wild und oft uneinsichtig: Nikita Mazepin (23) fuhr bis zum russischen Angriff auf die Ukraine in der Formel 1 an der Seite von Mick Schumacher (23) beim US-Rennstall Haas. Dann wurde der Vertrag des Russen mit sofortiger Wirkung beendet, man trennte sich auch von Sponsor Uralkali (Bergbauunternehmen).

Mazepin sagte damals: „Ich war nicht bereit dafür. Ich habe weder einen Hinweis darauf erhalten, der mir gesagt hätte, dass sie diese Entscheidung getroffen haben und dass sie in 15 Minuten in Kraft treten wird. Ich habe es zur gleichen Zeit erfahren wie alle anderen.“

Nikita Mazepin enttäuscht von ehemaligen Teamkollegen bei Haas

Jetzt legte Mazepin nochmal nach und gab dabei auch seinem Ex-Kollegen Mick ordentlich einen mit. Bei „MatchTV“ sprach der Russe am 14. Juni 2022 darüber, dass sich seitdem niemand mehr vom Team bei ihm gemeldet habe: „Wenn ein Mechaniker oder jemand, mit dem ich eng zusammenarbeitet habe, entlassen wurde, habe ich eine Nachricht auf Whatsapp geschickt, unabhängig von meiner Einstellung zur Person oder zur Geschäftsführung.“ Für ihn sei das alles eine menschliche Enttäuschung.

Alles zum Thema Mick Schumacher
  • Nach nur vier F1-Rennen Erster Fahrerwechsel bahnt sich an – Schumacher will Punkte einfahren
  • Formel 1 in Miami Max Verstappen: Erst heiße Küsse, dann heißes Qualifying – Ferrari besser
  • Formel 1 live Charles Leclerc auf der Pole: Grand Prix von Aserbaidschan im Ticker
  • Formel 1 Verstappen donnert in Miami zum Sieg – Mick Schumacher und Vettel schießen sich ab
  • Seit 26 Rennen punktlos Kritik nach Vettel-Crash: Ist Mick Schumacher mit der Formel 1 überfordert?
  • „Luft wird dünner“ Nach schwierigem Saisonstart: Haas-Teamchef Steiner mit klarer Ansage an Schumacher
  • Formel 1 Hiobsbotschaft und Chef-Ansage für Mick Schumacher vor Spanien-Rennen
  • Formel 1 in Spanien Vettel enttäuscht, Mick feiert Top-Ten-Premiere – Leclerc schnappt sich die Pole
  • Hitze-Drama in Spanien Verstappen gewinnt dank Leclerc-Ausfall – Mick muss weiter auf Punkte warten
  • Mick Schumacher Haas-Chef erhöht mit klarer Punkte-Ansage den Druck

Für Mick Schumacher findet er auch deutliche Worte: „Die Ergebnisse sprechen für sich, da muss ich nichts mehr hinzufügen.“ Rumms, das sitzt!

Für Mazepin rutschte der Däne Kevin Magnussen (29) ins Haas-Cockpit. Mazepin verfolgt genau, was er leistet und will auch selber bald wieder in der Formel 1 fahren. „Ich würde sofort wieder ins Lenkrad greifen und die erste Möglichkeit nutzen. Manchmal passieren Wunder“, so der Russe zu der Behauptung, dass er wohl keinen Vertrag mehr bekommen würde.

Nikita Mazepin will wieder in der Formel 1 starten

Er vergleicht sich dabei sogar mit Magnussen, der die Formel 1 ja auch schon abgeschlossen hatte und plötzlich wieder in einem Cockpit sitzt. „Alles ist möglich“, so Mazepin. „Magnussen ist nach seiner Pause in sehr guter Form und hat bewiesen, was er kann. Ich plane, seine Erfolgsgeschichte zu kopieren. Vor vier Monaten konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass sich alles so schnell ändert. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass in vier Monaten für mich wieder alles in Ordnung ist, aber ich hoffe es.“

Ob es für Kollege Mick Schumacher weiter geht in der Formel 1, ist auch offen. Beim Haas-Team gibt es derzeit mächtig Stunk um seine Person. Zuletzt machte Teamchef Günther Steiner Druck, dass Mick endlich in die Punkte fahren soll. Zudem dürften keine weiteren teuren Crashs produziert werden.

Weit mehr als eine Million Euro kosteten die Unfälle von Mick sein Team in diesem Jahr bereits. Das schmerzt natürlich bei einem Team, das kein hohes Budget hat. „Mick muss lernen, dass solche Fehler nicht passieren dürfen, gar keine Frage“, schrieb Onkel Ralf Schumacher (46) in seiner Sky-Kolumne.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.