Formel 1 Mercedes-Boss Wolff sorgt für neue Mick-Hoffnung – Sprint-Strecken bekannt gegeben

Schielt weiter in Richtung Mercedes: Mick Schumacher.

2023 vielleicht doch noch im Fahrerlager? Mick Schumacher beim Grand Prix von Abu Dhabi am 19. November 2022.

Mick Schumacher muss sich die Formel-1-Saison 2023 von außerhalb der Strecke anschauen. Sein letzter Strohhalm für eine Königsklassen-Zukunft bleibt Mercedes.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff (50) hat das Interesse an Mick Schumacher als Formel-1-Ersatzfahrer für die kommende Saison bekräftigt. „Ich mag Mick wirklich und ich mag die Familie, wie sie ihre Kinder aufgezogen hat, mit diesem unglaublich berühmten Namen. Ich denke, er verdient eine Chance“, sagte Wolff im am Mittwoch (7. Dezember 2022) veröffentlichten Formel-1-Podcast „Beyond The Grid“.

Dinge können „in deinen ersten Jahren in der Formel 1 gegen dich laufen. Dann stand er unter Druck, liefern zu müssen, das hilft nicht. Die Formel 1 ist brutal“, befand Wolff.

Wolff macht Mick Hoffnung: „Verdient eine Chance“

Mick Schumacher (23) hat nach zwei Jahren sein Stammcockpit beim US-Team Haas an Nico Hülkenberg (35) verloren. Wolff hat schon mehrfach seine Wertschätzung für den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher ausgedrückt. „Es kann gut sein, vielleicht auf eine Art ein Jahr draußen zu sein als dritter Fahrer, ähnlich wie es Daniel (Ricciardo, 33) tut, um sich in eine bessere Position zu bringen und hoffentlich wieder einen Platz zu finden.“ Der Australier Ricciardo wird nach seinem Aus bei McLaren 2023 für seinen früheren Rennstall Red Bull als Testpilot arbeiten.

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Stammfahrer bei Mercedes sind Lewis Hamilton (37) und George Russell (24). Nach den Abgängen der Ersatzfahrer Nyck de Vries (27, Stammfahrer Alpha Tauri) und Stoffel Vandoorne (30, Ersatzpilot Aston Martin) haben die Silberpfeile Bedarf an einem neuen Entwicklungspiloten. „Er hat mich schon immer als Persönlichkeit beeindruckt“, sagte Wolff über Mick Schumacher, der die Nachwuchsklassen Formel 2 und Formel 3 gewinnen konnte.

Formel 1: Sechs Sprint-Strecken für die Saison 2023

Falls der Mercedes-Coup aus Schumacher-Sicht gelingen könnte, wäre Mick wohl auch hautnah bei den Sprintrennen dabei. Am Mittwoch (7. Dezember) gab die Formel 1 die Strecken für die sechs Sprintrennen in der kommenden Saison bekannt. Die Motorsport-Königsklasse wird die Mini-Events über jeweils 100 Kilometer Distanz in Baku (Aserbaidschan), Spielberg (Österreich), Spa-Francorchamps (Belgien), Doha (Katar), Austin (USA) und São Paulo (Brasilien) austragen.

Die Formel 1 wählte nach eigenen Angaben vom Mittwoch jene Strecken für das Sprint-Format aus, die „Überholmöglichkeiten, enges Rennfahren und Hochgeschwindigkeitsabschnitte“ bieten.

„Mit der Einführung des Formel-1-Sprints wurde ein Rennwochenende geschaffen, das drei Tage mit wettbewerbsfähiger Rennfahr-Action umfasst und den Fans des Sports mehr Unterhaltung sowie einen zusätzlichen Nutzen für die wichtigsten Interessengruppen wie Teams, Sendeanstalten, Partner und Austragungsorte bietet“, befand Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali (57).

Sprintrennen in der Formel 1 gibt es seit 2021. Bislang wurden aber jede Saison nur drei dieser kurzen Events ausgetragen. Der Sprint soll dem Grand-Prix-Wochenende zusätzliche Spannung verleihen. Im Gegensatz zu 2021 gab es 2022 auch mehr Punkte: Der Sieger bekam acht Zähler und nicht mehr nur drei. Weltmeister Max Verstappen gewann im Red Bull von den sechs Rennen alleine drei.

Der Sprint sorgt für eine Änderung des Wochenend-Formats bei den Großen Preisen. Die sonst übliche Qualifikation mit den drei K.o.-Runden findet schon am Freitag statt. Das Ergebnis dieser Einheit ist die Grundlage für die Sprint-Aufstellung tags darauf. Im Mini-Event am Samstag besteht freie Reifenwahl, Boxenstopps sind nicht vorgeschrieben. Das Ergebnis des Sprints ermittelt die Startaufstellung für den Grand Prix am Sonntag. (dpa/sto)

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