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Mercedes zeigt schwarze BestieOnkel Ralf über Mick: „Chance größer, dass er vielleicht fahren kann“

Das Team von Mercedes präsentierte am 15. Februar 2023 den schwarzen W14.

Das Team von Mercedes präsentierte am 15. Februar 2023 den schwarzen W14.

Mercedes hat sein neues Auto für die Saison 2023 vorgestellt. Lewis Hamilton möchte Weltmeister werden, Ersatzfahrer Mick Schumacher möglichst viel lernen.

von Oliver Reuter (reu)

Mercedes greift im Kampf mit Red Bull um die Rückeroberung des WM-Titels einen legendären Trick von Kult-Rennleiter Alfred Neubauer (†89) wieder auf. Der ließ in der Saison 1934 am W25 von Juan Manuel Fangio (†84) den weißen Lack abkratzen, um das Gewichtslimit einzuhalten – die Geburt der Silberpfeile.

Sein Nachfolger Toto Wolff (51) sparte am neuen W14 von Lewis Hamilton (38) selbst die paar Gramm für den Silberlack und lässt ihn als schwarze Bestie auf Weltmeister Max Verstappen (25) los.

F1 2023: Mercedes wieder ganz in Schwarz

Black is beautiful. „Er sieht gut aus“, schwärmte Wolff über seinen neuen Bullen-Jäger, dessen schwarze Kohlefaser-Haut die sichtbare Oberfläche bildet. Das Design gefällt natürlich auch Hamilton, der als erster Schwarzer in der Formel 1 gegen Diskriminierung kämpft und schon in den Jahren 2020/2021 im schwarz lackierten Silberpfeil um die WM kämpfen durfte.

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„Es ist großartig, dass er wieder schwarz ist“, betonte Hamilton. „Hoffentlich ist er auch genauso schnell, wie er aussieht.“ Das wird sich zwar erst bei den Testfahrten in Bahrain (23. bis 25. März) herausstellen, doch Wolff versicherte: „Wir lassen nichts unversucht auf der Suche nach Millisekunden. Dieses Jahr geben wir alles, um zurückzukehren an die Spitze und haben versucht, jedes einzelne Gramm herauszuquetschen. Jetzt wiederholt sich also Geschichte.“

Der Vorgänger W13 kämpfte unter anderem mit zu hohem Gewicht und neigte durch den extremen Anpressdruck zu dem leidigen Hüpfen („Porpoising“). Durch den fehlenden Speed verlor Hamilton schon früh den Anschluss an Verstappen und am Ende ohne einen Rennsieg seine bis dato 14 Jahre andauernde Serie.

Der einzige Sieg gelang seinem Teamkollegen George Russell in Brasilien, gemeinsam wollen sie ab dem WM-Start (5. März in Bahrain) Verstappen wieder angreifen. Geburtstagskind Russell (wurde am 15. Februar 25) sagte: „Wir sind alle hier, um zu gewinnen, so einfach ist das. Wir wollen alle nicht 2022 wiederholen.“

Mick Schumacher: „Will so viel lernen wie möglich“

Hamilton träumt immer noch davon, mit seinem achten Titel Rekordweltmeister Michael Schumacher (54) zu entthronen. „Ich glaube immer, dass ich noch besser werden kann“, betonte der Brite, er liebe die Herausforderung, noch mehr Leistung aus sich herauszukitzeln.

Dabei wird ihm nun Mick Schumacher (23) aus der Nähe zusehen. Der Schumi-Sohn wird das Team nach seinem Aus beim Haas-Ferrari als Simulatorfahrer und Ersatzpilot unterstützen.

„Ich stehe ein bisschen an der Seitenlinie, aber ich werde alles geben, um zu helfen“, sagte Mick, „und ich will von Lewis und George so viel lernen wie möglich.“ Damit er im Notfall in die schwarze Bestie steigen und sich für ein Stammcockpit 2024 empfehlen kann.

Das hofft auch Micks Onkel Onkel Ralf (47). Der sieht vor allem gute Chancen, weil Mick nicht nur bei Mercedes, sondern auch deren Kundenteam McLaren als Ersatzfahrer eingeplant ist. „Für die Teams ist es super, jemanden wie Mick zu haben. Er kennt sich aus, er kennt die Strecken. Mick kommt quasi frisch aus dem Auto. Für ihn ist es auch eine gute Möglichkeit. Bei vier Chancen ist die Chance für ihn größer, dass er vielleicht fahren kann“, sagte Ralf Schumacher gegenüber Sky.

Im Titelrennen traut Ralf Schumacher Mercedes unterdessen durchaus etwas zu. „Mercedes sollten wir auf dem Zettel haben. Sie haben es geschafft, in dem Budget ohne Testfahrten ihr Auto wieder zurückzubringen und die Defizite zu erkennen. Sie haben zudem auch eine sehr starke Fahrerpaarung.“