Ein deutscher Fahrer & kein Grand Prix Ex-Mercedes-Chef wettert über Formel-1-Situation in Deutschland

Die Aufnahme zeigt den Hockenheimring und seine Tribünen.

Hier war schon lange kein Formel-1-Rennen mehr. Eine Aufnahme am Hockenheimring vom 17. Juli 2014.

Ex-Mercedes-Boss Norbert Haug sieht die Formel-1-Situation in Deutschland äußerst kritisch. Nur noch ein deutscher Fahrer steht 2023 auf dem Startfeld und einen Grand Prix gibt es schon seit Jahren nicht mehr.

Michael Schuhmacher (53), Sebastian Vettel (35) oder auch Nico Rosberg (37): Diese Fahrer haben in der Formel 1 eine glorreiche Ära für den deutschen Motorsport geprägt. Mittlerweile hat sich dieses Bild jedoch in eine ganz andere Richtung verschoben.

Der ehemalige Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug (70) hat den Zustand der Formel 1 in Deutschland scharf kritisiert. Sie habe sich „in Deutschland zu einem Trauerspiel rückentwickelt, für das sich jeder Motorsportenthusiast nur fremdschämen kann“, betonte der ehemalige Formel-1-Funktionär in einer Kolumne für das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Dienstag (27. Dezember 2022).

Ex-Mercedes-Boss Haug kritisiert deutschen Motorsport-Situation

Haug erinnerte an die Erfolge von Mitte der 1990er-Jahre bis 2016 mit deutschen Weltmeistern „wie am Fließband“. Dazu an die Rennen auf dem Hockenheim- und dem Nürburgring, zeitweise wurde pro Jahr auf beiden Strecken gefahren.

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Ebenso erinnerte er an die einst hohe Anzahl von deutschen Piloten in der Motorsport-Königsklasse: 2010 waren es insgesamt sieben gewesen. Und heute?

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Stand 2023 wird es wieder kein deutsches Rennen geben, einziger deutscher Stammfahrer wird Nico Hülkenberg (35) sein. Der 35-Jährige wird sein Comeback feiern. Er bekam das Cockpit anstelle von Mick Schumacher (23) beim US-Team Haas.

Schumacher wird nur noch als Ersatzfahrer dabei sein, immerhin beim ehemaligen Branchenführer Mercedes. Sebastian Vettel hat nach der vergangenen Saison seine Karriere mit insgesamt vier WM-Titeln beendet.

„Audi, die 2026 in die Formel 1 kommen werden, Mercedes, der ADAC, der AvD, deutsche Sponsoren und alle sogenannten Stakeholder sollten kräftig in die Hände spucken“, forderte Haug. Sie sollten Nachwuchsarbeit betreiben und gemeinsam dafür sorgen, „dass die Autonation Deutschland nicht endgültig die Beute der Autohasser“ werde. (dpa)

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