So ehrlich hat man Mario Götze selten gehört. Er redet über den größten Fehler in seinem Fußballerleben. Ein Transfer, der nicht zustande kam und den er sich heute noch vorwirft.
„Zu 100 Prozent“Götze packt aus: Diese Klopp-Entscheidung tut ihm heute richtig weh

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Mario Götze im Mannschaftstraining bei Eintracht Frankfurt.
Dieser eine Moment lässt Mario Götze einfach nicht los. Wir schreiben das Jahr 2016: Seine Ära beim FC Bayern München neigt sich dem Ende zu, und die Angebote flattern nur so rein.
Sein früherer Verein Borussia Dortmund war eine Option, genauso wie Klubs aus Spanien und der italienische Top-Verein Juventus Turin. Aber die vielversprechendste Fährte ging nach England, direkt zu seinem Förderer Jürgen Klopp beim FC Liverpool. Götze war für ein Gespräch sogar schon dort.
„Idee, zu Klopp zu gehen, gefiel mir sehr gut, aber ...“
Letztlich fiel seine Wahl auf eine Heimkehr zum BVB – einen Entschluss, den er einige Zeit danach zwar als Fehler bezeichnete, aber nicht bedauerte. Diese Einstellung ist jetzt Geschichte. Gegenüber „The Athletic“ gibt er nun zu, dass er es „zu 100 Prozent“ bereut.
„Die Idee, zu Klopp zu gehen, gefiel mir sehr gut, aber der Verein befand sich in einer nicht so guten Situation“, schaut Götze in die Vergangenheit. Die „Reds“ kickten damals nur in der Europa League, während er als Weltmeister vom FC Bayern kam und die Königsklasse als sein Level ansah. Das berichtet der „Kicker“.
Das war eine Lehre, die er ziehen musste, wie er heute einräumt: „Ich habe damals nicht verstanden, dass manche Dinge Zeit brauchen.“ Und während die Reds mit Klopp eine Erfolgsgeschichte schrieben, blieb Götze in Dortmund hinter den großen Hoffnungen zurück. Über die PSV Eindhoven landete er schließlich bei Eintracht Frankfurt, wo er seit vier Jahren spielt. Seine Hochachtung für Klopp ist aber geblieben.
Über den Mann, der demnächst das DFB-Team trainieren soll, meint Götze: „Was er versteht – und was die meisten Trainer vielleicht nicht verstehen –, ist, wie man mit Menschen umgeht.“ Klopp sei in der Lage, Erwartungshaltungen zu managen und aus Einzelnen ein Team zu schmieden. „Das hat er perfekt verstanden. Er kann sehr deutlich sein in dem, was er will und fordert. Deshalb war er so erfolgreich.“
Götze ruft sich ein Gespräch ins Gedächtnis, in welchem Klopp erläuterte, er müsse „Menschen zusammenbringen, die sich mögen, damit sie 120 Prozent statt 100 Prozent Leistung bringen können“. Die Schlussfolgerung von Götze dazu ist glasklar: „Genau das hat er getan.“ (red)
