Die Suche nach einem Nachfolger für Eric Martel im defensiven Mittelfeld gehört bei FC-Geschäftsführer Thomas Kessler zu den wichtigsten Aufgaben.
Klare Transfer-Tendenz beim FCWunschspieler heiß umworben – Rückkehrer im Fokus
Ohne Neuzugänge hat der 1. FC Köln am Samstag (18. Juli 2026) das erste Testspiel der Saisonvorbereitung bestritten. Beim 5:0 gegen den Bezirksligisten FC Rheinsüd musste Abwehrspieler Luka Lochoshvili (28) kurzfristig passen, der tags zuvor verpflichtete Reigan Heskey (18) war noch in Zivil als Zuschauer dabei.
Als alleinigen Sechser setzte Trainer René Wagner (37) gegen den unterklassigen Gegner auf Tom Krauß (25). Auf der neuralgischen Position, die vergangene Saison Eric Martel (24) bekleidet hatte, will Sport-Boss Thomas Kessler (40) unbedingt einen Neuzugang mit Stammplatz-Anspruch holen. Dabei gibt es eine klare Transfer-Tendenz.
Verpflichtung eines Abräumers hat beim FC Priorität
Der zwischenzeitlich als Wunschspieler gehandelte Mexikaner Edson Álvarez (28) hätte zwar viel Qualität und die Erfahrung aus über 100 Länderspielen mitgebracht, doch diese Attribute haben auch ihren Preis. Der Kapitän des WM-Gastgebers verdient bei West Ham United derart gut, dass er am Geißbockheim schlicht nicht ins Gehaltsgefüge passt.
Dazu passt auch, dass sich mit Benfica Lissabon laut Sky jetzt ein großer Name in den Poker um Álvarez eingeschaltet haben soll. Die Portugiesen demonstrierten dem FC schon ihre Finanzkraft, als sie die Ausstiegsklausel für Jakub Kaminski (24) zogen und den Polen für 20 Millionen Euro in die Hauptstadt holten.
Benfica, in vergangenen Jahren regelmäßiger Gast in der Champions League, spielt in der neuen Spielzeit nur in der Europa League, will daher gerade national nach Platz drei in der Vorsaison wieder angreifen. Álvarez könnte dabei als erfahrene Stütze eine Rolle spielen, während er für den FC finanziell schlicht eine Nummer zu groß gewesen wäre.
Parallel stand daher stets die erhoffte Rückkehr von Ellyes Skhiri (31) im Raum, die am Geißbockheim nun Priorität genießt. Im Hintergrund wird eifrig an einer Rückkehr nach Köln, wo der Tunsier sich von 2019 bis 2023 zum Publikumslieblingen entwickelte, gearbeitet.

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Edson Álvarez wird aller Voraussicht nach nicht zum 1. FC Köln wechseln, bei Ellyes Skhiri sind die Hoffnungen deutlich größer.
Knackpunkt ist wie bei Álvarez aber noch der Faktor Finanzen. Skhiri verdient in Frankfurt deutlich besser als damals in Köln und muss für ein Comeback Abstriche machen. Zwischen den Vereinen herrscht weitestgehend Einigkeit, nur Skhiri konnte sich nach dem WM-Aus bislang noch nicht zu einer schnellen Entscheidung durchringen.
Gut für den FC: Die Hoffnung des Spielers, sich mit einer starken Weltmeisterschaft für einen letzten Top-Vertrag zu empfehlen, platzte durch die drei Horror-Vorstellungen der punktlosen Tunesier.
Die von Schweden (1:5) und Japan (0:4) abgeschossenen Nordafrikaner gehörten zu den schwächsten Teams der Vorrunde, Skhiri betrieb unter anderem mit einem Eigentor beim 1:3 gegen die Niederlande nicht gerade die erhoffte Eigenwerbung.
