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„Doktor Fußball“ muss DFB-Elf heilenKlopp passt perfekt – unverhoffte Chance für Red Bull

Jürgen Klopp macht im DFB-Trikot ein Selfie beim ersten deutschen WM-Gruppenspiel.

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Jürgen Klopp im DFB-Trikot bei der WM. Bald ist er Bundestrainer.

Aktualisiert:

Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer. Eine perfekte Wahl für alle Beteiligten. Und eine große Chance für seinen bisherigen Arbeitgeber.

Die Ampel steht auf Grün. Es müsste jetzt schon mit dem Teufel zugehen, wenn Jürgen Klopp nicht Nachfolger von Julian Nagelsmann als Bundestrainer beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) werden würde. Eine perfekte Entscheidung für den DFB, für Klopp und für Deutschland. Ein Kommentar.

Niemand muss alles an Jürgen Klopp lieben. Im Gegenteil, man kann sich an der Person Klopp reiben, er bietet durchaus Angriffsfläche. Und dennoch ist Klopp jetzt der beste Bundestrainer, den Deutschland bekommen kann. Der Zeitpunkt passt zudem perfekt.

Fußball-Deutschland liegt am Boden – perfekte Bedingungen für Klopp

„Ich bin Doktor Fußball. Ich will helfen, wo ich kann.“ Mit diesen Worten stellte sich Jürgen Klopp im Januar 2025 bei seinem aktuellen Arbeitgeber Red Bull in seiner Rolle als Global Head of Soccer vor. Jetzt wird „Doktor Fußball“ von einer ganzen Nation gebraucht. Einer stolzen Fußball-Nation, die nach drei verkorksten Weltmeisterschaften mit drei verschiedenen Bundestrainern komplett am Boden liegt. Und Klopp ist gerade verfügbar. Zumindest ist er gerade nicht als Trainer tätig.

Noch ist Klopp bei Red Bull, die Betonung liegt auf dem Wörtchen „noch“. Und mit diesem Wörtchen kennt sich der WM-Experte für MagentaTV bestens aus, hatte er doch vor dem ersten WM-Spiel Deutschlands im TV gesagt, dass „noch“ Julian Nagelsmann die Mannschaft aufstelle – und damit trotz des 7:1-Kantersiegs über Curacao schon während der WM eine Diskussion um die Nachfolge von Nagelsmann ausgelöst.

Jetzt ist es soweit. Klopp steht bereit, sagt er selbst. Und Red Bull soll wohl auch nicht das große Problem darstellen, deutet Klopp an. Es müssen noch Gespräche geführt werden, das gibt er zu. Oliver Mintzlaff, der große RB-Boss, liege der deutsche Fußball ja auch am Herzen.

Mitzlaff ist aber nicht nur Fußball-Romantiker, er ist vor allem ein schlauer Mann. Das weltweite Marketing-Budget vom Getränkehersteller lag 2023 schon bei weit über 2 Milliarden Euro pro Jahr, mindestens eine Milliarde ging für Sponsoring drauf, rund 800 Millionen Euro flossen in die Werbung. Sollte Mintzlaff Klopp jetzt trotz Vertrags bis 2029 kostengünstig oder sogar ohne Ablöse zum DFB ziehen lassen, hätte der Energydrink-Hersteller wohl den größtmöglichen Imagegewinn in Deutschland sicher. Mintzlaff weiß das ganz genau, Klopp natürlich auch.

Und wenn es einer verdient hat, eine Chance als Bundestrainer (ja, früher war das mal eine Ehre!) zu bekommen, dann ist es Klopp. Der frühere Trainer von Mainz 05, Borussia Dortmund und des FC Liverpool hat überall Erfolge gefeiert: Aufstieg mit Mainz, Double-Sieg mit Dortmund, Titel in der Champions League und Premier League mit Liverpool – was Klopp anfasst, wird zu Gold.

Das hofft jetzt natürlich auch der DFB. Und auch, wenn Klopp kein Zauberer ist, dann ist dennoch klar: Er ist ein überragender Trainer. Seine Analysen bei der WM bei MagentaTV waren und sind überragend. Nur wenige verstehen es wie Klopp, komplizierte Zusammenhänge auf dem Platz so einfach zu vermitteln, dass sie auch Menschen verstehen, die sich maximal alle zwei Jahre für Fußball und die Nationalmannschaft interessieren.

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VEEDEL-Umfrage874 Stimmen 2 Kommentare

Jürgen Klopp für Julian Nagelsmann – die richtige Entscheidung?

Auf jeden Fall, das ist die beste Lösung.
Nagelsmann hätte eine weitere Chance verdient.

Doch nicht nur das, Klopp ist auch ein Menschenfänger. Die deutsche Nationalmannschaft wird aktuell in Deutschland nicht mehr uneingeschränkt geliebt. Zu tief sitzt bei den Fans die Enttäuschung, die die letzten schwachen Turniere hervorgerufen haben. Es gibt in Fußball-Deutschland genau eine Person, die mit ihrer Strahlkraft den deutschen Fußball wiederbeleben kann – „Doktor Fußball“, übernehmen Sie!

Ein weiterer Punkt, der für Klopp spricht: sein Verhältnis zu den Spielern. Es gibt keinen Profi, der im Nachhinein auch nur ein schlechtes Wort über die Zusammenarbeit mit Klopp – oder sogar über Klopp selbst – verliert. Bei Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann sieht das beispielsweise ein wenig anders aus.

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