Müller kritisiert die Kommunikation bei Neuers Comeback.
Zoff um Neuer-RückkehrThomas Müller kritisiert die Kommunikation von Bundestrainer Nagelsmann

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Thomas Müller blickt auf die Diskussion rund ums deutsche Tor. (Archivbild)
Weltmeister Thomas Müller (36) findet deutliche Worte zur heiß diskutierten Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor der Nationalelf. Kurz vor dem WM-Auftakt macht der Ex-Nationalspieler im „ran“-Interview klar: Die Entscheidung des Bundestrainers Julian Nagelsmann ist sportlich okay, aber die Art der Verkündung sorgt bei Müller für Kopfschütteln.
„Die Diskussion wurde natürlich heiß gekocht, weil sie kommunikativ fragwürdig war“, meinte Müller. Rein sportlich könne er den Entschluss aber nachvollziehen. Die deutsche Auswahl schwitzt aktuell im WM-Camp in Winston-Salem für das erste Gruppenspiel am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und Magenta TV) in Houston gegen Curaçao.
Überraschendes Comeback nach Rücktritt
Die Nominierung Neuers kam für viele aus dem Nichts. Der Torwart-Gigant hatte nach der Heim-EM 2024 seinen Abschied aus dem DFB-Team erklärt und seither kein Länderspiel absolviert. Lange Zeit galt Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim als die Nummer eins für das Mammut-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko.
Doch dann die Wende: Nagelsmann beorderte Neuer zurück. Das Problem dabei: Neuer fehlte in den finalen Testspielen gegen Finnland (4:0) und die USA (2:1) aufgrund von Wadenproblemen. Baumann hütete das Tor – und nun ist Neuer wieder da und trainiert mit dem Team.
Müller: „Keine Degradierung von Baumann“
Für Müller, der seine Karriere bei den Vancouver Whitecaps fortsetzt, ist unbestritten, was Neuer so stark macht. „Was Manu so auszeichnet, ist einfach dieses Stellungsspiel, seine Beinarbeit und wie er sich positioniert“, sagt er über seinen langjährigen Weggefährten. Ist Neuer fit, sei er die beste Wahl im Kasten.
Zugleich stärkt Müller aber auch Baumann den Rücken. Die Entscheidung sei „keine Degradierung von Baumann“. Er stellt klar: „Wir reden aber über Nuancen und auch über ein Gefühl. Und deswegen brauchen wir uns gar keine Sorgen machen, denn wir haben es ja gesehen: Oli Baumann ist nicht nur von seinen Torwartfähigkeiten, sondern auch vom Kopf her so gut - wenn Manu nicht kann, dann ist er da.“ Baumann müsse einfach „ready sein und uns helfen, wenn wir ihn brauchen“, lautet Müllers klare Ansage an die Nummer zwei. (dpa/red)
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