Nach dem Angriff am Rande des Berliner CSD ist noch vieles unklar. Erste Details über den mutmaßlichen Täter und seine Herkunft gaben Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner auf einer Pressekonferenz bekannt.
PK zum Angriff in Berlin„Islamistischer Terroranschlag“ – Abdul B. ging mit Machete auf Menschen los
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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner haben sich nach dem Angriff am Rande des Berliner CSD am Mittag zu den Vorkommnissen geäußert.
Die wichtigsten Informationen im Überblick:
- Bundeskanzler Friedrich Merz will sich am Nachmittag öffentlich in Berlin äußern. Wie ein Sprecher der Bundesregierung mitteilte, wird Merz gegen 16.15 Uhr ein Statement vor der St. Marienkirche abgeben.
- Die Stadt Berlin hat Trauerbeflaggung angeordnet. Um 16.30 Uhr wird es einen Gedenkgottesdienst in der St. Marienkirche geben.
- Der Berliner Senat wird um 15 Uhr zu einer Sondersitzung zusammenkommen, teilt Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner mit.
- Der Bundesinnenminister dankte allen Kräften, die sich engagiert haben. Die Suche nach Abdul B. stehe nun im Vordergrund.
- Erhebliche Spezialkräfte sind aktuell in Berlin im Einsatz. Aufgrund polizeitaktischer Gründe bat Dobrindt um Verständnis dafür, dass er dazu keine Einzelheiten nennen wolle.
- Der mutmaßliche Täter habe sich den Erkenntnissen zufolge radikalisiert und gehöre der islamistischen Szene an.
- In der Vergangenheit sei der Beschuldigte zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, sagte Dobrindt. Dagegen habe die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt.
- Abdul B. ist laut Dobrindt deutscher Staatsbürger. Er sei 2005 in Deutschland geboren worden, sagte der Innenminister und habe einen libanesischen Hintergrund, seine Mutter sei 2002 in Deutschland eingebürgert worden.
- Laut Dobrindt soll der mutmaßliche Tatverdächtige mit einer Machete auf Menschen losgegangen sein, nachdem er einen Van in die Menschenmenge steuerte.
- Eine Frau sei getötet worden, zudem gebe es „29 Verletzte und Schwerstverletzte“, sagte der Minister.
- Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stuft Bluttat beim Berliner CSD als „islamistischen Terroranschlag“ ein. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute „alles“ hin
Wie der rbb berichtet, wurde noch in der Nacht ein möglicher Mittäter festgenommen. Bei dem Mann soll sich um den mutmaßlichen Beifahrer handeln. Eine offizielle Bestätigung der Polizei steht allerdings noch aus.
Derweil fahnden die Behörden nach dem 21-jährigen Abdul B., der im Verdacht steht, mit einem Van mehr als ein Dutzend Menschen angefahren zu haben. Eine Frau wurde so schwer verletzt, dass sie starb. Drei Opfer sollen nach aktuellen Informationen lebensgefährlich verletzt sein. Der Verdächtige sei polizeibekannt und werde der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet, erklärte ein Polizeisprecher.
Polizisten und Polizistinnen durchsuchten das Gebiet rund um den Wagen, der in eine Menschenmenge gefahren ist. Sie sammelten sich zunächst vor dem Gebiet im Tiergarten und starteten kurz nach 11 Uhr mit der Suchaktion.
