„Das ist das Wichtigste“Hamann nennt Klopps größte Baustelle

Dietmar Hamann am Rande der Formel 1.

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Dietmar Hamann spricht über Jürgen Klopp.

Jürgen Klopp ist ab sofort neuer DFB-Cheftrainer. Dietmar Hamann hat bereits ausgemacht, wo es für ihn kritisch werden könnte – und wo die Nationalmannschaft ihre Achillesferse hat.

Jürgen Klopp (59) ist am Freitag (24. Juli) als Bundestrainer vorgestellt worden und hat erste Einschätzungen über sein neuestes Trainer-Kapitel mit der Öffentlichkeit geteilt.

Zum künftigen DFB-Kader und über Detailfragen wollte sich Klopp zwar noch nicht äußern. Dass er aber das Ziel verfolge, die Energie auf den Platz zu bringen, für die er auch beim FC Liverpool und zuvor in Dortmund gestanden habe, machte der Fußballcoach dann doch deutlich.

Hamann hat DFB-Zentrale im Fokus: „Da werden Spiele gewonnen“

Die Auftritte der Nationalmannschaft bei der WM „hätten schon etwas intensiver sein können“, erklärte Klopp ehrlich. Und: „Mehr Aufwand und mehr Intensität: Das ist schon der Plan.“

Zum neuen DFB-Cheftrainer und dessen Aufbruchsstimmung hat sich am Rande des Formel-1-Rennens in Ungarn nun auch Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann (52) in einem Sky-Interview geäußert.

Die Voraussetzungen für einen Trainer wie Klopp sieht der Fußball-Experte im DFB-Kader durchaus positiv. Die entscheidende Baustelle hat der 52-Jährige aber dennoch ausgemacht.

„Die Spiele werden im Mittelfeld gewonnen. Also, dass wir vorne und hinten, glaube ich, ganz gut besetzt sind, das wissen wir – gute Flügelspieler und auch hinten“, so Hamann.

Doch man müsse eben schauen, „ein Mittelfeldpärchen“ zu finden. Hamann weiter: „Ich glaube, das ist das Wichtigste. Das ist der Maschinenraum – da werden Spiele gewonnen. Und ich glaube, das war auch die letzten Jahre immer wieder unsere Achillesferse.“

Im Tor würde Hamanns Wahl auf Alexander Nübel fallen. Doch auch der Ex-Kölner und die aktuelle Nummer zwei des FC Bayern, Jonas Urbig, hätte seine Argumente: „Wenn er es Urbig zutraut, macht es vielleicht auch Sinn, ihn direkt reinzustellen, weil er in München wahrscheinlich mehr spielen wird diese Saison“, so Hamann.

Auf die Frage, ob es für Klopp nun schwierig werden könnte, als ehemaliger Vereinstrainer seinen Pressing-Fußball auch beim DFB durchzusetzen, ist Hamann aber guten Mutes.

„Da musst du schauen, ob du Spielermaterial dafür hast. Aber ich glaube schon, dass wir sehr viele gute, junge Spieler haben, die in der Lage sind, auch diesen Power-Fußball von Klopp zu spielen.“

Anpassungen müssten dennoch vorgenommen werden: „Du kannst, wenn du gegen spielerisch gute Mannschaften spielst, die nicht 90 Minuten ständig jagen, weil dir dann irgendwann die Luft ausgeht.“ Auch Klopps Team müsse „variabel sein“, glaubt Hamann. Aber: „Klopp hat es in Dortmund und in Liverpool gezeigt, dass er es kann.“

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